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Hoteltrends weltweit  

Billig-Ketten und extremer Luxus legen zu

22.01.2008, 16:58 Uhr | M. Roman, dpa

Luxushotels und Billig-Ketten im Trend (Foto: dpa)Luxushotels und Billig-Ketten im Trend (Foto: dpa)

Der internationale Hotelmarkt entwickelt sich immer stärker in den Extremen: Privatbutler, der eigene kleine Swimming-Pool und dem Gast wird jeder Wunsch von den Augen abgelesen - die Welt der Luxushotels boomt in Europa, Amerika und Asien. Auf der anderen Seite expandieren immer mehr Billig-Ketten, die den preisbewussten Kunden für wenig Geld nur das Minimum an Komfort und Service geben. Diese unterschiedliche Entwicklung ist einer der Megatrends der Hotelbranche, die am Dienstag auf dem ersten Hotelkongress der Allgemeinen Hotel- und Gastronomie-Zeitung (AHGZ) von rund 370 Hoteliers in Frankfurt diskutiert wurden. "Die Schere geht immer weiter auseinander", sagte der Vize- Präsident der Hotelkooperation Leading Hotels of the World, Welf J. Ebeling. Die Kooperation ist ein Zusammenschluss von weltweit 430 Spitzenhotels, zu denen etwa das Berliner "Adlon", die "Villa Kennedy" in Frankfurt oder das "Atlantic" in Hamburg gehören.

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Luxus-Kundschaft bevorzugt individuelle Angebote

Weltweit gebe es inzwischen mehrere Millionen Millionäre und rund 1000 Milliardäre. Viele dieser Menschen hätten ihr Vermögen erst innerhalb der vergangenen zehn Jahre erworben. Diese neuen Reichen seien "jung und vermögend, aber ansonsten normal". Bei der Luxus-Kundschaft sei der Begriff Luxus daher verpönt: "Sie hassen das Wort "Luxus"". Vielmehr gehe es um sehr individuelle Angebote statt einer Produktion von der Stange. "Luxus ist nicht die Zahl der Sterne, sondern das Erlebnis des Kunden", sagte Ebeling. Der Kunde wolle etwas über die Welt oder sich selbst lernen. Davon könnten bekannte Hotels mit Tradition profitieren. Ein Angebot müsse "authentisch, individuell und nachhaltig sein". Zum Angebot zähle da etwa auch der Flug mit dem Privatjet - wobei dann für die dadurch erzeugte Luftverschmutzung zusätzlich eine Kompensation gezahlt werde. "Der größte Luxus dieser Kunden ist Zeit." Die Preise müssten aber angemessen sein. Eine überhöhte Telefongebühr im Hotelzimmer könne sich kein Anbieter leisten - dies würde die Kundschaft verprellen.

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Billig-Hotels erobern den Markt

Auf der anderen Seite der Extreme steht die zunehmende Zahl an Billigketten wie etwa Ibis, Etap oder Formule 1. Zum einen müssten auch immer mehr Geschäftsreisende sparen, sagte der Deutschland-Chef der Budget-Kette B&B Hotels, Mark Thompson. Aber auch Privatreisende suchten oft besonders preiswerte Angebote. "Die wollen einfach billiger als ihr Nachbar buchen", sagte Thompson. Im Niedrigpreis-Segment müssten aber auch bestimmte Standards eingehalten werden, wie etwa schalldichte Fenster oder ein Bad mit Dusche. Auch dürften diese Kunden nicht mit zusätzlichen Kosten wie etwa einem gebührenpflichtigem Parkplatz belastet werden, sagte Thompson. Das Angebot der Billiganbieter müsse zudem mit einem starken Markennamen verbunden werden, damit die Kundschaft schon vor dem Einchecken im Hotel das Produkt verstehe. "Die Marke ist der Schlüssel", sagte Thompson. Er geht davon aus, dass die Billigketten auch zunehmend Kundschaft gewinnen, die bislang im mittleren Preissegment gebucht habe. Finanzinvestoren würden honorieren - frei nach dem Motto: "Je weniger Sterne, desto höher die Rendite."

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Deutschlands Hotellerie im Aufwind

"Die Wachstumsbereiche liegen in den Extremen", fasste der Mitorganisator der Tagung, Peter Schneider, die Referenten zusammen. Das mittlere Hotelsegment habe es dagegen schwierig - zumal viele der familiengeführten kleineren Hotels Probleme mit der Nachfolge habe, wenn der Hotelier sein Geschäft wegen seines Alters aufgebe. Über alle Segmente hinweg sieht sich das Beherbergungsgewerbe mit seinen rund 20 Milliarden Euro Jahresumsatz in Deutschland aber im Aufwind: "Im Gegensatz zur Gastronomie ist die Stimmung in der Hotellerie gut bis sehr gut", sagte der Präsident des Hotel- und Gaststättenverbandes, Ernst Fischer.

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