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Ab vom Schuss: Die abgelegensten Hotels der Welt

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Betten im Nirgendwo  

Die abgelegensten Hotels der Welt

17.02.2014, 15:04 Uhr | Fabian von Poser, srt

Ab vom Schuss: Die abgelegensten Hotels der Welt. In einer einsamen Bucht der 254 Quadratkilometer großen Insel Fogo vor Neufundland steht das "Fogo Island Inn". (Quelle: SRT /Alex Fradkin/Fogo Isl. Resort)

In einer einsamen Bucht der 254 Quadratkilometer großen Insel Fogo vor Neufundland steht das "Fogo Island Inn". (Quelle: Alex Fradkin/Fogo Isl. Resort/SRT )

Einmal allein auf einer einsamen Insel wohnen, für ein paar Tage völlig isoliert am Rande der Welt leben oder sein Bett mitten in der Wüste aufschlagen: Viele träumen seit ihrer Kindheit davon. Wirklich einsame Orte sind rar geworden, denn immer weiter rückt die Zivilisation in die Natur vor. Doch es gibt sie noch, diese einsamen Orte - an einigen von ihnen wurden sogar Hotels gebaut. Im vergangenen Jahr wählte der US-amerikanische Fernsehsender Fox News die abgelegensten Hotels der Welt. Wir stellen fünf davon vor, auch in unserer Foto-Show.

Allein im Pazifik: Explora-Hotel, Osterinsel, Chile

Völlig ab vom Schuss: Das gilt für das Explora-Hotel auf Rapa Nui wie für kaum ein anderes Hotel auf diesem Erdball. Die nur zwölf mal 24 Kilometer große Osterinsel gilt als einer der abgelegensten Orte der Erde. Bis nach Chile sind es 3500 Kilometer, nach Tahiti 4200. Die nächstgelegene Insel, Pitcairn, liegt mehr als 2000 Kilometer entfernt. Auf der politisch zu Chile gehörenden Insel finden sich nicht nur die Überreste einer rätselhaften Kultur: rund 900 Steinfiguren, die so genannten Moais. Bis heute ist nicht ganz klar, wann sie erreichtet wurden und zu welchem Zweck. Auch sonst gleicht die Osterinsel, die seit 1995 zum Weltkulturerbe der Unesco gehört, mit ihren Höhlen und Fossilien einem Freilichtmuseum. 2007 eröffnete die Explora-Gruppe an diesem abgeschiedenen Ort das "Hotel Posada de Mike Rapu" mit 26 Zimmern und vier Suiten. Architektur und Interieur erinnern an die einheimische Kultur. Von allen Zimmern bietet sich ein grandioser Ausblick auf die einzigartige Natur (www.explora.com).

Eisberge vor dem Schlafzimmerfenster: Fogo Island Inn, Neufundland, Kanada

Die Szene ist unwirklich: Im weiß getünchten Speisesaal mit seinen riesigen Panoramafenstern sitzen die Gäste beim Mittagessen - und draußen schwimmen Eisberge in Hochhausgröße vorbei. Was aussieht wie im Film ist Wirklichkeit, denn die nur 254 Quadratkilometer große Insel Fogo 15 Kilometer vor der Nordküste Neufundlands liegt direkt an der "Iceberg Alley", der Straße der Eisberge. Jedes Jahr im Frühjahr ziehen viele hundert Eisberge von Norden kommend an Neufundland vorbei. Nach Fogo gelangt man ausschließlich mit der Fähre oder per Kleinflugzeug. In einer einsamen Bucht liegt eines der abgelegensten und außergewöhnlichsten Hotels der Welt. Die 29 Zimmer des "Fogo Island Inn" verfügen über Fenster, die vom Boden bis zur Decke reichen, damit man das Spektakel besser beobachten kann. Jedes Bild, jedes Stück Stoff, jedes Möbelstück wurde von Einheimischen aus einheimischen Materialien hergestellt. Durch das geometrische Design sieht das Hotel gerade im Morgen- und Abendlicht beinahe selbst aus wie ein Eisberg (www.fogoislandinn.ca).

Ein Bett in der Wüste: Wolwedans Private Camp, Namib Rand Reservat, Namibia

Nichts ist zu hören außer dem Zirpen der Grillen, nichts zu sehen außer ein paar Felsen und den hunderte Meter hohen Dünen: In einem der abgeschiedensten Täler des Namib Rand-Naturschutzgebiets liegen die vier traumhaften Camps der "Wolwedans Collection". Brat Pitt, Angelina Jolie und viele andere Prominente waren schon dort - und sie wissen warum: Wolwedans ist ein Ort zum Träumen. Schicht für Schicht krabbeln am Morgen die Sonnenstrahlen die Sandberge hinauf und sorgen in der Wüste für ein Feuerwerk der Farben - und man selbst liegt mittendrin. Ohne Türen, ohne Fenster, nur mit einem dünnen Dach aus Zeltstoff über den Kopf. Das abgelegenste der vier Camps ist das Private Camp. Es liegt völlig isoliert in der Wüste und bietet Platz für maximal vier Gäste. Wer dort unterkommt, der sieht oft Tage lang niemanden außer den freundlichen Bediensteten, die einem in der Einsamkeit jeden möglichen Wunsch erfüllen (www.wolwedans.com).

Zwischen Wombats und Teufeln: Saffire Freycinet, Tasmanien, Australien

Weit, weit weg von allem: Das gilt auch für das Saffire Freycinet auf der etwa 240 Kilometer südlich des australischen Festlands gelegenen Insel Tasmanien. Von der Inselhauptstadt Hobart sind es rund zwei Autostunden über einsame Küstenstraßen an die wilde Ostküste der Insel mit ihrer atemberaubenden Natur. Dort erwarten einen feine Sandstrände wie in der Südsee gepaart mit immergrünem Regenwald im Hinterland. Zur Fauna gehören verschiedene Känguru-Arten, Wombats, kleine Wallabys und der seltene Tasmanische Teufel. Mitten in dieser unberührten Landschaft liegt das "Saffire Freycinet". Von den 20 Suiten bietet sich ein grandioser Blick über die Great Oyster Bay und die bewaldeten Kuppen der Hazard Range. Auf den Tisch im erstklassigen Restaurant kommen frischer Fisch aus dem Indischen Ozean und exzellente einheimische Weine, die im mediterranen Klima der Insel bestens gedeihen (www.saffire-freycinet.com.au).

Am Rande des Ewigen Eises: Hotel Arctic, Ilulissat, Grönland

Geologisch gehört Grönland zu Nordamerika, politisch jedoch zu Dänemark. Eines der abgeschiedensten Hotels auf der größten Insel der Erde liegt ganz im Westen Grönlands. Das "Hotel Arctic" bei Ilulissat ist ein einsamer Ort. Von der grönländischen Hauptstadt Nuuk fliegt man etwa eine Stunde bis nach Kangerlussuaq. Von dort sind es weitere 45 Minuten im Minijet bis nach Ilulissat. Das Hotel mit seinen 87 Zimmern liegt direkt am Ilulissat-Eisfjord in der Disko-Bucht, der seit 2004 zum Welterbe der Unesco gehört. Der 3000 Quadratkilometer große Jakobshavn-Gletscher, der das Eis in den Ilulissat-Eisfjord schiebt, ist mit mehr als 20 Metern am Tag einer der am schnellsten wachsenden Gletscher der Erde. Der Blick von den Zimmern ist unvergesslich: Vor den Eisbergen leuchten in Rot, Gelb, Grün und Blau die bunten Fassaden der 4600-Einwohner-Stadt. Vor vielen Häusern stehen Hundeschlitten, das meistgenutzte Verkehrsmittel der Insel. Sogar Hotelchef Erik Bjerregaard hält stets zwölf der Tiere für Besorgungen und die Ausflüge seiner Gäste bereit (www.hotel-arctic.gl).

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