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Color Line: Angenehme Fährfahrt von Kiel nach Oslo

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Mit der Fähre nach Oslo  

Norwegen ist Nebensache

28.02.2010, 12:17 Uhr | A. Faude

Color Line: Angenehme Fährfahrt von Kiel nach Oslo. 50 Meter über dem Meer einen Drink genießen - das ist an Bord der Fähren von Color Line möglich.  (Foto: Color Line)

50 Meter über dem Meer einen Drink genießen - das ist an Bord der Fähren von Color Line möglich. (Foto: Color Line)

Genau 730 Autobahnkilometer plus ein Stückchen Ostsee trennen Kiel und Oslo. Norwegen liegt eben leider nicht nebenan. Wer für die Strecke eine Fähre der Color Line nutzt, ist genau eine Nacht auf See. Und die ist viel zu kurz, um sie in der -zugegebenermaßen- netten Kabine zu verschlafen. Da locken frischer Fisch im Restaurant, ein zollfreier Einkauf im Supermarkt, die Bar mit Ausblick aufs Meer oder eine Show mit klasse Akrobaten, Tänzern und Sängern. Am nächsten Morgen gegen zehn Uhr geht's gut gelaunt in Oslo von Bord. Hier einige Eindrücke in der Foto-Serie.

Freie Sicht aufs weite Meer

"Lumumba" ist heiß, süß und wärmt von innen. Der Longdrink aus Kakao plus einem Schuss Rum ist genau richtig in der höchstgelegenen Bar des Schiffes, dem "Observation Desk" (Beobachtungs-Etage). Die Fenster sind schräg und großflächig, der Blick auf Meer und Himmel also frei. Und mit jeder Seemeile, die sich die Fähre von Kiel in Richtung Oslo durchs Meer pflügt, wird die Seele auch ein bisschen freier. Eine Fährüberfahrt zum Entspannen nutzen - geht das? Sehr gut sogar. Schließlich gibt's mehrere Schwimmbecken mit Namen "Aqualand", Kosmetiker und Masseure sowie zum sinnfreien Verwerten des Taschengeldes ein Kasino an Bord.

150 Euro für zwei tolle Tage

Eine Wochenend-Idee mit viel Wind um die Nase: Um 14 Uhr steigen die Passagiere an Bord einer Fähre von Color Line. Durch die späte Mittagsabfahrt können auch Gäste aus der Mitte und dem Süden Deutschlands bequem anreisen. Praktisch - der Kieler Bahnhof liegt direkt gegenüber dem Fähranleger. In etwa fünfzehn Minuten vom Zug aufs Schiff, das ist verdammt schnell. "Color Magic" und "Color Fantasy" stechen täglich in See. Mitsamt Essen ist eine Kurzreise von 150 Euro an zu haben. Ein Fahrzeug kostet ab etwa 40 Euro. Wochenend- und Saisonzeiten sind natürlich teurer. Auf die baugleichen Fähren passen jeweils rund 2700 Passagiere und gut 750 Autos. Alle Passagiere müssen eine Kabine beziehen. Diese sind mit Föhn, Kühlschrank und Fernseher so komfortabel ausgestattet wie ein Hotelzimmer.

Heiraten oder in der Konferenz sitzen

Natürlich ist eine Fähre eigentlich zur Überfahrt gedacht. Für Norwegen-Urlauber also, die sich ein Blockhaus am See mieten oder von Fjord zu Fjord ziehen. Color Line aber gelingt es, mit ihren kurzen Hin- und Rücktrips die Fähre selbst zum Kurzurlaub zu machen. Brautpaare etwa können mit ihren Gästen eine Zwei-Tages-Feier mit Sekt und Schlemmerbuffet erleben. Und statt in einem Vorstadt-Hotel ist eine Firmen-Konferenz auf See eine Variante, die jeden Mitarbeiter zu Höchstleistungen beflügeln dürfte. Vom Internet-Anschluss bis zu Obst und Kaffee reicht das Angebot an die fleißigen Arbeiter.

Norweger-Pullover und Tango-Einlage

Norwegische und deutsche Gäste sind jeweils zur Hälfte an Bord der Fähren. Dennoch besteht die Besatzung durchweg aus Norwegern, die sich dennoch bemühen, deutsche Gäste zu verstehen. Schön, dass die Menü- und Getränkekarten durchweg auf deutsch lesbar sind. Und die abendliche Show ist mit englischen Liedern, akrobatischen Einlagen und mitreißenden Tänzen ohnehin universal verständlich. Die norwegischen Preise für Pullover, Slips mit Elch-Motiven und Rentierfellen sind für deutsche Gäste eher teuer. Ohnehin sind alle Preise durchweg in norwegischen Kronen ausgegeben. Ein Kauf lohnt die zollfreie Ware im Supermarkt. Von Hochprozentigem bis zur Stange Zigaretten lohnt sich hier das Shopping. Apropos Raucher: Die finden an Bord mehre Möglichkeiten ihr Laster zu frönen. Auch ohne Geld auszugeben, macht das Flanieren auf Deck sieben Spaß. Da rockt ein Sänger im Pub den Joe-Cocker-Klassiker "Unchain my heart" und nebenan tanzt ein Paar einen leidenschaftlichen Tango. Erst spät am Abend lockt das eigene Bett in der Kabine.

Drei Stunden Norwegen

Nach der Fährüberfahrt erreichen die Gäste am nächsten Morgen gegen zehn Uhr norwegischen Boden. Wer allerdings einen Kurztrip gebucht hat, dem bleiben nur knapp drei Stunden für die Hauptstadt Oslo. Da lohnt es sich, der geführten Bustour anzuschließen. Zunächst geht's zum nagelneuen Opern- und Balletthaus, einem weißen schrägen und sehr spektakulären Gebäude. Dann die Weiterfahrt zum Vigeland-Park. Die Skulpturen-Sammlung ist das Lebenswerk des Bildhauers Gustav Vigeland (1869- 1943), mit mehr als 200 entblößten Figuren in Bronze, Granit und Schmiedeeisen. Toll zum Beine Vertreten bei gutem Wetter. Zum Abschluss noch schnell ein Abstecher ins Polarschiff-Museum. Danke, Oslo, nächstes Mal bestimmt mehr.

Weitere Informationen

www.colorline.de


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