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Deutsches Kreuzfahrtschiff vor Frankreich beschlagnahmt

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Deutsches Kreuzfahrtschiff vor Frankreich beschlagnahmt

30.09.2010, 09:18 Uhr

Deutsches Kreuzfahrtschiff vor Frankreich beschlagnahmt. Die MS Delphin (Foto: imago)

Die MS Delphin (Foto: imago)

Wegen angeblicher Schulden in Millionenhöhe hat die französische Justiz ein deutsches Kreuzfahrtschiff vor der südfranzösischen Côte d'Azur beschlagnahmt. Hunderte Passagiere hätten die "MS Delphin" in der Nähe von Villefranche-sur-Mer verlassen müssen, berichtete die Zeitung "Métro" am Mittwoch. Eine Sprecherin der Bremer Charterfirma Hansa Kreuzfahrten bestätigte, dass am Freitag eine Kreuzfahrt in Richtung Schwarzes Meer abgesagt worden sei.

Kreuzfahrtschiff dient als Bankgarantie

Allerdings sei laut der Sprecherin der Gesellschaft der Grund ein technischer Defekt am Antrieb gewesen, dessen Reparatur einige Tage benötige. Daraufhin habe ein Partnerunternehmen "kalte Füße bekommen" und beim Handelsgericht Nizza eine einstweilige Verfügung erwirkt. Weitere Angaben zum laufenden Verfahren wollte die Sprecherin nicht machen. Die Zeitung schrieb, dass das Schiff als Bankgarantie diene, da Hansa Kreuzfahrten Schulden in Höhe von 2,4 Millionen Euro bei dem Eigentümer des Schiffes habe.

Passagiere mussten auf andere Kreuzfahrten umbuchen

An Bord des Kreuzers waren laut Charterfirma etwa 400 Passagiere. Rund 40 hätten auf das Kreuzfahrtschiff "Princess Daphne" umgebucht werden können, anderen seien Schiffsreisen zu einem späteren Zeitpunkt angeboten worden. Die 230 Mann starke Besatzung sei weiter an Bord. Hansa Kreuzfahrten rechne damit, am 7. Oktober die nächste planmäßige Reise von Venedig nach Griechenland normal anbieten zu können. Das unter der Flagge der Bahamas fahrende Schiff ist vor allem in Nord- und Ostsee sowie im Mittelmeer und in der Karibik unterwegs.

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