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Italien: Die Region Latium ist Roms ruhiger Vorgarten

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Italienische Region Latium  

Hier macht sogar der Papst Urlaub

17.09.2008, 15:17 Uhr | dpa-tmn, t-online.de

Latium: Tolle Landschaft trifft Antike (Foto: imago)Latium: Tolle Landschaft trifft Antike (Foto: imago)

Römische Villen, prächtige mediterrane Natur mit sanften Hügeln und versteckten Seen, dazu die geheimnisvollen Spuren der Etrusker und das Meer. Latium vor den Toren der Ewigen Stadt ist das weniger bekannte Bindeglied zwischen der stolzen Toskana, dem süditalienischen Kampanien mit dem wuseligen Neapel und der berühmten Amalfi-Küste. Hier ist es so schön, dass sich sogar der Papst im Sommer hierhin zurückzieht.

Latium: einstiges Paradies für deutsche Künstler

Auf keinen Fall will die mittelitalienische Region ein Stiefkind sein, das sich recken muss, um auch mal aufzufallen. Das in der Vergangenheit so magische Ziel italiensüchtiger Maler und Dichter glänzt durch Vielfalt. Vor allem deutsche Künstler - allen voran Goethe - suchten in der Campagna Romana Motive, Beschaulichkeit und Anregung als Kontrast zur Fülle der Kirchen und Denkmäler in Rom. Es ist ein Reichtum nicht zuletzt auch kulinarischer Art: Das Land schüttet nicht nur im sprichwörtlichen Sinne dem Besucher ein Füllhorn aus.

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Vulkanseen und Weißwein

Es müssen nicht immer Petersdom und Trevi-Brunnen sein. Ein Beispiel dafür ist die eher gemächliche Zugfahrt nach Frascati und zu den Albaner Bergen mit der päpstlichen Sommerresidenz Castel Gandolfo und den still ruhenden Vulkanseen. Nur etwa 20 Kilometer südöstlich Roms öffnet sich der Panoramablick über die Campagna. Auf den Tischen vor den Bars steht jener süffig-leichte Weißwein, für den Frascati weltweit bekannt ist. Vor den kleinen Marktständen bilden sich Trauben, angezogen vom Duft einer anderen Spezialität dieser Region - leckere Scheiben "porchetta", Spanferkel. Da ist das quirlige Rom rasch vergessen, auch wenn die Kapitale ganz in der Ferne im flirrenden Sonnenlicht doch noch durchschimmert.

Dem Papst ganz nahe

Bereits Cicero und Lukullus liebten die anmutigen Castelli Romani mit den Orten Frascati, Grottaferrata und Marino sowie das schöne Arricia. Eine Kette erloschener Vulkane bilden das Gerüst für einen Naturpark, der mit dem Albaner See und dem kleineren, auch "Auge der Diana" genannten Nemi-Vulkansee magische Anziehungspunkte bietet und auch zum Baden einlädt. Wer sich in Frascati bei dem Spanferkel zurückgehalten hat, kann ganz in der Nähe der Sommerresidenz von Papst Benedikt XVI. hoch über dem Albaner See gemütlich zu Mittag speisen.

"Antike Weltausstellung" in Tivoli

Klassischer ist der Sprung nach Tivoli, mit dem man die Strecke in die Antike zurücklegt. Etwas außerhalb des Städtchens 30 Kilometer östlich von Rom liegt die Hadrians-Villa des gleichnamigen Kaisers. In dem riesigen Komplex ließ der weit gereiste Hadrian hier seine Erinnerungen an Syrien, Ägypten oder Griechenland in Stein hauen und zu einer Traumresidenz zwischen Pinien, Zypressen und Eichen ausbauen. Der Kaiser, Weltreisende und Philosoph (76 bis 138 nach Christus) mit Hang zum Geldausgeben, hatte sich eine Art frühe Weltausstellung mit Wasserbecken, Seetheater und allem drum herum gewünscht. Heute ist es Unesco-Weltkulturerbe.

Renaissance-Wasserspiele und Ursprüngliches

Das gilt auch für eine der Attraktionen in Tivoli selbst: Der Kardinal und Papst-Rivale Ippolito d'Este hat mit seiner Villa und deren prächtigen Garten seinem ehrgeizigen Machtstreben ein Denkmal gesetzt. Der 35.000 Quadratmeter große Renaissance-Garten der Villa d'Este ist ein erstaunliches Gesamtkunstwerk aus Wasserspielen dank raffinierter Hydraulik, vielfältiger Perspektiven und mythologischer Anspielungen. Ein 600 Meter langer Kanal lieferte bereits im 16. Jahrhundert pro Sekunde 600 Liter Wasser aus dem Fluss Aniene. Ein neuer heißer Tipp in Tivoli ist die Villa Gregoriana, die so ganz anders ist als die beiden Aushängeschilder. Ein Umweltverband hat das Gelände mit seinen Grotten, einem kleinen See, einem Wasserfall und rauen Tuffsteinwänden vor Jahren auf Vordermann gebracht - es bietet damit ein bizarr-romantisches und erholsames Kontrastprogramm an.

Antike Hafenstadt Ostia Antica

Entspannend ist es auch, ein paar Kilometer abseits des Strandrummels die antike Hafenstadt Ostia Antica an der Mündung des Tiber zu durchwandern. Weil über die Jahrhunderte in Vergessenheit geraten, gilt dieses weitläufige Kleinod der antiken Kultur als gut erhaltenes Zeugnis römischer Baukunst. Dreistöckige Wohnhäuser wurden nach der Wiederentdeckung Ostia Anticas aus dem Dunkel der Vergangenheit geholt, Latrinen mit Marmorsitzen und Wasserkanälen als Spülung darunter, aber auch antike Imbissstuben für die Eiligen. Vor allem aber ist dies wieder so ein idealer Ort, der zum Flanieren auf antiken Wegen einlädt. Verweilen kann man etwa in der Nähe des Kapitols oder dort, wo die einst stolze Hafenstadt Roms in die weite Landschaft übergeht. Das Amphitheater im Herzen von Ostia Antica ist so gut erhalten, dass es auch heute noch als Schauplatz für Konzerte im Freien dient.

Ertruskerstadt Cerveteri

Und wem dies alles noch nicht genug ist, weil er Appetit bekommen hat, der macht sich auf den Weg nach Cerveteri nordwestlich von Rom, um die berühmten Grabstätten des von den Römern verdrängten Volkes der Etrusker zu bestaunen. Man badet im Bolsena-See mit seinen Inseln und dem hübschen gleichnamigen Städtchen nahe der Grenze zu Toskana und Umbrien. Oder auch in dem näher an der Ewigen Stadt gelegenen Lago di Bracciano - doch Vorsicht, denn dies ist an den Wochenenden ein bevorzugter Tummelplatz der Römer. Aber Latium ist reich an Seen und an Sehenswürdigkeiten, man kann immer noch ausweichen.

Weitere Informationen:

Italienische Zentrale für Tourismus ENIT, Neue Mainzer Strasse 26, 60311 Frankfurt (Tel.: 069/23 74 34), www.enit-italia.de.

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