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Sizilien: Urlaub auf der größten Mittelmeer-Insel

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Urlaub auf der größten Insel im Mittelmeer

23.04.2013, 07:55 Uhr | Katrin Schreiter, srt

Sizilien: Urlaub auf der größten Mittelmeer-Insel. Im Naturreservat Zingaro im Nordwesten Siziliens finden sich traumhafte Badebuchten. (Quelle: imago/Chromorange)

Im Naturreservat Zingaro im Nordwesten Siziliens finden sich traumhafte Badebuchten. (Quelle: Chromorange/imago)

Jetzt ist Sizilien am schönsten - im Frühling. Und am unkompliziertesten lässt sich die Insel mit einem Mietwagen bereisen. Auf eigene Faust. Das ist Genuss und manchmal auch Anspannung für alle Sinne: stille Tempel, dann wieder nervendes Verkehrschaos, einsame Strände, laute Musik, ein rauchender Ätna und fast überall Erinnerungen an eine große Vergangenheit - eine Zeitreise von den majestätischen Bauten der Griechen zu den Amphitheatern der Römer, von den Normannenbauten des Mittelalters zu barocken Prunkschlössern. Sehen Sie die größte Insel im Mittelmeer auch in unserer Foto-Show.

Alle wollten sie Sizilien

Griechen, Karthager, Römer, Ostgoten, Byzantiner, Araber, Normannen, Staufer, Franzosen, Spanier und Österreicher versuchten, die strategisch so günstig liegende Insel zu erobern. Sie kamen und herrschten, gingen und hinterließen ihre Spuren. Vor allem die antiken Tempel auf Sizilien sind beeindruckend: Sie gehören zu den am besten erhaltenen griechischen Bauwerken ihrer Zeit. Im Valle dei Templi bummeln Urlauber durch die imposanten Überreste von Akragas, einer der bedeutendsten griechischen Kolonien und Handelsstädte im Mittelmeerraum. Wenig später liegen sie im Schatten des Concordia-Tempels und schmökern in alten Sagen, während nicht weit der Verkehr hektisch durch Agrigent braust.

Mit der Vespa durch die engen Gassen

Zurück ins heute: Auf den kleinen Landstraßen im Inselinneren herrscht der sizilianische Alltag. Wer möchte, kann bei einem Bauern Obst kaufen, in einer Hafenkneipe einen Espresso trinken und abends eine einfache Pension in einem Dorf nehmen oder ein andermal ein nettes Hotel in einem der vielen Städtchen am Meer. Das schönste ist wohl Syrakus. In der Altstadt knattern Vespas durch die engen Gassen, schicke Damen flanieren durch die Einkaufsstraßen, Händler bieten lärmend ihren Fisch an. Hier und da flattert bunte Wäsche auf dem Balkon. Eine Horde Jungs spielt Fußball - die kleinen Sizilianer hätten sich wohl kaum einen schöneren Platz aussuchen können. Zwischen Domkirche, Rathaus und zwei Palastbauten kicken sie über das holprige Pflaster, während eine Touristengruppe ihren Blick staunend über die Kulisse schweifen lässt. Barocke Fassaden prägen das Bild des Domplatzes in Syrakus. Gewaltig und doch verspielt, hier und da ein wenig bröckelig, trotzdem charmant.

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Die Schatzkammer von Sizilien

Wer sich für Kultur interessiert, findet mit Syrakus die Schatzkammer von Sizilien. Keine andere Stadt auf der Mittelmeerinsel ist reicher bestückt mit Kunst- und Kulturgütern aus den unterschiedlichsten Epochen. Unter den griechischen Siedlern entwickelte sich Syrakus zu einer Art Superstadt, die bald eine Million Einwohner zählte - Athen beherbergte im achten Jahrhundert vor Christus gerade einmal 140.000 Menschen. Macht und Größe der einstigen Metropole erschließen sich im riesigen Parco Archeologico: Zwischen Oleanderbüschen, Pinien und Zypressen schauen immer wieder Mauern aus griechischer Zeit hervor. Ein paar Geckos sonnen sich auf den warmen Steinen, vom Meer weht eine frische Brise.

Blick aufs Meer oder auf den Ätna

Ähnlich wie Syrakus war Taormina immer bewohnt und immer wichtig. Heute gehört die Stadt zu den touristischen Hauptorten Siziliens. Engländer, Franzosen und Deutsche flanieren auf der Corso Umberto und über die Piazza IX. Aprile. Der belebte Platz wird gesäumt von der Kirche San Giuseppe, der Stadtbibliothek und dem Stadttor. Die eigentliche Attraktion der Piazza ist jedoch ihre Aussicht auf das Meer. Ganz Taormina scheint aufs Wasser zu gucken - fast jedes Hotel, und sei es noch so schlicht, bietet mindestens ein Zimmer mit "vista sul mare" - oder auf den Ätna.

Der Schicksalsberg der Sizilianer

Wir sitzen auf den Stufen des griechisch-römischen Theaters und hinter der Bühne erhebt sich in der Ferne der mächtige Vulkan - eine beeindruckende Szenerie. Der Schicksalsberg der Sizilianer scheint hier Kulisse und Schauspiel zugleich zu sein. Manchmal dampft er, manchmal spuckt er, manchmal schickt er Ascheregen über die Region. Auch in diesem Jahr hat sich Europas höchster Vulkan schon mächtig aktiv gezeigt und einige Male Lavafontänen in den Himmel geschickt. Doch erschrecken kann der Ätna damit niemanden mehr. Seine Eruptionen sind heute voraussehbar - und aus sicherer Distanz ein einzigartiges Schauspiel.

Arabisches Erbe auf Sizilien

Cefalù ist die Lieblingsstadt vieler Urlauber: Auf der einen Seite das Meer, auf der anderen steile Felshänge und dazwischen jede Menge Charme. Die Stadt hatte zu Beginn der Normannenzeit eine kurze Blüte als wichtiger Hafen und fiel dann bis ins 20. Jahrhundert in einen Dornröschenschlaf - so blieb das mittelalterliche Zentrum fast unverändert erhalten. Weithin sichtbar überragt der Dom die Stadt. Sogar einige Gebäude aus der arabischen Zeit kann man hier noch finden, etwa das Lavatoio Arabo - ein Waschhaus, das von einer Quelle gespeist wird. Das arabische Erbe ist nicht nur im Stadtbild präsent, sondern brodelt auch in Siziliens Kochtöpfen. Zu den populärsten Gerichten gehören zum Beispiel Sarde a beccafico - mit Pinienkernen und Rosinen gefüllte Sardinen oder Couscous mit Schwertfisch.

Ein Glas Wein nach der hektischen Parkplatz-Suche

Die größte Auswahl an Restaurants finden wir natürlich in Palermo. Die Hauptstadt der Provinz, nur wenige Kilometer von Cefalù entfernt, bietet das komplette Kontrastprogramm. Hier dauert die Rushhour von morgens halb acht bis abends um neun. Dann drängen sich auf zwei Spuren drei Autos gleichzeitig nebeneinander, dazwischen Vespas, die links oder rechts überholen, und jede Menge Lastwagen, die sich bei Bedarf einfach den Weg freihupen. Dazu noch Fußgänger, die mit festem Schritt über die Straße eilen. Wer zögert, bleibt auf der Strecke. Hier regelt der Blickkontakt den Verkehr. Hektik pur! Doch irgendwann hat jeder eine Parklücke für sein Mietauto erkämpft, sich durch die Gassen geschoben und beobachtet das Treiben gemütlich bei einem Glas Wein.

Bunte Märkte, düstere Mafiageschichten

Palermo hat mindestens zwei Gesichter: Verkehrschaos, zerfallene Bauwerke - dann aber wieder prunkvolle Paläste und geschichtsträchtige Bauten. Bunt sind die Märkte, düster die Mafiageschichten. Ein wenig Ruhe finden wir am Abend auf der Piazza Mariana mit ihren riesigen Gummibäumen. Ein junges Pärchen sucht sich eine Bank. An der Ecke sitzt eine schwarz gekleidete alte Frau auf der Treppe ihres Hauses, auf dem Schoß eine schlafende Katze, die nur kurz blinzelt, als die Kirche ihr Glockengeläut anstimmt. So mag es hier schon vor Hunderten von Jahren zugegangen sein. Szenen wie diese erzählen mehr über die Insel als das gesamte historische Erbe. Sizilien, so spürt vermutlich jeder plötzlich, ließ all die vielen Eroberer gewähren und blieb am Schluss dann doch unbesiegt.

Weitere Informationen:

Anreise: Flüge nach Palermo und Catania von zahlreichen deutschen Flughäfen
Reisezeit: April und Mai sowie Oktober und November sind die beste Zeit, um auf Sizilien Urlaub zu machen. Im Frühjahr blüht das sattgrüne Land, tagsüber ist es warm, aber noch nicht heiß - ideal für Wanderungen und Besichtigungen. Im Herbst ist die Sommerhitze wieder abgeklungen, das Meer hat ideale Badetemperatur.
Unterkunft: Von Agriturismo, also Urlaub auf dem Bauernhof, über einfache Pensionen bis zu Sterne-Hotels ist für jeden Anspruch etwas dabei, Frühstück meist inklusive.
Allgemein: Italienische Zentrale für Tourismus ENIT, Barckhausstr. 10, 60325 Frankfurt, Tel. 069/237434, www.enit-italia.de

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(Erstmals veröffentlicht am 22.04.2013)

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