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So macht sich das Netz über RTL-Film "Helden" lustig

24.02.2014, 12:34 Uhr | mth/nho, t-online.de

fotoschow-großbild. Christiane Paul als Wissenschaftlerin Sophie neben Marc (Hannes Jaenicke). (Quelle: RTL/Wolfgang-Ennenbach)

Christiane Paul als Wissenschaftlerin Sophie neben Marc (Hannes Jaenicke). (Quelle: RTL/Wolfgang-Ennenbach)

Menschen, die in Anbetracht einer Katastrophe von unglaublichen Ausmaßen über sich hinauswachsen, wollte RTL mit dem sogenannten Eventmovie "Helden - Wenn dein Land dich braucht" zeigen. Was dabei herauskam war ein Fremdschäm-Abenteuer über das ganz Deutschland lacht und lästert.

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Bereits im Vorfeld war der Film von den Kritikern als feinster Trash mit hohen Produktionskosten entlarvt worden: Acht Millionen Euro hat der Film verschlungen. 3,83 Millionen Zuschauer schalteten den TV-Film, der gestern Abend zur Primetime auf RTL lief, ein. Und viele von ihnen machten sich im Anschluss via Facebook und Twitter über die drei Stunden lange TV-Katastrophe lustig.

Ein schwarzes Loch bedroht Deutschland

Doch vorab kurz zur Geschichte: Schwer ambitionierte Wissenschaftler (Heikko Deutschmann u.a.) überlasten den Teilchenbeschleuniger in Genf derart, dass dieser ein Schwarzes Loch entstehen lässt. Die Erd-Schwerkraft erhöht sich schlagartig, Satelliten und Flugzeuge stürzen ab. Schließlich kommt es zu Erdverwerfungen (ein neu entstandener "Mount Germany" trennt den Süden vom Norden Deutschlands), und die Katastrophe greift auf ganz Europa über.

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"Hanebüchenes Weltuntergangsszenario"

So weit, so absurd, so pathetisch. Doch neben der fehlenden Logik in der Geschichte, stimmte leider auch sonst nicht viel im Film, wie viele bissige Kommentare von enttäuschten Zuschauern belegen. So schrieb eine Twitter-Userin noch während des Films: "Gezeigt wurde ein hanebüchenes Weltuntergangsszenario mit absurder Handlung, blassen Figuren und billigen Spezialeffekten!" Ein weiterer findet: "Wer auch immer von der Filmförderung #Helden durchgewinkt hat, möge auf ewig verdammt und/oder entlassen werden." "RTL hat einen Film mit Heiner Lauterbach als Kanzler gedreht und glaubte trotzdem, als Untergangsszenario ein schwarzes Loch zu benötigen?" fragt ein weiterer kritischer Zuschauer.

"Schmalz und Katastrophen für die Doofen“

Chef-TV-Kritiker Oliver Kalkofe wurde angesichts der "gigantischen in die Satellitenschüssel gesprotzte Desaster-Movie-Diarrhöe" sogar zum Poeten und veröffentlichte bei Facebook ein Gedicht zum Film. "Mutlose Memmen“, die "gern wie Roland Emmerich“ wären, bezeichnet er darin die Macher, die "Schmalz und Katastrophen“ für "die Doofen“ produzieren. Hier ein kleiner Ausschnitt:

"Dann noch die German Schauspiel Power, 
von Lauterbach bis Alt-Neubauer, 
die dürfen schamlos übertreiben,
wenn sie nur bis zum Drehschluss bleiben!'
Doch merkte man beim Abschluss-Essen – 
wir ham das Drehbuch glatt vergessen! 
Egal, Scheiß drauf, versendet sich, 
auf so was achten Leute nich! 
Für 8 Millionen rührte man 
'nen Riesenkübel Scheisse an. 
Und schüttete mit besten Grüßen 
den Zuschauern zu ihren Füßen.“

Eine deutsche Einheit

Gestimmt hat die Quote trotzdem: 17,7 Prozent Marktanteil waren es in der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen (1,96 Millionen Zuschauer). Insgesamt holte die Produktion einen Marktanteil von 13,1 Prozent. Zudem hat RTL mit ihrem "Helden"-Pathos das geschafft, was sicher kein anderer Film erreicht hätte und somit doch irgedwie seinen Zweck erfüllt. Nämlich eine deutsche Einheit durch gemeinsames Lästern - am Tag der deutschen Einheit.

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