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Londons neue Attraktion: ArcelorMittal Orbit Tower

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Londons neuer Turm: Schandfleck oder Wahrzeichen?

16.05.2012, 09:28 Uhr | Jill Lawless, dapd

Londons neue Attraktion: ArcelorMittal Orbit Tower. Orbit Tower in London. (Quelle: www.londonlegacy.co.uk)

Achterbahn, Stahlkunstwerk oder Aussichtsturm: Die Meinungen über den neuen Orbit Tower in London gehen stark auseinander. (Quelle: www.londonlegacy.co.uk)

Nach dem Bau der "Scherbe", die bei Fertigstellung Anfang 2013 das höchste Gebäude Europas sein wird, ist jetzt eine neue Londoner Attraktion fertig geworden: Pünktlich zu den Olympischen Spielen wurde in direkter Nähe zum neuen Olympia-Stadion ein 115 Meter hoher Aussichtsturm geschaffen, der Touristen wie Einheimischen einen umwerfenden Ausblick über die britische Hauptstadt bietet und dennoch umstritten ist. Ein Großindustrieller kam für die Kosten überwiegend auf und ist nun Namensgeber des Bauwerks. Wie gefällt Ihnen der Turm? Betrachten Sie ihn in unserer Foto-Show und stimmen Sie rechts oben ab.

London in schöpferischer Bauwut

London rüstet architektonisch ganz schön auf. Bereits jetzt prangt die gläserne Flanke des einmal 310 Meter hoch werdenden Wolkenkratzers in die Höhe, der Anfang 2013 fertig gestellt werden soll und dann das höchste Gebäude ganz Europas sein wird: "The Shard" (auf Deutsch: die Scherbe) heißt der Prunkbau, in dem eine Hotelkette, Luxus-Appartements, Gourmet-Restaurants und Besucher-Galerien untergebracht sein werden.

Ausblick über die Stadt

Die Scherbe hat jetzt - pünktlich vor Beginn der Olympiade - Gesellschaft erhalten: den ArcelorMittal Orbit Tower, benannt nach jenem Stahlproduzenten, der das Gros der 22,7 Millionen Pfund (28,3 Millionen Euro) für das Bauwerk zur Verfügung gestellt hat: Der Turm trägt den Namen Großbritanniens reichsten Mannes, Lakshmi Mittal, der Vorsitzende des ArcelorMittal Konzerns. Für die einen sieht er aus, wie die verunglückte Konstruktion einer Achterbahn. Für die anderen ist der Orbit ein Wahrzeichen, dass es durchaus mit dem Eiffelturm aufnehmen kann. Von der Aussichtsplattform des 115 Meter hohen Turmes, der in unmittelbarerer Nähe zum neuen Olympia-Stadion steht, sollen die Besucher den Panoramablick über die Stadt genießen können.

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Für Kritiker "Godzilla der öffentlichen Kunst"

Doch für manche Kritiker ist die rubinrote und aus Stahlrohren geformte Gitterkonstruktion in erster Linie ein Schandfleck. In Anspielungen auf das Wahrzeichen der französischen Hauptstadt haben die britischen Zeitungen den Turm "The Eye-ful Tower" getauft (eine Kombination aus "Eiffel Tower" = Eiffelturm, und "awful" = schrecklich, furchtbar), oder ihm Namen wie "Godzilla der öffentlichen Kunst" und schlimmere verpasst.

Manche werden ihn lieben, andere werden ihn hassen

Doch der Künstler Anish Kapoor und der Ingenieur Cecil Balmond, die den Turm entworfen haben, lassen sich davon nicht beirren. Die spiralenförmige Konstruktion beschreibt Balmond als "ein Bogen im Raum". Die St. Pauls Kathedrale etwa sei zu Beginn verhasst gewesen. "Jeder wollte eine Turmspitze", sagt der Ingenieur. Doch heute sei der Dom der Kirche allseits beliebt. Und auch der Eiffelturm wurde nach seiner Fertigstellung von vielen als "das hässlichste Gebilde überhaupt" betrachtet, äußert sich Kapoor. Von seinem roten Turm sagt er pathetisch: "Manche werden ihn lieben und andere werden ihn hassen, das ist okay."

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