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Die skurrilsten Kreuzfahrt-Klagen

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Kuriose Kreuzfahrt-Klagen  

Weswegen Passagiere vor Gericht ziehen

11.05.2016, 13:29 Uhr | Zeljka Tomsic, t-online.de

Die skurrilsten Kreuzfahrt-Klagen. Ein Kreuzfahrtschiff bei Sonnenuntergang - so schön kann die Seereise sein. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Ein Kreuzfahrtschiff bei Sonnenuntergang - so schön kann die Seereise sein. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Wenn der Urlaub nicht hält, was er verspricht, zieht so mancher vor Gericht. Auch die Kreuzfahrtbranche bleibt davon nicht verschont. Nicht immer lassen sich die Beschwerden nachvollziehen. Wir haben für Sie die skurrilsten Kreuzfahrt-Klagen gesammelt - schauen Sie sich diese auch in unserer Foto-Show an.

Fehlende Pommes bei einer Kreuzfahrt

Eine Kreuzfahrt ohne Pommes, darf das passieren? Dies dachten sich die beiden Passagiere, die nach ihrer Reise vor das Hamburger Gericht zogen. Allerdings ohne Erfolg. Im vorliegenden Fall (Az.: 8B C 419/09) handelte es sich um eine Nil-Kreuzfahrt und da Kartoffeln in Ägypten nicht landesübliche Beilagen sind, muss man dies als hinzunehmende Unannehmlichkeit abhaken. Tja, da blieb dem Paar wohl nichts anderes übrig, als sich nach dem Rückkehr schleunigst ins Fast-Food-Restaurant zu begeben, damit es nicht zu irgendwelchen Mangelerscheinungen kommt - auch wenn das Bordmenü ja sonst recht abwechslungsreich war.

Containerflair statt idyllischer Häfen

Ja, so eine Kreuzfahrt ist toll, man steuert romantische Häfen an - dieser Gedanke schwirrte wohl einer Dame im Kopf herum, als sie sich für eine Asien-Kreuzfahrt entschied. Doch weit gefehlt. Stattdessen legte das Schiff fast nur in Containerhäfen an, hinzu kam der erhöhte Lärmpegel. Aus diesem Grund forderte sie 20 Prozent Preisminderung. Doch das Amtsgericht Rostock (Az.: 47 C 270/11) entschied zu Gunsten des Reiseveranstalters. Schließlich sichere die Reederei bei der Beschreibung des Hafens keinen besonderen Liegeplatz zu. Auch die Geräuschkulisse ist bei Schifffahrten schlichtweg unvermeidbar.

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Dieser ewige Lärm aus dem Maschinenraum!

Apropos Lärm, das scheint ein häufiger Beschwerdegrund zu sein. Darüber ärgerte sich auch ein Paar, das 2007 eine Mittelmeer-Kreuzfahrt unternahm. Ihre Argumente: Während der Fahrt seien die Geräusche aus dem Maschinenraum absolut unerträglich gewesen, begleitet von Vibrationen und starken Schiffsschwankungen. Dennoch entschied das Amtsgericht München (Az.: 242 C 16587/07) nicht zu Gunsten der Kläger, da wie im vorangehenden Fall diese Umstände hinzunehmende Unannehmlichkeiten sind.

Endstation Arktis, doch kein Packeis in Sicht

Was tun, wenn die Beschreibung im Katalog nicht mit dem Bild vor Ort entspricht? Natürlich klagen! Das dachte sich auch ein Passagier, der 2008 eine Arktis-Kreuzfahrt buchte und dabei durch "meterdickes Packeis" kreuzen wollte. Leider führte Mutter Natur etwas völlig anderes im Schilde und bescherte den Reisenden milde Temperaturen, so dass weit und breit keine Eisschollen zu sehen waren. Dennoch entschied das Gericht in Hamburg (Az.: 9 U 92/08) zu dessen Gunsten und der Veranstalter musste einen Teil des Reisepreises erstatten - trotz des Hinweises, dass es bei extremen Witterungs- oder Wetterverhältnissen zu Änderungen kommen könnte. Schließlich hätte man dies auch anders deuten können: Eventuell noch mehr Packeis als erwartet?

Hilfe! Beim Landgang ausgeraubt

Während eines Landgangs im Hafen von Fort de France (Martinique) wurden einer Passagierin die Video- und Fotoausrüstung sowie Geld und Papiere entrissen. Und dann soll die Reederei nicht einmal für den Schaden aufkommen - trotz der Abweichung beim Reiseprogramm, so dass statt in Philipsburg auf St. Martin in dem besagten Fort de France auf Martinique angelegt wurde. Das Amtsgericht Bremen (Az.: 4 S 432/01) kam zum Entschluss, dass das Risiko in beiden Städten beraubt zu werden, gleichzusetzen ist. Außerdem hätte sich solch ein Überfall überall ereignen können, auch in Deutschland.

Rutschpartie trotz Warnung vor nassem Boden

Wird ein Schild mit der Warnung "Vorsicht, nasser Boden!" aufgestellt, heißt dies nur eins: Hier besteht akute Rutschgefahr. Wer trotz des Hinweises stürzt, hat somit Pech gehabt. Im vorliegenden Rechtsfall (Az.: 36 C 477/07) fiel eine Frau beim Übergang vom Pool- zum Innenbereich unsanft zu Boden und brach sich dabei die rechte Hand. Da die Passagierin vorgewarnt war, sprach ihr das Amtsgericht Offenbach keinen Schadensersatz zu. Wer nicht sehen will, muss offenbar leiden - und zwar in jeder Hinsicht!

Streit mit Ehefrau: Klarer Fall für eine Stornierung?

So ein Ehestreit an Weihnachten kann schon mal die Festtagslaune vermiesen. Doch wer lässt gleich den Kopf hängen und storniert die anstehende Kreuzfahrt? Solch ein Zwischenfall ereignete sich 1999. Nach dem Zoff wollte die Frau den Mann verlassen, woraufhin er in eine tiefe Depression fiel und sich zu dieser Tat entschloss. Um die Reiserücktrittskosten erstattet zu bekommen, ließ er sich seine depressive Stimmung zudem vom Arzt attestieren. Doch für die Versicherung nicht Grund genug, da diese nur im Falle von schwerer Erkrankung zahlt. Auch das daraufhin eingeschaltete Amtsgericht München (Az.: 181 C 15698/00) führte nicht zur Wende. Der Richter war eher der Auffassung, dass ihn die Kreuzfahrt wieder froh gestimmt hätte.

Dreierkabine, allerdings mit Schlafmöglichkeiten für Zwei

Wird eine Kabine für drei Personen gebucht, müssen in der Regel auch drei Schlafplätze vorhanden sein. Nicht in dem vorliegenden Fall. Der Tochter stand nur ein viel zu kurzgeratenes Sofa zur Verfügung. So blieb der Familie nichts anderes übrig, als sich zu dritt ins Doppelbett zu quetschen. Hinterher gab es eine satte Klage. Zu Recht! Das Gericht in Offenbach (Az.: 31 C 6017/00) sprach ihnen aufgrund nicht ausreichender Schlafmöglichkeiten eine Preisminderung von 35 Prozent zu.

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