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ADAC testet italienische Badestellen

09.06.2011, 10:45 Uhr | ADAC, mro

ADAC testet italienische Badestellen. ADAC-Badestellen-Test: Gerade in flachen Gewässern können Keime vorkommen (Foto: ADAC)

ADAC-Badestellen-Test: Gerade in flachen Gewässern können Keime vorkommen (Foto: ADAC)

Fast überall sauber, doch mancherorts verkeimt: Urlauber können an Stränden der oberen Adria in Italien nahezu unbedenklich baden. Rund drei Viertel der insgesamt 62 Messstellen an 20 beliebten Ferienorten bekamen die Noten „sehr gut“ und „gut“. Das ist das Ergebnis des neuesten ADAC-Tests zur Wasserqualität. Zwölf Messstellen erreichten immerhin noch ein „ausreichend“. Lediglich vier Badestellen an einzelnen Strandabschnitten in Sottomarina, Cattolica, Marina di Ravenna und Bellaria Igea Marina fielen mit „bedenklich“ durch. Sehen Sie die Ergebnisse des ADAC-Tests auch in unserer Foto-Show.

Keine einheitliche Richtlinie für Grenzwerte

Die ADAC Experten waren für den Test während der Badesaison 2010 von Juni bis September an den italienischen Stränden unterwegs und haben regelmäßig Wasserproben im Flachwasser von hoch frequentierten Spiel- und Badebereichen vorgenommen. Geprüft wurde die Keimbelastung durch die Bakterien Escherichia coli und Intestinale Enterokokken. Im Mai 2011 wurden nochmals alle Messpunkte auf Veränderungen für den Badegast kontrolliert. Innerhalb Europas gibt es seit der neuen EU-Richtlinie vom 15. Februar 2006 keine Regelungen für wasserhygienische Grenzwerte mehr. Jeder EU-Mitgliedsstaat regelt Badeverbote nach eigenen Vorstellungen. "Wir fordern die EU auf, das Chaos bei den Grenzwerten innerhalb Europas zu beenden und die Vorgehensweise bei Überschreitungen einheitlich zu regeln", so ADAC Vizepräsident für Tourismus Max Stich.

Flache Badestellen können stark belastet sein

Dass gerade die für badende Kinder wichtigen Flachwasserzonen an Badestränden stark mit Keimen belastet sein können, zeigte der neuartige ADAC Test im letzten Jahr an der deutschen Nord- und Ostsee. Jede vierte Messstelle war damals stark belastet in genau den Bereichen, die von den regelmäßigen EU-Messungen nicht erfasst werden. Einige Gemeinden haben die Kritik des ADAC aufgenommen und reagiert. Pünktlich zur neuen Saison führen dort sowohl bauliche Veränderungen als auch Badeverbotszonen zu einem besseren Gesundheitsschutz der Urlauber.

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