
21.11.2012, 16:21 Uhr | t-online.de
Großes Schiff oder kleines Schiff, Trinkgeld ja oder nein, wie viel Gepäck darf ich mitnehmen? Vor allem, wer zum ersten Mal eine Kreuzfahrt bucht, stellt sich immer wieder die gleichen Fragen. Dabei erfährt der Urlaub zur See immer mehr Zuspruch, 2011 fuhren allein von europäischen Häfen mehr als 5,6 Millionen Kreuzfahrer ab. Auskunft gibt Andreas Hey, Geschäftsführer des Veranstalters Passat Kreuzfahrten, der das Schiff "Delphin". Hey stellt die zehn häufigsten Fragen der Kunden vor - und liefert die Antworten gleich mit.
Meist können Kreuzfahrtpassagiere unbegrenzt Gepäck mitnehmen – die Bedürfnisse sind ja auch hinsichtlich Reisedauer, Fahrtgebiet etc. unterschiedlich. Man muss allerdings beachten, dass bei An- und Abreisen per Flugzeug Beschränkungen gelten, die von Airline zu Airline unterschiedlich sind und im Bereich von 20 bis 2 mal 23 Kilogramm in der Economy Class liegen. Für Bahnanreisen gibt es übrigens praktische Gepäckservices wie zum Beispiel TEfra, die Koffer von der Haustür in die Kabine transportieren.
Das ist von Schiff zu Schiff unterschiedlich. Auf "Freestyle"-Schiffen gibt es keine Kleiderordnung, bei vielen Schiffsreisen ist sie klassisch, also mit Abendgarderobe bei Kapitänsempfang und Galadinner, ansonsten liegt man abends mit Jackett und langen Hosen oder eleganterer Damenkleidung eigentlich immer richtig. Hier finden Sie weitere Informationen zum Dresscode auf Kreuzfahrtschiffen.
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Nein, außer man will das. Bei uns auf der Delphin gibt es Gäste, die große Single-Tische zusammen mit anderen Alleinreisenden bevorzugen oder andere, die gern in gemischter Gemeinschaft mit Paaren sitzen. Gerade auf Schiffen bleibt keiner allein, wenn man das nicht will – es sind ja auch schon Ehen an Bord gestiftet worden!
Die sogenannte Seenotrettungsübung muss jeder bei Antritt einer Kreuzfahrt absolvieren. Man lernt, die Schwimmweste richtig anzuziehen und muss seine Rettungsstation unterhalb des Bootes aufzusuchen. Dort lernt man den Bootsführer kennen, an den man sich im Notfall zu halten hat, und bekommt Tipps und Erklärungen für Notfall-Situationen. Unsere Mannschaft wird jede Woche geschult – mit immer neuen möglichen Notfällen, zum Beispiel Feuer, Mann über Bord, Bombendrohung, Leck etc.
Medikamente gegen Seekrankheit werden kostenlos an der Rezeption ausgegeben, wenn man aber sonst spezielle Medikamente benötigt, muss man die unbedingt mitbringen. Bei uns auf der "Delphin" ist ein Hospital mit Arzt an Bord, aber nur für die Notfallversorgung. Bei schweren Fällen werden die Patienten in ein Krankenhaus an Land verlegt und nach Ermessen des Arztes auch nach Hause geflogen. Dafür sollte man aber unbedingt eine Reisekrankenversicherung abgeschlossen haben.
Ausflüge kosten normalerweise immer extra und sind im Reisepreis generell nicht inklusive, denn die Bedürfnisse sind ja sehr unterschiedlich. Bei unseren Antarktis-Kreuzfahrten mit "MS Delphin" sind zum Beispiel die Bootsausflüge im Zodiac inklusive, aber das ist die Ausnahme. Manche Häfen liegen auch sehr zentral fußläufig zu einer Innenstadt, zum Beispiel in Málaga: dort können Passagiere direkt vom Schiff in die Stadt laufen und so die Sehenswürdigkeiten auf eigene Faust erkunden. Wer keinen Landgang unternehmen will, kann selbstverständlich auch an Bord bleiben und entspannen. Man hat dann manchmal das ganze Schiff für sich alleine, wenn alle anderen auf Ausflug sind.
Eine mobile Verbindung ist oftmals nur über Satellit möglich, und das ist meist kostenintensiv. In küstennahen Gewässern sieht es natürlich anders aus. Die meisten Schiffe bieten zudem Zugang zum Internet über WLAN an – ebenfalls kostenpflichtig.
Das kommt auf das Schiff an. Man sollte sich vorab genau erkundigen. Bei uns an Bord der Delphin ist zum Beispiel Rauchen in ausgewiesenen Bereichen im Sky-Club und in den Außenbereichen erlaubt.
Die sehr großen Schiffe, die viele Tausend Passagiere fassen, sind schwimmende Kleinstädte, die ein schier unbegrenztes Angebot an Restaurants, Bars, Entertainment und Sportmöglichkeiten bieten. Das Bordleben kann demnach sehr abwechslungsreich und vielfältig gestaltet werden. Kreuzfahrten mit "kleinen" Schiffen bieten oft ausgefallenere Routen, denn sie können kleinere und exotischere Häfen ansteuern, die große Schiffe nicht erreichen oder vor denen sie weit draußen auf Reede liegen müssen. Es gibt meist nur eine Essenszeit und auf die Bedürfnisse und Wünsche der Gäste kann auf kleineren Schiffen oftmals individueller eingegangen werden. Die Crewmitglieder kennen Passagiere dann schnell mit Namen und der Tischkellner merkt sich zum Beispiel den Lieblingsnachtisch.
Wir geben als Richtlinie vier bis sechs Euro pro Nacht vor, aber das ist absolut freiwillig. Man sollte sich vor Buchung oder Reise genau erkundigen, denn bei manchen Schiffen ist das Trinkgeld in Form einer Servicepauschale obligatorisch, die dann zusätzlich zum Reisepreis am Ende der Kreuzfahrt automatisch über das Bordkonto abgebucht wird.
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Quelle: t-online.de
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