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Strenge Regeln sind einzuhalten

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Antarktis-Kreuzfahrten  

Strenge Regeln sind einzuhalten

01.10.2008, 16:01 Uhr | dpa-tmn

Auch für Mannschaften und Schiffe hat die IAATO einen Verhaltens- und Qualitätskodex erlassen. So muss die Crew zu 75 Prozent bereits Antarktis-Erfahrung haben, gefahren wird mit Diesel-Gasöl und nicht mit Schweröl. Das Brauchwasser muss wieder aufbereitet und der Müll zurückgenommen werden. "Diese Kriterien sind absolute Mindeststandards, die man für diese Gegend ansetzen muss", betont Caroline Schacht von der Naturschutzorganisation WWF in Hamburg. "Leider gibt es immer noch viel zu viele Reedereien, die diese Verträge nicht unterschrieben haben", erklärt die Meeresbiologin.

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Sicherheit bei eisverstärkten Schiffen

Immer mehr Schiffe haben auch keine Eisklasse (Erklärung Eisklassen), was ebenfalls auf Kosten des Naturerlebnisses geht - sofern die Reedereien unvorsichtig sind. "Sobald Eis in die Nähe kommt, sind die nicht eisverstärkten Schiffe sehr schnell weg", sagt Benjamin Krumpen von Phoenix Reisen. Weiter vor wage sich nur, wer besser gerüstet ist. Phoenix ist mit der "Alexander von Humboldt" - Eisklasse 1C - pro Saison zweimal in der Antarktis. Zurnieden bestätigt diese Einschätzung: "Ein Schiff, das in diesem Gebiet auf Expedition fährt, muss im Prinzip ein Eisbrecher sein." Ein solcher Eisbrecher ist etwa die "Kapitan Khlebnikov", 1981 in Finnland gebaut. Auch die einstigen Forschungsschiffe "Akademik Shokalskiy" und "MS Ushuaia" sind gut eisverstärkt. Aber es gibt auch eisverstärkte Expeditionsschiffe, die von vorneherein nur für Kreuzfahrten gebaut wurden: Die "MS Bremen" und die "MS Hanseatic" von Hapag-Lloyd Kreuzfahrten haben die hohe Eisklasse 1ASuper, die "MS Fram" der norwegischen Postschifflinie Hurtigruten Eisklasse 1B.

Das Kreuzfahrt-Abenteuer Antarktis kann gefährlich werden 

 Dass eine Fahrt ins Eis gefährlich ist, zeigte im vergangenen Winter der Untergang der "Explorer". Das kanadische Kreuzfahrtschiff mit hoher Eisklasse sank 15 Stunden nach der Kollision mit einem Eisberg etwa 1000 Kilometer südlich von Kap Hoorn. Zwar kam niemand ums Leben, weil ein anderes Kreuzfahrtschiff rechtzeitig zu Hilfe kam, aber grundsätzlich sind Havarien in der Antarktis extrem gefährlich: Die Luft hat Minusgrade, das Wasser nur ein Grad - man kühlt im Rettungsboot schnell aus. Und die Retter von Land sind fern.

Gedrängel im Eis

 Erste Reedereien reagieren auf das Gedrängel im Eis bereits mit Rückzug: Die "Vistamar" von Plantours & Partner in Bremen wird diese Saison im Indischen Ozean fahren statt zwischen Eisbergen. Und Hurtigruten schickt zur Saison 2008/09 nur noch die "MS Fram" und nicht mehr wie bisher auch die "MS Nordnorge" zu den Pinguinen. Geschäftsführer Bernd Stolzenberg in Hamburg begründete diesen Schritt mit dem "immer schwieriger werdenden Markt Antarktis."

Eisige Natur bei Temperaturen bis fast Minus 90 Grad

  Was zieht Menschen überhaupt in die Eiswüste? Immerhin ist die Antarktis der kälteste und windigste Kontinent: Minus 89,6 Grad und Winde mit über 300 Stundenkilometern wurden hier gemessen. Nur im antarktischen Sommer von Ende November bis März hat es 0 bis minus 5 Grad. Dann schlüpfen auch die Pinguine, und die Robben werfen ihre Jungen. Februar und März sind die besten Monate zur Walbeobachtung. Es ist also wohl das Erlebnis der puren Natur, das anzieht. "Eine Reise in die Antarktis ist der schönste Eindruck, den man haben kann", meint Zurnieden - das hat sich anscheinend herumgesprochen.

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