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Schiffsreisen: So finden Kreuzfahrt-Neulinge "ihr" Schiff

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Schiffsfahrten  

So finden Kreuzfahrtneulinge "ihr" Schiff

25.02.2010, 14:07 Uhr | dpa-tmn

Sollen Abendkleid und dunkler Anzug mit in den Koffer? Oder reichen doch die neuen Jeans? Muss ich an Bord Englisch sprechen? Und was organisieren die da eigentlich an Landausflügen? Es sind Fragen über Fragen, die sich viele Kreuzfahrtneulinge vor ihrer ersten Tour auf hoher See stellen. Kurz vor der Abreise ist es in der Regel dafür jedoch zu spät - wer unsicher ist, informiert sich besser ausführlich vor der Buchung. Denn im boomenden Kreuzfahrtenmarkt sind die Unterschiede zwischen den Anbietern und ihren Bord-Konzepten oft groß. Das für den Einzelnen am besten passende Schiff zu finden, ist daher nicht immer einfach.

Für jeden Kreuzfahrttyp ist etwas dabei

Die Kreuzfahrt an sich ist genauso wenig zu definieren wie ein Mallorca-Urlaub", meint John Will von Transocean Tours in Bremen. Auf der liebsten Ferieninsel der Deutschen fühlen sich Partykönige ebenso wohl wie Wanderer, Naturfans und Cluburlauber. Ähnlich sei es mit der Kreuzfahrt: Für jeden sei etwas dabei. "Das Angebot ist riesig", sagt auch Claudia Widmann vom Seereisenportal Mareselect in Hattersheim (Hessen). "Viele sind da auf Hilfestellung angewiesen. Trotzdem erlebe ich es an Bord immer wieder, dass Leute völlig fehl am Platze sind, zum Beispiel auf US-Schiffen, wenn sie kein Englisch sprechen."

Entscheidende Kriterien bei der Schiffswahl

Die Bordsprache ist in der Tat für etwa drei Viertel der Gäste ein entscheidendes Kriterium bei der Schiffswahl. Das hat das in Hamburg erscheinende Reisemagazin "Urlaub perfekt" (Ausgabe 05/2007) in einer Umfrage unter knapp 1000 Reisebüros ermittelt. Den Urlaubern wichtig sind außerdem das Essen, die Schiffsgröße und das Ausflugsprogramm (jeweils 45 bis 50 Prozent der Nennungen). Dass die Passagiere auch auf Wellnessbereiche, Animation und das Sportprogramm an Bord Wert legen, beobachten dagegen nur knapp 5 bis 7 Prozent der Reisebüros.

Lieber große oder kleine Meereskreuzer wählen?

Das Sterne-Zählen allein hilft dem ratlosen Gast allerdings nicht unbedingt weiter - außer, dass es auch etwas über das zu erwartende Preisniveau aussagt. Entscheidend ist aus Sicht von John Will eine andere Frage: "Was will ich eigentlich erleben? Ist das Schiff selbst das Ziel? Oder will ich per Schiff von einem Ort zum anderen?" Für Letzteres stehe die "traditionelle deutsche Kreuzfahrt" mit Anbietern wie Hapag-Lloyd, Deilmann, Transocean und Phoenix Reisen. Das Schiff mehr in den Mittelpunkt rücken dagegen zum Beispiel Aida Cruises - mit vier Clubschiffen der Marktführer in Deutschland - sowie US-amerikanische Reedereien wie NCL und Royal Caribbean. Sie alle lassen ihre Flotten häufig jede Woche die gleiche Route fahren. "Wenn jemand 25 Jahre alt ist und eine Spaß-Kreuzfahrt machen will, dann würde ich ihm ein solches Schiff empfehlen", sagt Claudia Widmann. Auf den riesigen Schiffen von Royal Caribbean zum Beispiel gibt es neben 13 Meter hohen Kletterwänden sogar eine Eislaufbahn. Mit ihren bis zu 4000 Gästen an Bord sind sie aber auch Rummelplätze und eine Herausforderung an den Orientierungssinn. Nicht mehr ganz so junge Singles, die eine familiäre Atmosphäre und Gesprächspartner suchen, seien deshalb mit einem kleineren Schiff oft besser beraten.

Expertenurteile erleichtern die Wahl

Was es zu erleben gibt, schildern die Reedereien in den Katalogen und auf ihren Webseiten natürlich in den allerschönsten Farben. Im Expertenurteil sieht das oft etwas differenzierter aus. Als Instanz ersten Ranges gilt dabei der Brite Douglas Ward, der seit Jahren für den "Berlitz-Guide" Schiffe bewertet und nun schon acht Mal in Folge die "Europa" von Hapag-Lloyd Kreuzfahrten mit 5,5 Sternen allein an die Spitze gesetzt hat. In seinem Buch beschreibt Ward die Schiffe, ihre Ausstattung und ihre Mankos ausführlich in englischer Sprache. Wer sich etwas knapper, dafür aber lieber auf Deutsch informieren möchte und zudem schöne Bilder betrachten will, hat seit 2006 mit dem "Kreuzfahrt Guide" aus dem Bellevue-Verlag in Hamburg eine Alternative. Hier dienen Anker als Bewertungssymbole.

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