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Hotels für Erwachsene  

Kinder müssen draußen bleiben

24.01.2008, 16:27 Uhr | M. Roman

Bei manchen Hotels müssen Kinder draußen bleiben (Symbolbild: Archiv)Bei manchen Hotels müssen Kinder draußen bleiben (Symbolbild: Archiv) Der Urlaub sollte eine Zeit der Entspannung sein. Das kann manchmal schwer sein. Insbesondere, wenn im Hotelrestaurant die beiden Kinder der Mitreisenden lauthals streiten, während der dritte Spross am Büffet mit seinen Eiskrem verschmierten Fingern fröhlich jeden Teller einzeln begutachtet. Für Ruhe suchende Erwachsene gibt es jedoch Rückzugspunkte: Im Dezember 2007 öffnete das Hotel "Amalienburg" im österreichischen Saalbach nach einem Umbau seine Pforten wieder, allerdings nicht für Familien mit Kindern unter zwölf Jahren. "Erwachsenenfreundlich" nennt sich diese Politik auf der Website des Hauses. Damit folgt das "Amalienburg" dem Vorbild des Hotels "Cortisen" am Wolfgangsee, das bereits seit Mai 2006 mit dem Spruch "no kids" für einen ruhigen Urlaub wirbt - und dafür anfangs harsche Kritik einstecken musste.

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Erwachsenenfreundlich - nicht kinderfeindlich?

Die Betreiber des "Amalienburg" wollen ihre Politik nicht als kinderfeindlich verstanden wissen, betonte Sprecher Roland Konzett von der Network Touristik Management GmbH. Man biete lediglich für jedes Haus ein auf das Zielpublikum zugeschnittenes Konzept, und für das "Amalienburg" habe man sich eben für dieses entschieden - auch aufgrund der "baulichen Substanz". Soll heißen: Weil man im Hotel keine Einrichtungen für Kinder oder Mehrbettzimmer hat, ist es allein schon von der Architektur nicht für Familien geeignet. Kinder hätten sich dort auch vor dem Umbau "eher gelangweilt", so Konzett. Ohnehin sei das "Amalienburg" eher auf ein gesetzteres Publikum ausgerichtet - mit Zigarren-Lounge und noblem Restaurant. Für Familien habe man andere, "regional maßgeschneiderte Produkte" im Angebot.

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Überwiegend positive Reaktionen der Gäste

Bei den Gästen kommt das neue Konzept nach Angaben von Sprecher Konzett an: "99 Prozent" fänden das kinderfreie Hotel gut, nur ein kleiner Teil habe die Umstellung in den "falschen Hals" bekommen. Das deckt sich mit den Erfahrungen des Hoteliers Roland Ballner, dem Chef des "Cortisen", dem ersten kinderfreien Hotel Österreichs. Auch bei ihm können seit Mai 2006 Eltern mit Rackern unter zwölf Jahren nicht einchecken, auch bei ihm hätten viele positive Rückmeldungen die wenigen heftigen überwogen. Allerdings sah sich Ballner heftiger Kritik von Politik und Tourismusverbänden ausgesetzt. Beim "Amalienburg" dagegen blieben Reaktionen aus der Politik laut Konzett aus. Das verwundert fast, den ein ähnlicher Vorstoß im bayerischen Kraiburg führte erst im Oktober 2007 zum Eklat. Dort weigerte sich ein Wirt kurzerhand, Kinder unter zwölf in sein Restaurant zu lassen. Die bayerische Sozialministerin Christa Stewens (CSU) bezeichnete laut dem Magazin Focus die kinderfreie Zone als "skandalös".

USA: Sogar in Disneyland kinderfreie Restaurants

Die Betreiber der kinderfreien Hotels und Restaurants nehmen für sich auch in Anspruch, eine Marktlücke entdeckt zu haben und nur die Bedürfnisse der Kunden zu bedienen. "Amalienburg"-Sprecher Konzett verwies außerdem darauf, dass solche Konzepte in Amerika bereits recht üblich seien. Und tatsächlich gilt über dem großen Teich mancherorts "Adults Only" ("Nur für Erwachsene") nicht nur in den schmuddeligen Hinterzimmern der Videotheken. All-inclusive-Resorts der Ketten Sandals und Superclubs und sogar ein Club Med in der Karibik setzen das Mindestalter für Gäste sogar auf 16 oder 18 Jahre fest. Und selbst im Kinderparadies Disneyland in Florida gibt es so etwas wie eine Ruheinsel für Eltern: Im Restaurant "Victoria & Albert's" sind Kinder unter zehn Jahren nicht erwünscht. Hier können Eltern nach einem anstrengenden Tag für kurze Zeit ausspannen.

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