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Kreuzfahrtschiffe: Hinter den Kulissen der "AIDAluna"

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"AIDAluna"  

Hinter den Kulissen der "AIDAluna"

06.04.2009, 11:58 Uhr | Susanne Ewald

"AIDAluna" (Grafik: AIDA Cruises)"AIDAluna" (Grafik: AIDA Cruises)

Frische Luft, die Weite des Meeres, Essen in Hülle und Fülle, ab und zu mal einen Landausflug machen - so sieht ein angenehmer Kreuzfahrt-Urlaub aus. Was aber hinter den Kulissen passiert, um Tausende Urlauber teilweise gleichzeitig und wochenlang zu ernähren, unterhalten und sicher über die Weltmeere zu bringen, bleibt meist in den Katakomben unter der Wasseroberfläche verborgen. Wir haben einen Blick hinter die Kulissen des neuen Kreuzfahrtschiffes der Kussmundflotte "AIDAluna" geworfen und uns dort für Sie umgesehen - sehen Sie selbst auch in unserer Foto-Serie.

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Crew only: Zutritt nur für Besatzungs-Mitglieder

Der sogenannte "Highway" führt einmal längs vom Bug zum Heck. Auf den fast 250 Metern zweigen nicht nur Wege zu den Lager,- und Kühlräumen, sondern auch zu den Kantinen, sogenannte Messen, und Kajüten der Besatzung. Das Ganze erinnert an ein Tunnelsystem und damit sich niemand auf den vielen Wegen im Bauch der "AIDAluna" verirrt, sind die einzelnen Bereiche nach Städten benannt. So bildet die "Papenburg Road" sozusagen die Hauptstraße. Bedenkt man, dass einige der insgesamt fast 650 Mann und Frau starken Besatzung zwölf Monate am Stück durcharbeiten, würde so manchem Oberdeck Passagier doch etwas beklemmend zumute: Sterile helle Gänge mit Neonleuchten, kleine Kajüten mit Stockbetten und Doppelbelegung. "Zugegeben, viel Platz ist hier nicht gerade", gibt Club-Mitarbeiter Philipp zu, der unter anderem für die Betreuung der Gäste sorgt, "aber auch hier unten verstecken sich kleine Oasen wie beispielsweise ein Sonnendeckbereich mit Whirlpool".

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"Das Schiff gehört den Gästen"

Als Club-Mitarbeiter gehört Philipp zu der privilegiertesten Gruppe der Besatzung: "Mein Job ist es, die Gäste zu betreuen, da darf ich mich natürlich frei in den Gästebereichen bewegen, was nicht jedem gestattet ist - denn das Schiff gehört in erster Linie den Gästen." Allerdings bekommt jeder die Gelegenheit mit einem sogenannten "leisure pin" (Freizeitanstecker) die Decks der Passagiere zu besuchen und sich auch mal auf das Sonnendeck zu legen oder das Fitnesscenter zu besuchen. Club-Mitarbeiter Philipp räumt auch gleich mit dem typischsten Klischee auf: "Wir essen hier nicht die Reste der Passagiere - im Gegenteil. Eigens für die Mitarbeiter sind Köche abgestellt, die jeden Tag drei Messen mit Gerichten versorgen."

Karibik-Quiz

Papaya-Lieferung auf Umwegen

In der "handling area" kommt alles an, was an Bord gebraucht wird: Von der 3D-Brille für das Kino bis zum Proviant. Und egal ob sich das Schiff in der Karibik oder auf den Balearen befindet - der Absender ist immer gleich: Alle Lieferungen kommen aus Hamburg. Da kann es schon mal vorkommen, dass eine Papaya zweimal den Weg über den großen Teich zurückgelegt hat. Unter Umweltgesichtspunkten sicher nicht die beste Lösung, "aber die Qualität muss eben stimmen", meint Provision Master Schneider. Außerdem sind die Hafenstädte nicht dafür gerüstet 240 Tonnen Lebensmittel bereitzustellen. Maximal zwei Wochen reicht ein solcher Vorrat von bis zu 15 LKW-Ladungen, erklärt Schneider. Für frische Produkte geht er auch in den verschiedenen Ländern mit dem Küchenchef auf die lokalen Märkte. Der Provision Master ist verantwortlich für die gesamten Abläufe der Proviantbestellung, -lagerung und -auslieferung.

Größer, neuer - AIDA

Ein paar Superlative dürfen natürlich nicht fehlen - denn die Kreuzfahrt-Konkurrenz ist groß: Für Unterhaltung in neuen Dimensionen sorgt zum Beispiel der riesige LED-Screen auf dem Sonnendeck - eine Weltneuheit auf einem Kreuzfahrtschiff. Hier werden nicht nur Sommerträume mit Freiluftkino wahr - die LED Wand zeigt am jeweils letzten Abend der Kreuzfahrt eine spektakuläre Lasershow. LED Wände zieren auch das Bühnenbild des Theatriums, das sich in der Mitte des Schiffes befindet. Über drei Decks bildet die Show-Bühne sozusagen das Herzstück des Schiffes. Ähnlich wie auf einem Marktplatz - nach allen Seiten offen - lädt das Theatrium zu insgesamt 16 verschiedenen Show-Programmen ein: Von der Queen-Show bis zur Akrobatiknummer ist für jeden etwas dabei, wobei das Stück "Somnambul" exklusiv nur auf der "AIDAluna" zu sehen ist. Durch die offene Bauweise ist es den Passagieren auch möglich die Künstler bei den Proben zu beobachten. Ein Höhepunkt ist der im indischen Stil eingerichtete und nach eigenen Angaben größte schwimmende Wellness-Bereich der Welt. Das Spa ist stolze 2300 Quadratmeter groß, und die ganz Freizügigen finden auf dem Sonnendeck einen eigenen FKK-Bereich. Im Wellness-Bereich werden die Besucher in die Welt eines farbenprächtigen indischen Tempels entführt. Den Blick zum Horizont schweifen lassen können auch die Besucher der Saunalandschaft, die sich durch große Panoramascheiben zum Meer öffnet.

Das kleine "ADIAluna" Einmaleins

AIDAluna" verfügt über insgesamt 1025 Passagierkabinen in denen 2050 Passagiere Platz finden, davon 359 Innen- und 666 Außenkabinen. 65 Prozent der Außenkabinen haben einen Balkon. An der Fertigstellung des 252 Meter langen und 32,2 Meter breiten Neubaus waren insgesamt 8000 Menschen beteiligt. 20.000 Tonnen Stahl wurden verarbeitet, 1700 Kilometer Kabel verlegt, 200 Tonnen Farbe aufgebracht und 27.500 Quadratmeter Teppichboden in allen öffentlichen Bereichen verlegt. Im Innenbereich wurden 182 Palmen und 160 Quadratmeter Hecke an Bord verteilt und 36.263 Beleuchtungskörper installiert. Etwa 35.000 Gläser, 30.000 Tassen und Teller sowie 46.000 Bestecke wurden eingeräumt und die rund 26.000 Handtücher an Bord verteilt. Das 315 Millionen Euro teuere Schiff ist das dritte von sechs Luxuslinern, die die Meyer Werft für die Reederei AIDA Cruises aus Rostock bis 2012 baut.


Volle Fahrt trotz Krise

"Eine Kreuzfahrt die ist lustig, eine Kreuzfahrt die ist schön"... das zumindest fanden nach Angaben des Deutschen Reiseverbandes (DRV) im Jahr 2008 rund 1,3 Millionen Deutsche. Und es werden immer mehr: Allein in diesem Jahr sind schon 70 Prozent der Kreuzfahrtreisen ausgebucht und trotzdem fallen die Preise - die Branche wächst also trotz Krisenzeiten. Mit ungefähr 199 Euro müssen Kreuzfahrtbegeisterte pro Tag im Durchschnitt rechnen. Auch bei der deutschen Vorzeige Reederei AIDA Cruises ist von Krise nichts zu spüren. "Gut 80 Prozent der verfügbaren Reisen sind schon verkauft", sagte AIDA-Chef Michael Thamm. 2008 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von über 560 Millionen Euro und begrüßte 336.000 Passagiere - 30 Prozent mehr als 2007. Thamm rechnet damit, auch 2009 noch einmal zweistellig zulegen zu können. AIDA Sprecher Hansjörg Kunze kündigt scherzhaft an: "Ziel ist es die langweiligen balearischen Hotels zu entvölkern".


Weitere Informationen
"AIDAluna": Aida Cruises, Am Strande 3d, 18055 Rostock, Tel. 0381/20270600, E-Mail: info@aida.de, Internet: www.aida.de.

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