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EM 2012: Studenten in der Ukraine müssen ihre Zimmer räumen

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EM 2012: Studenten müssen ihre Zimmer räumen

23.04.2012, 16:03 Uhr | Anne Jäger

EM 2012: Studenten in der Ukraine müssen ihre Zimmer räumen. Um zahlenden Gästen zusätzliche Übernachtungsmöglichkeiten anzubieten müssen tausende Studenten ihre Wohnheime räumen. (Quelle: Masha Stahlberg)

Um zahlenden Gästen zusätzliche Übernachtungsmöglichkeiten anzubieten müssen tausende Studenten ihre Wohnheime räumen. (Quelle: Masha Stahlberg)

In weniger als zwei Monaten startet die Fußball-Europameisterschaft in Polen und der Ukraine. Doch bislang steht die EM zumindest im Bereich der Hotellerie unter einem schlechten Stern. Denn die Zimmerpreise sind nicht nur um das zum Teil Zehnfache angestiegen. Auch Verwicklungen der Tourismusbranche in die Machenschaften örtlicher Verbrecherbanden fanden den Weg in die Medien. Nun hat der "Unispiegel" ein weiteres fragwürdiges Verhalten seitens der Reiseveranstalter ans Tageslicht gebracht: Um zahlenden Gästen zusätzliche Übernachtungsmöglichkeiten anzubieten müssen tausende Studenten ihre Wohnheime räumen. Was die Gäste erwartet und wer davon betroffen ist, sehen Sie auch in unserer Foto-Show.

Zimmer auf eigene Kosten renovieren

Der Grund für die Zwangsräumung der Studenten: In den Austragungsorten Kiew, Charkow, Donezk und Lemberg gebe es zu wenige Unterkünfte für Touristen während der EM. Doch eine Ausgleichszahlung gibt es laut "Unispiegel" für die Hochschüler nicht - stattdessen sollen sogar die Mieten weiterhin gezahlt werden. Am schlimmsten treffe es dabei die Studenten in Kiew, die sogar ihre Zimmer auf eigene Kosten renovieren sollen. Daran würden vor allem der Reisekonzern TUI sowie ein ukrainischer Anbieter verdienen, die beide die Studentenzimmer an Fans vermieten wollen - für 50 bis 150 Euro pro Nacht.

Wer kostenlos arbeitet, darf bleiben

Da die Universitäten während der EM zudem überlastet seien und kostenlose Arbeitskräfte benötigten, hätten diese den Studenten sogar bereits skurrile Angebote unterbreitet, berichtet der "Unispiegel". Wer mehrere Stunden pro Tag einen Job als Hausmeister übernimmt, dürfe weiterhin in seinem Zimmer logieren. Das berichtet ein betroffener Student. Viele Studenten seien auf ihr Zimmer angewiesen, da sie die überteuerten Ersatzzimmer nicht finanzieren könnten.

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