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Gardasee im Herbst: Rauschende Farben und Kastanien

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Italien  

Der Gardasee im Herbst: Rauschende Farben und Kastanien

08.11.2011, 10:58 Uhr | Saskia Engelhardt/srt, srt

Gardasee im Herbst: Rauschende Farben und Kastanien. Italien: Gardasee (Quelle: SRT /Gianni Zotta)

Italien: Gardasee (Quelle: Gianni Zotta/SRT )

Schnell fliegt die heiße Maroni von der linken Hand in die rechte. Ein bisschen pusten, pulen und schließlich verspeisen. Ein Schluck junger Wein kühlt die leicht verbrannte Zunge. Köstlich. Und das Beste: Es gibt Esskastanien bis zum Platzen. "Mangia!", ruft ein alter Mann mit runzeligem Gesicht und beigefarbener Mütze. Mit glühenden Wangen bietet er Nachschub an. Im Herbst erleben Naturfreunde den Gardasee in Ruhe und genießen die beste Sicht des Jahres - sehen Sie selbst in unserer Foto-Show.

"Oktober, November und Dezember sind die beste Zeit"

Im Spätherbst lassen sich am Gardasee wunderbare Tage genießen. "Für uns sind Oktober, November und Dezember die beste Zeit", sagt Mauro Girardi vom Outdoor Activity Center in Arco. "Nach den hektischen Sommermonaten trifft man an den Kletterwänden oder auf dem Berg überwiegend Einheimische." Sein Kollege Andrea Mutti ist der gleichen Meinung: "Jetzt bieten sich Touren an, die in der prallen Sonne liegen. Denn in der kühleren Luft schwitzt der Körper weniger und verliert nicht literweise Flüssigkeit." Allerdings seien viele Hütten in dieser Zeit nicht bewirtschaftet, Verpflegung müsse man daher selbst mitnehmen. Allerdings haben an den Wochenenden zum Beispiel das Rifugio Damiano Chiesa auf dem Monte Altissimo oder das Rifugio Prospero Marchetti auf dem Monte Stivo geöffnet und bieten hungrigen Wanderern Trentiner Spezialitäten an.

Wohlige Einsamkeit am tiefblauen See

Aber welchen Naturfreund würde ein geschlossenes Rifugio wirklich stören? Die positiven Konsequenzen überwiegen. Die Ruhe zum Beispiel, die manchmal in den Ohren pulsiert. Im November hüllt Einsamkeit den Bergsportler wohlig ein und lässt Alltagsstress und andere Querelen schnell vergessen. In der klaren, kühlen Luft erscheinen die Umrisse der umliegenden Berge scharf wie Scherenschnitte. Wie ein großer Fjord liegt unten tiefblau der Gardasee. Kein Vergleich zu den diesigen und oft wolkigen Sommertagen; mit ein bisschen Glück haben Wanderer im November die beste Sicht des Jahres.

Rauschende Farbsinfonien und schmackhafte Maroni

In jedem Fall bewundern Besucher in dieser Jahreszeit das prächtige Herbstgewand des Trentino. Ganze Berghänge kleiden sich in Ockergelb und satte Rottöne. Zusammen mit dem goldenen Licht der Novembersonne, die immerhin noch so viel Kraft hat, Sommersprossen zu wecken, ergibt sich eine rauschende Farbsinfonie, untermalt vom raschelnden Laub unter den Füßen. Das herbstliche Trentino bringt noch andere Genüsse: die Kastanien. "Bei uns heißen die Esskastanien Maroni", sagt Roberto Pincelli von der Azienda Agricola "Maso Be" in Arco. Er hat 250 Bäume und produziert rund 7000 Kilo Maroni pro Jahr. "Maroni sind größer als Kastanien, lassen sich leichter schälen und sind schmackhafter", erklärt der Fachmann. Im Oktober findet die Ernte statt und im November, selbst noch im Dezember schälen Hungrige die gerösteten Früchte, verspeisen sie in kleinen Trattorien mit Pasta oder im Salat. Berühmt sind die vielen mächtigen Kastanienbäume rund um Drena und Braila. "Wer Maroni für den Eigengebrauch kaufen möchte, fährt am besten in eines dieser Dörfer", sagt Nicòla vom Hotel Al Sole in Arco. "Dort kann man sie an jeder Ecke kaufen - direkt vom Besitzer."

Spezialitäten: Pilze und Olivenöl

Andere typische Herbstgerichte sind Pilzspeisen. Steinpilze, Pfifferlinge, Täublinge oder Schirmlinge werden im Risotto, gegrillt oder mit Nudeln serviert. Rund um Tremosine wachsen sogar Trüffel, ab Oktober reift der Weiße, im November der Schwarze. Selbstverständlich darf bei keinem italienischen Gericht das Olivenöl fehlen. Und selbst demjenigen, der mit Scheuklappen durch die Gegend reist, müssen die endlosen Olivenhaine mit ihren knorrigen alten Bäumen auffallen. Jetzt ist es Zeit, einen Olivenbauern aufzusuchen, um frisches Öl zu kaufen. "Der Geschmack des jungen Öls ist sehr intensiv, er liegt nicht jedem", sagt Ivo Bertamini, Olivenbauer aus Arco. Der fast scharfe Geschmack ist einzigartig. Und das Öl ist gesund: Es heißt, die Olivenbauern vom Gardasee hätten in Italien die höchste Lebenserwartung. Lebenserwartung hin oder her. Hoch ist im Trentino auf jeden Fall die Lebensqualität. Vor allem, wenn nördlich der Alpen die Wolken tief hängen. Dann genießt man die wärmenden Sonnenstrahlen, pult heiße Maroni und wandert allein durch die herbstliche Landschaft.

Weitere Informationen:

Anreise: Am besten über München - Innsbruck - Bozen nach Trient. In Trient-Zentrum die Autobahn verlassen und Richtung Riva del Garda durch das romantische Sarcatal fahren.

Verkehrsbüro: Ingarda Trentino, Largo Medaglie d'Oro al Valor Militare 5, I-38066 Riva del Garda (TN), Tel. 0039/0464/554444, Fax 520308, E-Mail: info@gardatrentino.it, Internet: www.gardatrentino.it.

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