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Dresdner baut für das Oktoberfest 2011 den wohl größten Bierkrug der Welt

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Das Oktoberfest bekommt den größten Bierkrug der Welt

09.09.2011, 16:09 Uhr

Dresdner baut für das Oktoberfest 2011 den wohl größten Bierkrug der Welt . Der sieben Meter große Krug steht in diesem Jahr auf dem Oktoberfest. (Quelle: dapd/Norbert Millauer)

Der sieben Meter große Krug steht in diesem Jahr auf dem Oktoberfest. (Quelle: Norbert Millauer/dapd)

Goldgelb leuchtend, mit einer glitzernden weißen Schaumkrone - so soll der Krug hoch über dem Münchner Oktoberfest thronen. In 30 Metern Höhe soll er sich um die eigene Achse drehen und die Massen in das Bierzelt locken. Das ist die Idee von Peter Ardelt, Figurenbauer aus Dresden, der das Konzept zu dem sieben Meter hohen Krug-Monstrum entwickelt und es gemeinsam mit Partnern umgesetzt hat. Am Donnerstag soll der Krug nach München transportiert werden. In unserer Foto-Show können Sie ihn jetzt schon sehen.

Hochbetrieb beim Bau des Krugs

Gebaut worden ist er in einer heruntergekommenen Halle auf dem alten Industriegelände im Dresdner Norden. In den Tagen vor dem Transport herrscht dort Hochbetrieb: 15 bis 16 Stunden täglich hätten sie zuletzt an dem Krug gearbeitet, sagt Ardelt. "Es brennt schon die ganze Zeit, aber wir werden rechtzeitig fertig."

Warum es nicht für das Guiness-Buch reicht

Ardelts Angaben zufolge ist der Bierkrug der Größte der Welt. Der Versuch, damit ins Guinness-Buch der Rekorde zu kommen, sei aber gescheitert: "Die verlangen, dass man wirklich Bier einfüllen könnte. Aber da oben eine Schaumkrone drauf ist, ist der Krug ja nicht befüllbar." Wäre er es, würden 42.000 Liter hinein passen. Es riecht noch ein bisschen nach Lack in der alten Werkshalle. Am Vortag ist der Krug mit 15 Litern Industrielack besprüht und bemalt worden. Durch die Dachfenster fällt Sonnenlicht, das den drei mal sieben Meter großen Zylinder aus glasfaserverstärktem Polyesterharz leicht durchscheinend wirken lässt.

Die originalgetreue Farbe des Bieres überzeugte die Brauerei

"Material und Farbe sind transluzent", erklärt der 56-Jährige Ardelt, der in fleckigen Jens und Polohemd geschäftig in der Halle unterwegs ist. Der Krug wird von innen beleuchtet, ausgestattet mit einem Lichtsensor, der die Helligkeit dem Tageslicht anpasst. In die Schaumkrone, die noch neben dem Krug auf dem Boden liegt, sind mehrere Dutzend LED-Lampen eingearbeitet. "Die blinken nach und nach auf, um echten prickelnden Bierschaum zu imitieren."

Auftraggeber des Projekts

Sechs Wochen wurde an dem Krug gebaut, zuvor waren Konstruktion und Statik entwickelt worden. "Der Krug muss in 30 Metern Höhe auch starke Windböen aushalten", erklärt der Figurenbauer. Der Auftrag von der Paulaner-Brauerei kam erst kurz nach Pfingsten, wie er sagt. Vor deren Festzelt, dem "Winzerer Fähndl", dreht sich nach Angaben der Brauerei seit gut 30 Jahren ein riesiger Bierkrug auf einem Turm. 2010 wurde das Zelt komplett neu gebaut, in diesem Jahr auch Turm und Krug. "Der Alte war sehr schwer und reparaturanfällig", sagt eine Unternehmenssprecherin. Der neue sei mit zwei Tonnen nur halb so schwer, der Drehantrieb weniger wartungsintensiv. Und nicht zuletzt habe Ardelts Konzept dadurch überzeugt, "dass die Farbe des Bieres genau einer wirklich eingeschenkten Maß entsprochen hat".

Ardelt baute auch die Badenixe in der Hamburger Binnenalster

Er habe schon oft für das Oktoberfest gearbeitet, erzählt Ardelt. "Für das 'Kalbs-Kuchl' habe ich mal eine überdimensionale Pfanne mit Haxen und Würsten gemacht." In den vergangenen gut 20 Jahren hatte er mit seiner Figurenbau-Firma zahlreiche Aufträge im In- und Ausland. Der vielleicht Spektakulärste waren lebensechte Walmodelle in Originalgröße für das Stralsunder Ozeanum im Jahr 2008. Sein jüngstes Großprojekt war die riesige Badenixe in der Hamburger Binnenalster, die im August großes Aufsehen erregte. Ardelt hatte sie nach einem Entwurf des Künstlers Oliver Voss angefertigt.

Der Figurenbauer bleibt lieber im Hintergrund

Um öffentliche Aufmerksamkeit heischen möchte Ardelt mit seinen Projekten aber nicht, auch auf den Riesen-Bierkrug machte erst die Brauerei aufmerksam. Der Figurenbauer stürzt sich lieber voll in seine Arbeit: Für die Zeit nach dem Krug stehen schon wieder zahlreiche Aufträge für Dresdner Bühnen, Veranstaltungen und Ausstellungen in ganz Deutschland und in der Schweiz an.

Mit Liebe zum Detail

Nun wirft Ardelt einen kritischen Blick auf das Brauerei-Logo, das zwei Werbetechniker gerade anbringen. In der Hand hält er den Original-Maßkrug zum Vergleich. "Ist da noch eine Falte drin? Hält das auch auf dem frischen Lack?" Als alles zufriedenstellend aussieht, geht Ardelt zur nächsten Aufgabe über: Der mehr als zwei Meter lange Henkel muss angeschraubt werden. Bis der Krug am Freitag seinen endgültigen Platz auf dem Brauereiturm finden kann, ist noch einiges zu tun.

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