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Neuer Skywalk in Toronto: "Edge Walk" auf dem CN Tower

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Neuer Skywalk in Toronto: "Edge Walk" auf dem CN Tower

11.05.2011, 09:23 Uhr | t-online.de, dpa

Neuer Skywalk in Toronto: "Edge Walk" auf dem CN Tower. Der "Edge Walk" in Toronto ist nichts für schwache Nerven. (Foto: Reuters)

Der "Edge Walk" in Toronto ist nichts für schwache Nerven. (Foto: Reuters)

Freihändig über einem hunderte Meter tiefen Abgrund? Was bei vielen Schweißausbrüche auslöst, ist für Adrenalin-Junkies genau das Richtige. Der "Edge Walk" in Toronto zieht ab Montag (1. August) Abenteuerlustige in die kanadische Metropole. Immer mehr Städte bieten die riskante Tour in luftiger Höhe an. In unserer Foto-Show können Sie einen Blick wagen, ohne, dass Ihnen schwindelig wird.


Freihändig auf dem Fernsehturm

Wem es 356 Meter über dem Boden nicht den Angstschweiß ins Gesicht treibt, dem bietet Toronto einen besonderen Thrill. In Kanadas Metropole ist jetzt der "Edge Walk" auf dem Fernsehturm CN Tower fertig. In schwindelerregender Höhe können Wagemutige einmal um den Turm wandern - draußen, freihändig und nur auf einem 1,50 Meter breiten Sims. Wer die nötigen Nerven hat, kann sich dann, angeseilt an Spezialdrähten, auf den schmalen Grat im 116. Stockwerk ins Freie begeben. Nach einem kurzen Training geht es eine knappe halbe Stunde nach draußen. Mit dem Sicherungsdraht über dem Kopf und freien Händen ist es ein besonderes Erlebnis, sich direkt an der Kante über die Dächer Torontos zu lehnen. Der 35 Jahre alte CN Tower gehört mit gut 553 Metern Gesamthöhe zu den bekanntesten Wahrzeichen Kanadas. Jährlich besuchen ihn 1,5 Millionen Menschen.

Melbourne: Himmelfahrtskommando in den 88. Stock

Es scheint, als hängt man unvermittelt in der Luft - 300 furchteinflößende Meter über der Erde. "The Edge" heißt Australiens verrückteste Attraktion ganz oben im Wolkenkratzer Eureka Tower in Melbourne. Zunächst saust man mit dem schnellsten Aufzug der Südhalbkugel ins vollvergoldete 88. Stockwerk und steht dann auf der quasi höchsten Aussichtsterrasse der südlichen Hemisphäre fast 300 Meter über dem Erdboden. Doch der eigentliche Nervenkitzel kommt erst noch: Es ist "Die Kante", ein gläserner Würfel in der 88. Etage, der drei Meter weit aus der Fassade heraus gefahren werden kann. Erst wenn das ganz geschehen ist, wird das zunächst milchige Glas plötzlich glasklar und verschafft dem Besucher einen unvergesslichen Tiefblick. Begleitet wird er allerdings vom Gefühl, dass gerade der Boden unter den Füßen verschwindet, weil der Kubus ja rundum aus Glas ist. Abgerundet wird das beklemmende Vergnügen passenderweise vom Sound brechenden Glases und berstender Wände. "The Edge" kostet zwölf australische Dollar (zirka sechs Euro) Extraeintritt zu den 16,50 Dollar (zirka 8,30 Euro), die man bereits für den Lift ins Skydeck des Eureka Tower bezahlen muss. Fotografieren darf man nur auf der Aussichtsterrasse. Wer beweisen will, dass er wirklich den höchsten Glaskubus der Welt überlebt hat, der kann sich bei dieser Mutprobe fotografieren lassen, zahlt hierfür allerdings noch einmal extra.

Spaziergang in mehr als 190 Metern Höhe

Ein 1,20 Meter breiter Steg verhindert den Absturz in 192 Meter Tiefe: Die Attraktion im neuseeländischen Auckland ist nichts für schwache Nerven. Für umgerechnet etwa 60 Euro kann jeder einen Spaziergang machen - in Höhe der Kuppel des "Sky Towers", der mit seinen 328 Metern das höchste Gebäude der südlichen Hemisphäre ist. Geländer: Fehlanzeige. Mit einem Gurt gesichert, wird dabei der "Sky Tower" im Freien auf einem Stahlträger ohne Geländer umrundet. "Skywalk 360" nennen die Betreiber das luftige Vergnügen. Wer sich nicht an die Umrundung in luftiger Höhe gewöhnen kann, sollte als Alternative die Aussicht von einer der drei Plattformen oder durch die Panoramafenster des Restaurants im 54. Stock genießen. Weitere Attraktion am Turm ist unter anderem der "Skyjump", bei dem Touristen vom Turm springen und an einem Drahtseil fast im freien Fall zu Boden gelassen werden.

Weitere Städte locken mit Skywalks

Auch auf dem "Macau Tower" in der chinesischen Sonderverwaltungszone Macau und auf dem "Sydney Tower" in der gleichnamigen australischen Stadt kann man einen Skywalk in schwindelerregender Höhe unternehmen. Zwar liegen die Skywalk-Plattformen der Konkurrenzangebote im Vergleich zu Auckland etwas niedriger (233 bzw. 260 Meter), doch nirgends ist der Pfad so schmal wie in Neuseeland. Die Betreiber des "Skywalk 360" sprechen sogar davon, dass der Spaziergang mindestens genauso nervenaufreibend ist wie der gesicherte Sprung von dem Turm. Schließlich ist man wesentlich länger auf wackligen Beinen unterwegs und steht viel länger am Abgrund. Der einzige Trost: Man muss nicht springen. Auf Sicherheit wird dabei großen Wert gelegt: Neben den ausgeklügelten Sicherungssystemen werden keine Ausflüge bei starkem Wind angeboten. Die speziellen Ganzkörperanzüge verhindern zudem, dass Besucher Gegenstände wie Handys oder Münzen verlieren - und damit Passanten gefährden. Und selbst wenn einem Besucher vor Schreck das Blut in den Adern gefriert, gibt es eine Lösung: hinsetzen und schon wird man an seinem Gurt wieder eingeholt.

Chicagos Blick in den Abgrund

Der Blick geht zu Boden, doch wo der Boden eigentlich sein sollte, wandert der Blick weitere 412 Meter in die Tiefe. Die Attraktionen am Sears Tower in Chicago sind nichts für schwache Nerven. Auf der Aussichtsplattform "Skydeck" im 103. Stock gibt es auch noch "The Ledge" (zu deutsch: der Fenstersims), drei komplett verglaste Boxen, die aus dem eigentlichen Turm 1,20 Meter herausragen. Mit den Glasbalkonen hoffen die Betreiber des Sears Tower, noch mehr Besucher anzulocken. Angst um ihre Sicherheit müssen Besucher laut Betreiber nicht haben. Die Glashülle besteht aus drei je 2,5 Zentimeter dicken Glasplatten, die zudem in zwei Schichten Spezialplastik eingefasst sind. Jede der Konstruktionen soll bis zu fünf Tonnen Gewicht tragen können. Das Gute für Besucher: Die Boxen sind Teil der Aussichtsplattform, der Zutritt ist im Preis von 15 Dollar (rund 11 Euro) inbegriffen. Unsere Foto-Show zeigt Ihnen Chicagos Sears Tower.

Weitere Informationen:

CN Tower Toronto: www.edgewalkcntower.ca

Eureka Tower Melbourne: www.eurekaskydeck.com.au

Sears Tower Chicago: www.theskydeck.com, www.searstower.com

Sky Tower Auckland: www.skycityauckland.co.nz

Macau Tower: www.macautower.com.mo/en

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