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Disney Dream das Megaschiff schiebt sich durch die Ems

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"Disney Dream"  

"Disney Dream": Megaschiff schiebt sich durch die schmale Ems

13.11.2010, 17:32 Uhr | t-online, ap, dpa, dpa, AP, t-online.de

Disney Dream das Megaschiff schiebt sich durch die Ems. "Disney Dream": Überführung des neuen Kreuzfahrtgiganten (Foto: Foto: Reuters)

"Disney Dream": Überführung des neuen Kreuzfahrtgiganten (Foto: Foto: Reuters)

Leinen los für die "Disney Dream" - das größte jemals in Deutschland gebaute Kreuzfahrtschiff ist Freitagabend zu seiner ersten Reise aufgebrochen. Gegen 19.45 Uhr brachten Schlepper den 340 Meter langen und 37 Meter breiten Luxusliner aus dem Hafen, der mit dem Heck voraus Kurs auf das 42 Kilometer entfernte Eemshaven nahm. Allerdings drei Stunden später als geplant. Grund für die Verspätung seien starker Wind und zu viel Wasser in der Ems gewesen, sagte Werftchef Meyer. Dennoch meisterte der neue Kreuzfahrtgigant die Fahrt durch die schwierige Emspassage. Gegen vier Uhr habe das Schiff das Emssperrwerk bei Gandersum passiert, teilte der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz mit. Dabei wurde es von zwei Schleppern unterstützt, die beim engen Manövrieren durch den schmalen Fluss halfen. Am Samstagmorgen erreichte der Luxusliner das niederländische Eemshaven. Bilder von der spektakulären Emsüberführung sehen Sie in unserer Foto-Show.

Nur wenig Platz zwischen Grund und Kiel der "Disney Dream"

Acht Meter Tiefgang hat der neueste Stolz der Meyer Werft aus dem niedersächsischen Papenburg. 8,50 Meter ist die Wasserhöhe der Ems, wenn der Gigant mit 340 Metern Länge die Dockschleuse an der Werft verlässt und langsam in den Fluss geschleppt wird. Auf der langen Reise ist zwischen dem Kiel des Schiffes und dem Grund des Flusses nur 40 bis maximal 50 Zentimeter Platz. "Das ist völlig ausreichend", sagt Günther Rohe, stellvertretender Leiter des Wasser- und Schifffahrtamtes (WSA) Emden. Das Kreuzfahrtschiff fährt nicht selbst, sondern wird geschleppt, und zwar sehr langsam. Das Tempo und alle anderen Details der Überführung sind etwa zwei Wochen zuvor geübt worden, in einem Simulator, der im niederländischen Wageningen steht. Immer und immer wieder spielt das Brückenteam die Überführung durch. "Im Simulator sehen sie dasselbe, was sie auf der Brücke sehen - jedes Haus, jeden Baum", erzählt Norbert Radke von der Lotsenbrüderschaft Emden. Die Lotsenbrüder fahren seit gut dreißig Jahren die Schiffe der Meyer Werft von Papenburg in die Nordsee.

Stürmisches Wetter sorgt für Verspätungen

Um das Schiff über die Ems zu bugsieren, muss das Sperrwerk geschlossen sein. So wird der Fluss aufgestaut. Allerdings herrschte am Freitag stürmisches Wetter mit einer kleinen Sturmflut. Daher sei sogar zu viel Wasser in der Ems, sagte Unternehmenschef Bernard Meyer. Auch die Windverhältnisse waren ungünstig. Der Kapitän musste warten, bis der Wind abgeflaut war und sich die Wellen auf der Unterems beruhigt hatten. Erst dann konnte er durch die Schleusen des Werfthafens in den Fluss starten. Von Eemshaven aus startete die "Disney Dream" noch am Samstag zu einer ersten Einstellungsfahrt. In den nächsten vier Wochen sind weitere Probefahrten auf der Nordsee geplant. Dabei sollen die technischen Systeme getestet werden. In Hamburg ist zudem ein Aufenthalt in der Werft von Blohm und Voss vorgesehen.

Unterems für den restlichen Schiffsverkehr gesperrt

Während der Schiffsüberführung ist die Unterems für den restlichen Schiffsverkehr gesperrt. Und nicht nur Schiffe müssen warten. Beim Örtchen Weener muss eine Eisenbahnbrücke hochgeklappt und ein Ersatzverkehr mit Bussen organisiert werden, erläutert Werftsprecher Günther Kolbe. Wegen der massiven Eingriffe in das natürliche Flussbett der Ems sind die Schiffsüberführungen umstritten. Das Aufstauen des Flusses auf eine Tiefe von 8,50 Meter ist aus ökologischen Gründen nur vom 16. September bis zum 14. März erlaubt. Die Landkreise und die Werft wollen aus Wettbewerbsgründen eine flexiblere Regelung, was auf erbitterten Widerstand von Umweltschützern stößt.

"Disney Dream" mit erster Wildwasserbahn auf See

Die "Disney Dream" ist 340 Meter lang, 65 Meter hoch und 128.000 BRZ (Bruttoraumzahl) groß. Sie gehört damit nach Werftangaben zu den drei längsten Kreuzfahrtschiffen der Welt. Das Gesamtgewicht beträgt 51.000 Tonnen. Allein für den schwarz-weißen Außenanstrich waren 250 Tonnen Farbe notwendig. Auf dem hellrot beleuchteten Schornstein prangt das Konterfei der Disney-Gallionsfigur Micky Maus. An Bord finden rund 4000 Passagiere Platz. Besonderes Merkmal ist die erste Wildwasserbahn auf See, die zu einer berauschenden Fahrt durch Kurven, Stromschnellen und Steigungen einlädt, auf einer Länge von insgesamt 233 Metern. Dabei werden Passagiere regelrecht durch die vier oberen Decks des Schiffes "gespült". Highlight: Ein transparenter Bahnabschnitt ragt vier Meter über den Schiffskörper hinaus und gibt den Blick auf den 45 Meter tiefer liegenden Ozean frei. Die Geschwindigkeit von 22 Stundenkilometern sorgt dabei für besonderen Nervenkitzel. Etwas Besonderes sind auch die mit virtuellen Bullaugen ausgestatteten Innenkabinen. Hochauflösende Kameras an der Außenseite des Schiffes projizieren dabei Bilder in Echtzeit in den Innenraum. Nicht erschrecken: Von Zeit zu Zeit blicken animierte Disney-Charaktere wie zum Beispiel Peach von "Findet Nemo" oder Micky Maus durch das Bullauge.

Viel Abwechslung auf der "Disney Dream" für Klein und Groß

Ansonsten wird sehr viel Abwechslung an Bord geboten. Das "Senses Spa & Salon" bietet beispielsweise Erwachsenen eine Oase der Erholung mit 17 Behandlungsräumen, Spa-Bereichen und Außenverandas. Im Regenwald, einem speziellen Bereich des Spas, lässt eine wohltuende Hydrotherapie Körper, Geist und Seele wieder zur Ruhe kommen. Mehrere Restaurants an Bord verwöhnen zudem den Gaumen. Das "Animator’s Palate" bringt die Disney-Magie in den Speisesaal und macht das Abendessen zu einem Erlebnis für die ganze Familie, indem sich das Restaurant wie von Zauberhand in eine Unterseewelt verwandelt. Hier begrüßt unter anderem eine Animation von Crush, der Schildkröte aus "Findet Nemo", die Gäste. Auch Nemo, Dorie, Squirt und Bruce sind mit von der Partie. Anschließend kann auf verschiedenen Veranstaltungen die Nacht durchgetanzt werden.

Schwesterschiff der "Disney Dream" folgt 2011

Am 9. Dezember soll das Schiff in Bremerhaven offiziell an die Reederei Disney Cruise Line übergeben werden. Die Taufe findet am 19. Januar in Port Canaveral im US-Bundesstat Florida statt und ab dem 26. Januar die Disney-Flotte auf der Bahamas-Route verstärken. Dabei wird auch regelmäßig die private Disney-Insel "Castaway Can" angelaufen. Die Ablieferung des Schwesterschiffes "Disney Fantasy" ist für Ende 2011 und seine Jungfernfahrt für April 2012 geplant.


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