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Riesenrad auf Müllinsel San Biagio  

Investor plant venezianischen Freizeitpark

31.10.2013, 16:33 Uhr | Spiegel Online

Investor plant venezianischen Freizeitpark. Auf einer Insel im Giudecca-Kanal soll ein Themenpark entstehen. (Quelle: Zamperla/ap)

Auf einer Insel im Giudecca-Kanal soll ein Themenpark entstehen. (Quelle: Zamperla/ap)

Venedigs Bürger empfinden ihre Stadt längst als Vergnügungspark. Nun will ein italienischer Investor auf einer Insel im Giudecca-Kanal einen echten Themenpark bauen. Wo einst Müll verbrannt wurde, sollen künftig ein Naturpfad und ein Riesenrad Touristen anlocken. Schauen Sie sich die Insel auch in unserer Foto-Show an.

Hunderte Steinbrücken, wunderschöne Palazzi, Kanäle statt Straßen: Venedig mangelt es nicht an Attraktionen. Doch künftig könnte es in der norditalienischen Stadt einen weiteren Anziehungspunkt für Touristen geben. Die am Giudecca-Kanal gelegene Insel San Biagio soll sich in einen Themenpark verwandeln. Entsprechende Pläne präsentierte am Donnerstag das Unternehmen Zamperla, das weltweit an mehreren Freizeitparks beteiligt ist, unter anderem am Eurodisney in Paris, dem Tivoli in Kopenhagen und Coney Island in New York.

Nicht nur für kommerzielles Vergnügen

Das neue Projekt in der Lagune von Venedig soll jedoch nicht nur auf das kommerzielle Vergnügen ausgerichtet sein. Zamperla verspricht ein Zentrum für venezianische Geschichte, Kultur und Natur, das Interessierten die Traditionen der Lagune sowie ihr Ökosystem näher bringen soll. Geplant ist ein Naturpfad, auf dem Besucher mehr über Venedigs Salzmarschen, die sogenannten Barenen, lernen. Außerdem soll es multimediale Angebote wie Touchscreens geben, die Touristen Informationen über die Pflanzen- und Tierwelt in der Lagune informiert. Didaktisch aufbereitet werden sollen auch der Karneval und historische Ereignisse wie die Seeschlacht von Lepanto.

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"Um ein Kulturprojekt auf die Beine zu stellen, braucht es aber auch ein gewisses Unterhaltungsangebot", sagte Firmenchef Alberto Zamperla. Aus diesem Grund ist auch ein Riesenrad in Planung, von dem aus man sich einen hübschen Blick über die Stadt verschaffen könnte.

Ob es dazu kommt, hängt vom Segen des Kommunalrats ab. Noch hat dieser San Biagio nicht freigegeben. Laut der italienischen Tageszeitung "La Stampa" verfügt Zamperla aber bereits über eine vier Jahre gültige Konzession, die dem Unternehmen erlaubt, den Zustand der derzeit brach liegenden Insel zu begutachten. Hier stand früher eine Müllverbrennungsanlage, die vor mehr als 30 Jahren geschlossen wurde. Welchen Schaden die Abfallentsorgung dem Gelände zugefügt hat, ist noch unklar.

"Venedig ist kein Spielplatz"

80 Millionen Euro Investitionen sind für den Bau des Parks veranschlagt - die Säuberung des Areals inklusive. In einer Mitteilung weist Zamperla darauf hin, dass das Projekt der Stadt eine Menge Kosten ersparen würden. Er verspricht "mindestens 500 Arbeitsplätze". Stadtrat Roberto Vianello sprach sich laut der Nachrichtenagentur AFP bereits für die Sanierung des Geländes aus, auf dem sich "Schwermetalle und Dioxin angesammelt haben" - und das nur zwölf Bootsminuten vom Markusplatz entfernt.

Dass San Biagio von seiner Müllvergangenheit befreit werden muss, sieht auch Bürgermeister Giorgio Orsoni ein. Doch die Landgewinnung müsse mit Respekt vor der Stadt geschehen, sagte er dem "Corriere del Veneto". "Venedig ist kein Spielplatz."

Der geplante Freizeitpark auf der 40.000 Quadratmeter großen Insel stößt auch bei Venedigs Bürgernauf Widerstand. "Wir sind komplett dagegen", sagte Matteo Secchi von Venessia.com. Venedig sei bereits zum Freizeitpark verkommen, die Stadt brauche keine weiteren Attraktionen, davon habe sie mehr als genug. "Es gibt andere Prioritäten", sagte er in Bezug auf die vielen Venezianer, die bereits vor dem Besucherandrang fliehen und die Stadt verlassen. Auch ohne den neuen Themenpark ächzt die Lagunenstadt unter den Touristenmassen. 2011 kamen rund 30 Millionen Besucher.

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