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Hotels vs. Airbnb und Co.: Branche bietet Städte-Apartments an

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Günstige Städte-Apartments  

Das Hotel-Imperium schlägt zurück

18.05.2016, 09:59 Uhr | Hans-Werner Rodrian, srt

Hotels vs. Airbnb und Co.: Branche bietet Städte-Apartments an. Die Hotebranche bietet nun auch günstige Apartments an - "Serviced Apartments" nennt sich das Angebot der Arcona-Hotels. (Quelle: SRT /Henrike Schunck)

Die Hotebranche bietet nun auch günstige Apartments an - "Serviced Apartments" nennt sich das Angebot der Arcona-Hotels. (Quelle: Henrike Schunck/SRT )

Von Berlin über Barcelona bis Boston: Weltweit wehren sich die großen Tourismusstädte dagegen, dass Privatunterkünfte via Internet an Urlauber vermietet werden. Aber während die Stadtväter noch mit Kontrollen und Strafen gegen Plattformen wie Airbnb, Wimdu und 9Flats vorgehen, bietet die Hotelbranche ebenfalls günstige Alternativen an.

Dieses Angebot heißt mal "Serviced Apartments", anderswo "Longstay Rooms" oder "Aparthotel". Wie die Konkurrenz von Airbnb & Co. bietet auch die Hotelbranche den Komfort einer richtigen kleinen Wohnung anstelle eines spartanischen Hotelzimmers. Anders als die Onlineportale, haben die Hotelunternehmen typischerweise nagelneue Anlagen im Programm. Zudem offerieren sie viel Service von Rezeption und Fitnessraum, bis zu Bügelstation und Frühstücks-Lounge. Und sie nehmen der örtlichen Bevölkerung keine Wohnungen weg.

Städte-Apartments gibt's schon weltweit

Mieten kann man "Serviced Apartments" in praktisch allen Großstädten der Welt. Denn auch die Anbieter arbeiten global. Der Weltmarktführer The Ascott, der in Deutschland unter Citadines Aparthotels firmiert, stammt zum Beispiel aus Singapur. Die Gruppe betreibt aktuell 200 Häuser in 100 Städten um den Globus. Dazu gehören Anlagen in Barcelona, Paris, London und New York, aber auch in Berlin, Frankfurt, Hamburg und München. Eine Wohnung für zwei Erwachsene in der neuen Anlage in Frankfurt gegenüber dem Shoppingcenter Skyline Plaza kostet zum Beispiel rund 110 Euro.

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Spezialanbieter für Städte-Apartments haben in Deutschland durchaus Tradition. Das Münchner Unternehmen Derag Living setzt bereits seit den 80er-Jahren auf Serviced Apartments. Aktuell betreibt Derag Living 17 Apartmentanlagen in Städten wie Berlin, Bonn, Düsseldorf, Frankfurt, München, Nürnberg, Weimar und Wien. Ein 60-Quadratmeter-Apartment für eine vierköpfige Familie mit Kitchenette und WLAN an der Wiener Oper ist ab rund 165 Euro pro Nacht zu haben.

Längst spielen auch die ganz großen Hotelkonzerne im Apartmentgeschäft mit. Europas Nummer eins Accor ist mit ihrer Longstay-Marke Adagio in 100 Städten präsent - von Frankreich über diverse europäische Großstädte bis zu den Emiraten und Brasilien. Typisch für Adagio sind eine stets vollausgestattete Küche und das Staffelpreissystem: Man muss zwar nur eine Nacht bleiben, aber ab der vierten Nacht gibt's Rabatt. Ein Studio für zwei Personen in der Anlage Berlin Kurfürstendamm gibt es bereits unter 80 Euro für die erste Nacht.

Die deutsche Hotelkette Lindner mischt hierzulande ganz vorne mit

Mit einem starken Bein bei Städte-Apartments engagiert ist die deutsche Hotelkette Lindner. Deren sechs Betriebe in Düsseldorf, Frankfurt und Leipzig sind stets an Firstclass-Hotels angelehnt und entsprechend hochwertig ausgerichtet. Das zwölfgeschossige Boardinghouse Düsseldorf zum Beispiel liegt im Stadteil Golzheim am grünen Reeser Platz, direkt neben dem Nordpark. Ein Apartment kostet für eine Woche ab 525 Euro.

Design trifft Gemütlichkeit: Auf diese Kombination hat sich die Longstay-Sparte Arcona Living der Arcona-Hotels konzentriert. Sie betreibt trendige Apartmenthäuser in Berlin, Leipzig, Baden-Baden, München, Schaffhausen und Osnabrück. Die Anlagen residieren gern in historischen Gebäuden wie in Baden-Baden, oder mit Anklängen an die mondäne Filmwelt wie in München. Namensgebend ist der Livingroom, ein Aufenthaltsraum für die Gäste mit Bibliothek, Computer-Arbeitsplatz und Fernseher. Eine Wohnung für zwei Erwachsene im neuen Apartmenthaus neben der der Leipziger Thomaskirche ist ab 95 Euro buchbar.

Australische und US-Ketten sind ebenfalls in Europa am Start

Wohnen mit der Lässigkeit Australiens: Das bietet Adina. Der australische Longstay-Spezialist ist in Deutschland mit Häusern in Berlin, Frankfurt und Hamburg präsent, dazu in Europa auch in Dänemark und Ungarn. Die freundlichen Aussies locken mit Fitnessbereich, Sauna, Pool und angeschlossenem Burger-Restaurant. Meist ist auch ein begrünter Innenhof dabei. Eine Nacht im modernen Adina Apartment Hotel Budapest kostet ab 68 Euro.

Frisch eingestiegen ins Geschäft mit Städte-Apartments ist Starwood. Seit 2015 ist der US-Hotelriese mit seiner Marke Starwood Elements auch in Europa am Start: in Amsterdam, Frankfurt und London. Eine Übernachtung für zwei im neuen Element Hotel Amsterdam kostet ab 120 Euro, kostenlose Leihfahrräder eingeschlossen. 

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