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TUI Cruises stellt erstes Kreuzfahrtschiff vor

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"Mein Schiff"  

TUI Cruises stellt erstes Kreuzfahrtschiff vor

18.05.2009, 13:54 Uhr | t-online.de, dpa-tmn

"Mein Schiff": TUI schickt erstes Kreuzfahrtschiff auf See (Foto: TUI Cruises)"Mein Schiff": TUI schickt erstes Kreuzfahrtschiff auf See (Foto: TUI Cruises)

Tiefblau und weiß gestrichen ist das Schiff, das am Cruise Terminal in der Hansestadt am 15. Mai getauft wurde. Der 264 Meter lange Kreuzfahrtliner ist 1996 von der Meyer-Werft in Papenburg gebaut worden und fuhr bisher unter dem Namen "Galaxy" für die US-Reederei Celebrity. Rund 50 Millionen Euro hat TUI Cruises zusätzlich zum Kaufpreis in den gut einen Monat dauernden Umbau des Vier-Sterne-Plus-Schiffes gesteckt. Nun hat es Platz für 1960 Passagiere in 964 Kabinen und 780 Mann Besatzung. Fast die Hälfte der Kabinen hat Balkone, auf denen Hängematten gespannt werden können. Schauen Sie sich den neuen Meeresgiganten auch in unserer Foto-Serie an.

Fitness und Erholung im Vordergrund

Neben den ganzen Annehmlichkeiten, wird auf dem TUI-Schiff vor allem Fitness und Erholung groß geschrieben. Es verfügt über einen 2000 Quadratmeter großen Sportbereich mit Saunen und insgesamt 12.000 Quadratmeter Sonnendeck. So kann der Gast Basketball spielen, am Golfsimulator üben oder eine Runde durch den beiden Außenpools drehen. Das umfassende Wellness-Angebot reicht von Thalasso- und Meerwasserbädern, verschiedenen Massagen bis hin zur Entspannung in "Mental-Oasen". Wem die Heilkräfte der Natur nicht genügen, kann in einer Bordklinik auch ästhetisch-kosmetische Korrekturen wie Bleaching und Faltenunterspritzungen buchen.


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Nach dem Essen in den Kuschelkorb

Natürlich ist auch für reichlich Essen und Trinken gesorgt - es gibt vier Restaurants, sechs Bistros und zehn Bars und Lounges. So locken das Italienische Bistro "La Vela", das Steakhaus "Surf & Turf" und das Gourmetrestaurant "Richard's". Danach kann sich der Gast entweder in seinem Bett ausruhen, oder in einer der Ruhezonen auf dem Schiff, von denen die schönsten die strandkorbähnlichen Kuschelkörbe an der äußersten Deckkante sind. Von dort kann der Blick frei über das Meer schweifen. Farblich unterscheidet sich "Mein Schiff" angenehm von den quietschbunten US-Schiffen und den auch oft sehr überladenen Kreuzfahrtschiffen aus Mittelmeerländern: Es überwiegen Meerestöne von Hell- bis Dunkelblau und warme Sand- und Pastelltöne.

"Ja" sagen an Bord

Im Sommer 2009 wird "Mein Schiff" vor allem auf der Ostsee und in nordeuropäischen Gewässern unterwegs sein. Von September bis Anfang November nimmt es Kurs auf das westliche Mittelmeer, bevor es in die Karibik geht, wo bis zum März 2010 gekreuzt werden soll. Im Frühling 2010 sind laut TUI Cruises zunächst Touren ab/bis Palma de Mallorca sowie ab/bis Hamburg geplant. Im Sommer stehen von Kiel aus Ostsee- und Nordeuropa-Fahrten bis nach Island an. Anschließend geht es in der Wintersaison 2010/11 zu den Kanarischen Inseln und nach Marokko. Basishafen des TUI-Kreuzfahrers unter maltesischer Flagge wird Las Palmas auf Gran Canaria sein. Bordsprache ist Deutsch, das kündigte Vogel schon früh an. Die Gäste von TUI Cruises reisten gerne in fremde Länder, "aber sie finden es gut, an Bord die eigene Sprache sprechen zu können". Vor allem ein Wort sollte in Deutsch geflüstert werden: "Ja", wenn auch vernehmlich. Denn an Bord von "Mein Schiff" kann geheiratet werden. Die Trauung auf See, sonst eher Show, ist - durch eine Sonderregelung nach maltesischem Eherecht - rechtsgültig.

"Bunte"-Leser als Namensgeber

Den ungewöhnlichen Namen des Schiffes, der in großer geschwungener Kalligraphie an der Längsseite zu lesen ist, hatten Leser der Zeitschrift "Bunte" vorgeschlagen. Eine Jury wählte "Mein Schiff" aus 30.000 Vorschlägen aus. Zuvor hatte TUI diesen Namen bereits als Projektbezeichnung genutzt, und auch den ersten Katalog schmückte - weit vor dem Wettbewerb - bereits der Schriftzug. Für die Benennung von Folgeschiffen wie bei der Aida-Flotte eignet er sich aber wohl nicht recht: Weder "Mein Schiff 2" noch "Mein Schiff Blue" kommen so recht rüber. Immerhin führt der Name bei der Sichtung fast zwingend zu Solidaritätskundgebungen: "Guck mal, da kommt "Mein Schiff"".

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