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Karibikinsel Grenada: Ein Klecks zum Verlieben

11.12.2012, 09:01 Uhr | Brigitte von Imhof, srt

Karibikinsel Grenada: Ein Klecks zum Verlieben. Grenada besitzt viele Traumstrände. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Grenada besitzt viele Traumstrände. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Viele Insider halten die kleine Gewürzinsel Grenada in der Karibik mit ihrer üppigen Vegetation, den Wasserfällen und Traumstränden für die schönste Insel der Antillen. Warum, das erfahren Sie auch in unserer Foto-Show.

Besonderes Karibik-Eiland

Unter Karibik-Kennern ist Grenada längst ein heiß gehandelter Geheimtipp. Das 344 Quadratkilometer kleine Eiland am südlichen Ende der kleinen Antillen ist naturbelassener, üppiger, fruchtbarer, tropischer, gebirgiger - ach, einfach um Klassen schöner als das von amerikanischen Touristen geprägte Karibik-Einerlei. Dabei geriet dieser Ausbund an Idyll mit weniger idyllischen Ereignissen in die Weltschlagzeilen: Das erste Mal Anfang der 1980er Jahre, als US-Präsident Ronald Reagan eine respektable Streitmacht nach Grenada entsandte, weil ihm der zarte Flirt von Premierminister Maurice Bishop mit den kommunistischen Kubanern missfiel. Natürlich konnte die Handvoll Inselsoldaten gegen das Aufgebot des amerikanischen Militärs nichts ausrichten, und der Spuk war so schnell wieder vorüber, wie er gekommen war.

Die "Gewürzinsel" macht ihrem Namen alle Ehre

Das nächste Mal schlug Mutter Natur zu: Im Jahr 2004 walzte Hurrikan Ivan über die Insel, zerstörte 85 Prozent der Gebäude und einen großen Teil von Grenadas größtem Schatz, den Gewürzpflanzen. Bis dahin produzierte die Insel ein Drittel des Weltbedarfs an Muskatnüssen. Es wird noch Jahre dauern, bis die Neupflanzungen wieder Nüsse tragen. Doch allmählich wächst wieder fast alles, was Grenada den Beinamen "Gewürzinsel" verpasst hat. Neben der Muskatnuss sind das Zimt, Anis, Ingwer, Nelken, Kakao und Vanille, die sich zu einem betörenden Aroma vermischen. Daneben gedeihen fruchtige Köstlichkeiten wie Mangos, Papayas, Bananen, Ananas und andere Früchte, für die es bei uns keinen Namen gibt.

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Die hübscheste Karibik-Hauptstadt

Diese duftende und farbenfrohe Pracht lässt sich auf dem Markt der Inselhauptstadt St. George's bewundern. Marktfrauen strecken den Touristen Gewürzketten, Vanilleextrakte, Zimtstangen und Kokosnüsse entgegen. St. George's führt zu Recht die Hitliste der hübschesten Karibik-Hauptstädte an. Pastellfarbene Holzhäuser schmiegen sich in die Hafenbucht und kleben teilweise auf verwegenen Pfahlgestellen an den steilen, grünumwucherten Hügeln. Nicht weit von St. George's entfernt bekommt man im altersschwachen "Dougaldston Spice Estate" zu sehen, wie die Muskatnuss verarbeitet wird - wobei sie nicht nur als Nuss taugt, sondern auch als Marmelade erhältlich ist und als Zugabe zum Mazis-Gewürz, das sogar bayerische Weißwürste veredelt.

Das Caribbean Rum & Beer Festival

Von nostalgischem Charme sind auch Grenadas Rumdestillerien. In der ältesten aus dem 18. Jahrhundert nistet noch der Geist der Kolonialherren und Sklaventreiber. Die weißen und braunen Rumsorten sind hochprozentige Rachenputzer, die nach einer Kostprobe noch Stunden später im kleinen Zeh brennen. Jedes Jahr im November wird der Rum in kongenialem Doppel mit Bier beim Caribbean Rum & Beer Festival zelebriert, zu dem Besucher aus aller Welt ins Grenada Cultural Centre in Grand Anse kommen und sich fröhlich von einer Rum- zur nächsten Bierprobe hangeln.

Wasserfälle im Regenwald

"High" wird man auch im Grand Etang, einem riesigen Regenwald-Naturschutzgebiet rund um den 700 Meter hohen gleichnamigen Kratersee. Die würzige, feuchtwarme Luft durchströmt angenehm den Körper. Und der Lärm des Dschungelorchesters mit kreischenden Affen und schnarrenden Baumfröschen als Solisten dröhnt in den Ohren. Auf diese Weise angetörnt arbeitet man sich auf verschlungenen Pfaden durch das sattgrüne Dickicht vorbei an donnernden Wasserfällen, die in Kaskaden nach unten schießen. Zu den spektakulärsten Fällen der Insel zählen die Annendale, die Concord und die Seven Sisters Waterfalls. Wie's der Zufall will, steht am Fuße eines Wasserfalls ein lächelnder Charmebolzen mit seiner Gitarre und bringt die Besucher mit dem einschmeichelnden "Oh Island in the Sun" zum Schmelzen. Gelegentlich gibt der Urwald den Blick auf einen der 45 Strände oder ein Stück Küste frei.

Der Grande Anse Beach, das Schmuckstück Grenadas

Schmuckstück unter den Stränden ist der drei Kilometer lange Grande Anse Beach, an dem sich auch die besten Urlaubshotels Grenadas befinden. Wie eine Sichel rahmt der Strand die gleichnamige Bucht ein, fast weiß, sanft umspült vom türkisfarbenen Meer, gesäumt von Königspalmen und Feigenbäumen. Hier kann man stundenlang spazieren gehen, ohne von hartnäckigen Einheimischen zu einer Katamaran- oder Jetski-Tour überredet zu werden, Muschelketten oder Strohhüte angedreht zu bekommen. Die Voraussetzungen zum Segeln und Surfen sind bestens, und nur wenige Bootsminuten vor der Grand Anse Bay warten die schönsten Tauchplätze auf Unterwasser-Fans - garniert mit Korallenriffen, Schiffswracks und sogar einem Unterwasser-Vulkan. Sportlich ambitionierte Urlauber sind also bestens aufgehoben.

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Sportliche Einwohner

Und überhaupt: Seit den Olympischen Spielen in London 2012 strotzt Grenada vor sportlichem Selbstbewusstsein. Ihr Kirani James gewann über die 400-Meter-Distanz Gold. Legt man das Verhältnis Medaillen pro Einwohner zugrunde, hat sich Grenada mit seinen gerade 110.000 Einwohnern noch vor den sportlichen Großmächten USA, China, Großbritannien und Russland an der Spitze des Medaillenspiegels platziert...

Weitere Informationen:

Allgemeine Informationen: Grenada Board of Tourism, www.grenadagrenadines.com und www.grenadakaribik.com;
Übernachten: Sieben Nächte im Viersternehotel "Coyaba Beach Resort", Grand Anse Bay, ab 1845 Euro, mit Flug und All-inclusive-Verpflegung, bei TUI, www.tui.de, und im Reisebüro.

Erstmals veröffentlicht am 19.11.2012

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