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Räumungsverkauf im Luxushotel

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Paris  

Räumungsverkauf im Luxushotel

17.06.2008, 16:50 Uhr | AFP

Alles muss raus: Das Luxushotel "Royal Monceau" versteigert das gesamte Mobiliar. (Foto: AFP)Alles muss raus: Das Luxushotel "Royal Monceau" versteigert das gesamte Mobiliar. (Foto: AFP)

Alles muss raus. Das gut fünf Meter lange dunkelgrüne Sofa im Foyer, genau wie die Lüster im Treppenhaus, Stühle, Bilder und Nachtschränke aus den über fünfhundert Zimmern und Suiten des Hotels sowie das Silbergeschirr. Die schweren weißen Bademäntel mit dem Schriftzug des "Royal Monceau", die Champagnerkübel, fast jedes einzelne Teil trägt ein Schild mit einer Nummer darauf: 310 eine elfenbeinfarbene Minibar im ersten Stock, 2122 die beiden roten Plüschhocker aus der Bar "Royal". Über dreitausend Posten will das Pariser Luxushotel bis Sonntag loswerden, dann wird es zu einem noch luxuriöseren Hotel umgebaut.

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Schon Eisenhower und Michael Jackson waren Gäste

Generäle wie John J. Pershing und Dwight D. Eisenhower, Künstler wie Josephine Baker und Ernest Hemingway und Schauspieler wie Robert de Niro stiegen in dem Hotel in der Avenue Hoche in der Nähe des Triumphbogens ab, das seit Sonntag keines mehr ist. In den 90er Jahren drehte US-Superstar Madonna hier ihr Video zu "Justify My Love", auch Popstar Michael Jackson ließ es sich zu seinen guten Zeiten im "Royal Monceau" gutgehen. Das einfachste Zimmer kostete 460 Euro, die "Royal Suite" 7000 Euro pro Nacht. Ohne Frühstück, wohlgemerkt.

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Hunderte suchen nach Erinnerungsstücken

Dieser Tage schieben sich hunderte Menschen durch die 80 Jahre alte Luxusherberge, auf der Suche nach einem Erinnerungsstück, das ab Donnerstag zu ersteigern ist. Wie die Mittfünfzigerin mit den hochgesteckten Haaren, die an einem Tisch im zweiten Stock ein schriftliches Gebot für zwei Stehlampen abgibt. "Englischer Stil", steht im 260 Seiten dicken Katalog, geschätzter Preis 100 bis 200 Euro. "Und dann habe ich noch einen Frisiertisch gesehen, diesen kleinen, was meinst Du?", fragt die Frau ihren Mann, der sich gerade eine verschnörkelte Wandleuchte anschaut. Ein Stockwerk tiefer steht ein junges Paar vor einem weißen Schreibtisch mit Lederbezug, den es aber nicht einzeln gibt: Er gehört zum Gebot Nummer 348, das aus 17 Einzelstücken besteht. Zwar sei der Schätzpreis von 300 bis 600 Euro "nicht so schlimm", sagt die Frau - aber wohin mit der Kommode und dem Lehnsessel, den zwei Nachtschränken, dem Couchtisch, dem Hocker und zwei Spiegeln, die zum Paket dazu gehören?

Abholung in weniger als einer Woche

Wer bis Sonntag den Zuschlag für ein Gebot bekommt, hat bis Dienstag kommender Woche Zeit, seinen Einkauf abzuholen. "Es wird alles schnell gehen", sagt eine Mitarbeiterin des Auktionshauses Cornette de Saint Cyr. Denn schon im kommenden Frühjahr soll das neue Hotel fertig sein - eine bislang nicht dagewesene Verbindung "von Luxus und höchstem Service", wie es angepriesen wird. Der Besitzer des "Royal Monceau" ist seit vergangenem Jahr der Jungmilliardär Alexandre Allard, der sein Vermögen mit dem Internet gemacht hat. Er will ein jüngeres Haus aus dem "Royal Monceau" machen, nach dem Entwurf des französischen Stardesigners Philippe Starck.

Jede Menge Schnäppchen

Unter den Posten seien "eine Menge Schnäppchen", sagt Hubert Felbacq von Cornette de Saint Cyr. Selbst die Vorhänge werden versteigert und der abgelaufene Teppich, der im Treppenhaus über den Stufen liegt. Zu den teuersten Stücken gehören ein Wandteppich aus dem 18. Jahrhundert, der auf 15.000 bis 20.000 Euro geschätzt wird, sowie ein riesiger Marmortisch für 12.000 bis 15.000 Euro. Insgesamt wird die Versteigerung rund eine Million Euro einbringen, schätzen die Veranstalter.

Beliebt: Silbergeschirr und Badtextilien

Am besten werden laut Mitarbeitern das Silbergeschirr und die Badtextilien weggehen: Ein kleines Paket enthält neben vier Duschtüchern und sechs normalen Handtüchern unter anderem zwei Bademäntel mit dem Schriftzug des "Royal Monceau". Noch beliebter seien höchstens die knapp achtzig Zentimeter hohen freistehenden Minibars in den Zimmern mit einer goldenen Krone und dem Schriftzug des Hotels auf der Tür. Schon am ersten Tag der Besichtigungen seien dutzende Gebote dafür eingegangen.

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