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Die ungewöhnlichsten Kreuzfahrtschiffe

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Die ungewöhnlichsten Kreuzfahrtschiffe

29.06.2012, 09:16 Uhr | Franz Neumeier, cruisetricks.de, t-online.de

Die ungewöhnlichsten Kreuzfahrtschiffe. "Grande Caribe": Dieses Schiff kommt bis an den Strand (Quelle: Blount Small Ship Adventures)

"Grande Caribe": Dieses Schiff kommt bis an den Strand (Quelle: Blount Small Ship Adventures)

Zwar haben die meisten modernen Kreuzfahrtschiffe besondere Features wie Eislaufbahn, Hochseilgarten, Formel-1-Simulator oder Ähnliches, doch irgendwie sind sich viele Schiffe sehr ähnlich. Aber es geht auch ausgefallener. In der Liste der zehn ungewöhnlichsten Kreuzfahrtschiffe der Welt stellt das Kreuzfahrtportal cruisetricks.de Schiffe vor, die in ihrer Art außergewöhnlich sind. Sehen Sie die einzigartigen Schiffe auch in unserer Foto-Show.

Ein Kreuzfahrtschiff wie ein Katamaran

Die "China Star" wurde 1992 als "Radisson Diamond" in Finnland gebaut und hat eine für ein Kreuzfahrtschiff äußerst ungewöhnliche Rumpf-Form: Einem Katamaran ähnlich lagern die Aufbauten auf zwei unabhängigen Rümpfen. Das Design ist darauf optimiert, möglichst wenig Angriffsfläche direkt an der Wasseroberfläche zu bieten. Optisch wirkt die "China Star" dadurch eher wie eine Schnellfähre, ist aber tatsächlich ein 131 Meter langes und 32 Meter breites Kreuzfahrtschiff mit zwölf Decks, das Platz für 345 Passagiere bietet. Zu den Eigenheiten des Schiffs gehört auch eine hydraulische Plattform, die sich zwischen den beiden Rümpfen absenken lässt und dort als Anlegeplatz für Wassersportfahrzeuge dient. Erst seit diesem Jahr ist die "China Star" wieder als Kreuzfahrtschiff unterwegs. Davor diente sie rund sieben Jahr lang als Spielkasino-Schiff.

Das letzte Postschiff

Die "St. Helena" ist das letzte noch als Postschiff verkehrende Royal Mail Ship (RMS) und fährt unter britischer Flagge. Ihre Fahrtroute verbindet die Atlantik-Inseln St. Helena und Ascension mit Kapstadt und stellt für St. Helena die einzige regelmäßige Verbindung zum Festland dar. Das 128-Passagiere-Schiff wurde 1989 speziell für die Postroute zwischen England, St. Helena und Kapstadt gebaut. Die "St. Helena" dient zugleich auch als Kreuzfahrtschiff mit dem besonderen Flair eines Linienschiffs im Südatlantik. Selbst ein wenig Entertainment und Vorträge gibt es an Bord, regelmäßig veranstaltet die Reederei auch Themen-Kreuzfahrten. Durch den Linienfahrplan können Passagiere ihre Reise auch unterbrechen und in einem Hafen unterwegs ein paar Tage bleiben, bevor sie beim nächsten Hafenstopp der St. Helena wieder an Bord gehen.

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Schwimmende Luxuswohnungen

"The World" ist eigentlich ein schwimmender Eigentumswohnungskomplex. Die Eigentümer verbringen im Schnitt vier Monate pro Jahr auf dem Schiff, meist sind etwa 150-200 Bewohner und Gäste gleichzeitig an Bord und genießen den Service der 260 Crew-Mitglieder. In Betrieb gegangen ist The World 2002, rund vier Jahre später waren alle Wohnungen an Bord verkauft – zu Preisen zwischen 950.000 und fünf Millionen Dollar, zuzüglich jährlicher Betriebskosten von 33.000 bis 246.000 Dollar, Verpflegung nicht mit eingeschlossen. The World ist das ganze Jahr über auf den Weltmeeren unterwegs und hat seit 2002 bereits über 800 Häfen in rund 140 Ländern angelaufen. Dabei geht alles gemütlich zu: "The World" bleibt durchschnittlich zweieinhalb Tage in jedem Hafen und gibt den Bewohnern viel Zeit zum Sightseeing an Land.

Mit historischem Segelschiff in die Arktis

Gerade einmal 20 Passagiere haben in den Kabinen des 46 Meter langen Segelschiffs "Noorderlicht" Platz, das entlang der Küste Spitzbergens und zu den Lofoten fährt. Mithelfen an Bord wird ausdrücklich erwartet – vom Anpacken beim Segel setzen bis zur Nachtwache auf der Brücke. Besonders abenteuerlich sind die Kreuzfahrten, auf denen die "Noorderlicht" versucht, Spitzbergen komplett zu umrunden. Je nach Eislage gelingt das nicht immer, doch die Passagiere kommen allemal auf ihre Kosten mit unberührtem Naturerlebnis und Eisbären-Sichtungen. Die Noorderlicht begann ihr Schiffsleben am 2. Juli 1910 unter dem Namen "Kalkgrund" als Feuerschiff bei Flensburg. Zum Kreuzfahrt-Segelschiff wurde das Schiff von 1991 an zweieinhalb Jahre lang umgebaut und restauriert.

Durch die Traumwelt der Seychellen segeln

In einsamen Buchten, vor kleinen Inseln, an Korallenriffen anhalten - genau das bieten die kleinen Kreuzfahrt-Segelschiffe "Sea Pearl" und "Sea Shell". Die auf den Seychellen ansässige, kleine Kreuzfahrtgesellschaft Silhouette Cruises kaufte die "Sea Pearl" 1999 - acht Jahre zuvor war sie bereits zu einem Kreuzfahrtschiff umgebaut worden und fuhr unter dem Namen "Regina Chatarina" in der Karibik und vor Kanada, nachdem sie zuvor Jahrzehnte lang als Fischerboot gedient hatte. Die "Sea Shell" begann ihre Karriere als Lotsenboot, ging später aber ebenfalls in die Fischerei. 1982 wurde sie zum Segelschulschiff umgebaut, bevor Silhouette Cruises sie 1997 kaufte und seitdem als Kreuzfahrtschiff einsetzt.

Rustikal auf dem Mini-Expeditionsschiff

Rustikal geht es auf dem wohl kleinsten Expeditions-Schiff in Alaska zu: Die 1929 gebaute und liebevoll restaurierte "David B" ist gerade einmal 20 Meter lang und 4,8 Meter breit. Beheizt werden die Innenräume ganz traditionell mit Holzöfen, die Kabinen für maximal sechs Passagiere sind mit eigener Toilette und Waschbecken ausgestattet, die einzige Badewanne und Dusche an Bord teilt man sich. Telefon-Verbindungen gibt es während der Kreuzfahrt selten, Internet so gut wie nie – perfekt zum kompletten Abschalten und Entspannen. Allein schon die restaurierte, historische Maschine der "David B" ist ein Erlebnis für sich und viele Passagiere schwören auf die angenehm einschläfernde Wirkung der typischen Maschinengeräusche für einen gemütlichen Nachmittagsschlaf. Nachts fährt die "David B" übrigens gewöhnlich nicht, die Maschinengeräusche stören dann also auch lärmempfindliche Schläfer nicht. Die "David B" geht auf Expeditions-Kreuzfahrten in der Alaska Inside Passage durch die Fjorde und Gletscherlandschaften, zum Whale-Watching und Naturerlebnis.

Aranui 3: Frachter ins Paradies

Eine Reise ins Paradies von Französisch-Polynesiens verspricht eine Fahrt auf dem kombinierten Passagier- und Frachtschiff "Aranui 3" von Papeetee auf Thaiti aus zu den Marquesas-Inseln. Auf ihren 14tägigen Versorgungstouren nimmt die "Aranui 3" auch Kreuzfahrt-Passagiere mit. Die Reise führt rund 1.500 Kilometer weit zu den entlegensten Inseln Französisch- Polynesiens. Immerhin rund 200 Passagieren haben Platz. Das Schiffs ist bereits das dritte mit diesem Namen, erstmals 1959 nahm eine "Aranui" den Fracht- und Passagier-Liniendienst durch die Inselwelt auf. Die heutige "Aranui 3" wurde im Jahr 2000 in Rumänien neu gebaut und – anders als ihre Vorgänger – wegen der relativ großen Passagier-Kapazität als Passagierschiff klassifiziert. Über Stabilisatoren verfügt die "Aranui 3" nicht - wer nicht ganz seefest ist, sollte daher eher eine Kabine mittschiffs auf einem unteren Deck wählen.

Mit dem Schiff bis zum Strand

Reeder Luther Blount ließ Schiffe bauen, die direkt am Bug eine Gangway bekamen: Das Schiff fährt Bug voraus an den Strand, die Passagiere steigen direkt über diese Gangway ins seichte Wasser aus - denn dank des sehr geringen Tiefgangs können "Grand Caribe" und "Grande Mariner" sehr nahe ans Ufer heranfahren. Die beiden außergewöhnlichen Kreuzfahrtschiffe mit einer Kapazität von 96 Passagieren sind regelmäßig in der Inselwelt der Karibik und vor Neuengland unterwegs.

Das Scientology-Schiff: Erster finnischer Neubau

Seit 1986 steht die "Freewinds" in Diensten der Scientology und fährt vorwiegend Routen um die karibischen ABC-Inseln. Die "Freewinds" ist Scientology-Mitgliedern der höchsten "Bewusstseinsebene" vorbehalten. Freilich gibt es auch andere Sichtweisen auf die Freewinds, wie beispielsweise die Scientology-Aussteigerin Valeska Paris berichtet, die nach eigenen Angaben rund zwölf Jahre lang auf dem Kreuzfahrtschiff mehr oder weniger gefangen gehalten worden sei. Die "Freewinds" wurde 1968 im finnischen Turku gebaut, als erster Kreuzfahrtschiff-Neubau in Finnland überhaupt.

Savannah: Atom getriebenes Kreuzfahrtschiff liegt still

Als atomgetriebene Kreuzfahrtschiff ist die "Savannah" schon lange nicht mehr in Betrieb, aber sie existiert noch, liegt allerdings ungenutzt in Baltimore und steht seit 1982 auf der Liste der „National Historic Landmarks“ der USA. Die "Savannah" war der Versuch, der Welt zu beweisen, wie gut sich Nuklear-Energie für zivile Zwecke nutzen lässt. Die "Savannah" wurde in den späten 1950er-Jahren als kombiniertes Passagier-und Frachtschiff gebaut. Allerdings bietet das knapp 182 Meter lange Schiff lediglich Platz für 62 Passagiere und so fuhren in ihrer aktiven Zeit zwischen 1962 und 1965 gerade einmal insgesamt 848 Passagiere mit, 4.800 Tonnen Fracht wurden transportiert. In dieser Zeit fuhr die "Savannah" zahlreiche Häfen an, unter anderem an der Ost- und Westküste der USA und auf Hawaii, aber auch Bremerhaven, Hamburg, Dublin und Southampton, nicht jedoch Australien, Neuseeland und Japan, deren Behörden einen Anlauf des atomgetriebenen Schiffs nicht zuließen. 1965 wurde das Schiff zu einem reinen Frachtschiff modifiziert und fuhr als solches noch bis 1971. Der Atomreaktor befindet sich bis heute an Bord der "Savannah".

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