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Micro-Hotels: Wenig Platz, viel Design

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Trend Micro-Hotels  

Kleine Zimmer mit großem Anspruch

12.04.2016, 11:36 Uhr | Tinga Horny, srt

Micro-Hotels: Wenig Platz, viel Design. Der Trend in den Metropolen geht zu Design-Hotels mit kleinen Zimmern. Im CitizenM ist das Bett so breit wie der Raum. (Quelle: SRT /CitizenM)

Der Trend in den Metropolen geht zu Design-Hotels mit kleinen Zimmern. Im CitizenM ist das Bett so breit wie der Raum. (Quelle: CitizenM/SRT )

Die Kapselhotels in Japan faszinieren seit ihrer Erfindung Anfang der 80er Jahre - bezahlbar schlafen im Kunststoffbehälter mit TV. Auch in Europas Metropolen werden seit zwei Dekaden die Hotelzimmer immer kleiner. Sehen Sie einige der Micro-Hotels auch in unserer Foto-Show.

Dankenswerterweise lassen uns die Hoteliers in Europa im Zimmer wenigstens noch aufrecht stehen. Für rigorose Systemgastronomie und Normierung ihrer Zellen, die nicht mehr als 7,5 Quadratmeter messen, sind die Easyhotels des britischen Easyjet-Unternehmers Stelios Haji-Ioannus bekannt. Wie bei der Airline kostet alles extra. 

Micro-Hotels - Minizimmer mit Komfort

Inzwischen hat sich das Konzept Minizimmer weiter entwickelt. Es wird nun in der coolen Designversion überall da angeboten, wo die Immobilienpreise in den Himmel schießen. Die Rechnung ist ganz einfach: Viele kleine Zimmer in einem Gebäude in Amsterdams oder New Yorks Innenstadt zu saisongerechten Preisen bringen mehr als größere Gemächer zu sehr hohen Raten.

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Herausgekommen ist dabei die Idee des Micro-Hotels, das wie alles zurzeit nur auf eine Zielgruppe schielt: die Millennials, auch Generation Y genannt, deren älteste Vertreter inzwischen auch schon die 35 überschritten haben. "Diese Generation wird sehr bald das Ruder übernehmen", so Tina Edmundson, verantwortlich für Marriotts Lifestyle-Hotelmarken, in einem Interview mit der New York Times. "Die Zeiten, als nur privilegierte Hotelgäste Zugang zu großartigem Design hatten, sind vorbei."

Wenig Quadratmeter, viel Design

Gegen den Charme privater Wohnungsvermietungen wie Airbnb stemmt sich das Hotelgewerbe mit durchdesignten Micro-Hotels. Zwar sind die Zimmer aus Renditegründen geschrumpft. Bei Marriott ist ein Standardzimmer um die 28 Quadratmeter groß, die Micro-Hotel-Marke Moxy kommt jedoch mit 17 Quadratmetern aus. Es geht auch noch kleiner: Die New Yorker Pod-Hotels packen bei einem Einzelzimmer alles auf sechs Quadratmeter, andere Ketten bringen auf sieben Quadratmeter zwei Personen unter.

Doch diese Minizimmer dürfen auf keinen Fall billig aussehen und müssen Extras bieten. Wer mehr als 100 Euro pro Person für ein Kabuff ausgibt, erwartet nicht den Charme einer Jugendherberge. Stattdessen bekommt er eine Hightech-Kabine. Gratis-Wlan gehört bei allen zum Standard, kostenlose Minibar oder Snacks sowie Filme bieten vor allem die teureren Micro-Hotels an. Integrierte Flachbildschirme, sowie alle gängigen Anschlüsse für Computer sind selbstverständlich. Einen Safe für Laptops gibt es außerdem bei Yotels.

Viel Technik auf kleinem Raum

Das New Yorker Haus dieser britischen Kette dreht außerdem die Tatsache, dass in den Zimmern kaum ein Koffer Platz hat, zu ihrem Vorteil und fasziniert die Gäste mit einem Roboterarm, der ihnen das Gepäck in den bis zur Decke reichenden Schließfächern verstaut. Wer dagegen in einem Moxy-Zimmer eincheckt, muss nachts nicht nach dem Licht zum Bad suchen - dank Bewegungsmelder geht es automatisch an, wenn er aus dem Bett steigt. Und in den Zimmern der niederländischen CitizenM-Gruppe wird die gesamte Technik von einem Tablet aus kontrolliert - Licht, TV, Musik sowie Vorhänge und Klimaanlage.

Je kleiner ein Raum ist, desto durchdachter muss die Einrichtung sein. Doppelbetten in Micro-Hotels lassen sich deswegen oft elektrisch zu Sofas umbauen, die Tische sind ausklappbar und die Duschkabinen sehen aus wie schicke Plexiglasschränke im Raum. Komfort spielt eine große Rolle. Die populären Regenduschen und Betten mit komfortablen Matratzen und edler Bettwäsche fehlen in keinem Micro-Hotel. Die niederländischen CitizenM-Hotels machen aus ihren winzigen Zimmern sogar eine Tugend, indem sie mit zwei Meter breiten Betten werben, die von Wand zu Wand reichen. Von der Tür direkt ins Bett fallen - wer hätte je gedacht, dass sich das cool verkaufen ließe?

Lobby und Restaurant werden eins

Während die Gästezimmer der Micro-Hotels also immer mehr zu stylischen Hitech-Kabinen mutieren, fließen die öffentlichen Räume, also Lobby, Rezeption und Café, Bar bzw. Restaurant, ineinander. Grenzen gibt es nicht mehr, genauso wenig wie das gute alte Check-in mit richtigem (teurem) Personal. Insider sprechen nicht mehr von Lobby oder Restaurant, sondern Neudeutsch vom "Living Room", wo die Gäste - die so begehrten Millennials - an großen Tischen snacken, in Sofa-Zonen kommunizieren und Mails checken und in anderen Bereichen automatisch einchecken oder spielen.

Wie sehr nicht nur junge Ketten wie Yotel, CitizenM oder Pod mit dem Trend Micro-Hotel den Ton angeben, ist an den Hotelriesen abzulesen. Marriott sprang auf den Zug auf, als es bereits Ende 2014 sein erstes Moxy Hotel in Mailand einweihte. Geplant ist, innerhalb der nächsten zehn Jahre die Welt mit 150 Häusern zu überziehen. 2016 zieht Hilton mit der neuen Microhotel-Marke Tru nach. Auch hier werden ehrgeizige Ziele verfolgt, die Rede ist von 189 Tru-Häusern, die in naher Zukunft eröffnen sollen. Microhotels werden also bald kein Trend mehr sein, sondern Mainstream. 

Websites der Micro-Hotels


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