
21.12.2012, 15:13 Uhr | afa
Wer ein Hotelzimmer bucht, hat keinen Lageplan des Hauses zur Hand. Anders bei einem Kreuzfahrtschiff. Hier hilft ein Blick auf den Deckplan vor der Buchung der passenden Kabine. Mit diesen Tipps kommen Kreuzfahrt-Neulinge zu ihrem Wunsch-Zimmer auf See. Einige Kabinen-Beispiele zeigt auch unsere Foto-Show.
Wie bei einem Hotel gilt auch an Bord - je mehr ich bereit bin zu zahlen, desto attraktiver ist das Angebot. So schlägt die teurere Außenkabine immer die günstigere Innenkabine in punkto Komfort. Schließlich kann ein Innenraum stets nur mit künstlichem Licht und Klimaanlage aufwarten, während bei der Außenkabine ein Fenster oder sogar Balkon für Frischluft und Sonnenschein sorgen. Wer sich ohnehin viel in öffentlichen Bereichen wie Sonnendeck, Lounge oder Restaurant aufhalten möchte, ist mit einer innenliegenden Kabine ideal bedient und spart auch noch Geld.
Kabinen mit Meerblick unterscheiden sich weiter in ihren Details: mal mit französischem Balkon (ein kleiner Austritt), mal ein Bullauge statt Fenster. Hier gilt es, den Deckplan des Schiffs genau zu betrachten. Zwar sind moderne Kreuzer mit immer mehr Balkonen samt passender Bestuhlung ausgestattet, doch wenn dieser direkt vor den Rettungsbooten platziert ist, war's das mit dem Anblick sanfter Wellen. "Eingeschränkte Sicht" heißt das dann in der Reisebeschreibung. Je höher die Kabinen liegen, desto teurer wird es in der Regel. Passagiere, die eine mögliche Übelkeit befürchten, sollten allerdings nicht zu hohe Decks wählen. In der Schiffsmitte weiter unten, schwankt ihr Gefährt am wenigsten.
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Auch Lärmempfindliche sollten geschickt ihre Kabinenwahl treffen: Nah am Heck ist es, bedingt durch den Antrieb, lauter. Die unmittelbare Nähe zu Aufzügen bedingt gleichfalls eine höhere Lautstärke. Hier geht's schließlich auch spätabends hoch und runter. Das Deck direkt oberhalb von Theater oder Disko birgt auch einen erhöhten Lärmpegel. Wenn angegeben, sollte man zudem Kabinen mit einer Verbindungstür meiden. Diese sind für Familien eine gute Sache - aber viel hellhöriger, als einzeln abgetrennte Kabinen.
Ganz Pfiffige checken vor der Reiseroute, zum Beispiel über den Atlantik, die Sonnenseite - und buchen entsprechend ihre Kabine. Wer mit Kindern unterwegs ist, kennt das Problem des eingeschränkten Raums bei mehreren Personen. Da gilt es abzuwägen: Zwei Kabinen mit Verbindungstür sind zwar teurer, haben aber den Vorteil dass Eltern wach bleiben können, während die Kids nebenan schlafen. Anders bei einer 4er-Belegung in einem Zimmer - geht das Licht aus, ist für alle Schluss. Da lohnt sich das Buchen einer Balkonkabine. So können die Erwachsenen noch ein Glas Wein mit Blick aufs Meer trinken, während ihre Kleinen schlummern. Mehr Platz bedeutet auch weniger Konfliktpotential. So kann eine Suite für eine Familie durchaus einen erholsameren Urlaub bedeuten, der seinen Mehrpreis wert ist.
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Quelle: afa
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