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"Norwegian Breakaway": Kreuzfahrtschiff erreicht die Nordsee

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"Norwegian Breakaway": Rekordschiff zwängt sich durch die enge Ems

14.03.2013, 10:39 Uhr | mro, t-online.de, dpa, dapd

"Norwegian Breakaway": Kreuzfahrtschiff erreicht die Nordsee.  "Norwegian Breakaway" auf dem Weg über die Ems von der Meyer Werft zur Nordsee (Quelle: dapd)

"Norwegian Breakaway" auf dem Weg über die Ems von der Meyer Werft zur Nordsee (Quelle: dapd)

Überfahrt erfolgreich: Die Norwegian Breakaway erreicht am frühen Morgen des 14. März die Nordsee. Das größte je in Deutschland gebaute Kreuzfahrtschiff manövrierte sich seit dem Vormittag des 13. März von der Papenburger Meyer Werft durch die Ems in Richtung Nordsee. Zweimal wurde die Emsüberfahrt des Luxusliners zuvor verschoben. In unserer Foto-Show zeigen wir, wie der Kreuzfahrt-Riese sich durch die Ems zwängt, wie er ausdockte und was Passagiere an Bord erwartet.

Schiff fährt rückwärts über die Ems

Wie bei Emsüberführungen üblich, lenkten zwei Schlepper das neue Schiff rückwärts über die Ems. Die "Norwegian Breakaway" ist so besser manövrierbar. Ursprünglich war die Überführung für das Wochenende vom 9./10. März vorgesehen, wurde aber kurzfristig verschoben - was aber zum Beispiel wegen ungünstigen Wetters - etwa starker Wind - nicht ungewöhnlich ist. Mehrere hundert Schaulustige verfolgten das Manöver am Morgen des 13. März. Um elf Uhr durchquerte das Schiff das erste Nadelöhr, die Dockschleuse in Papenburg. Am Abend erreichte es das Emssperrwerk in Gandersum, das in der Nacht passiert wurde. Am Donnerstagmorgen kam das Schiff in Eemshaven an. Ende April wird der Kreuzer an die US-amerikanische Reederei Norwegian Cruise Line (NCL) übergeben. Am 26. Februar dockte das Schiff aus, nachdem es 17 Monaten lang für die Reederei NCL in der Papenburger Meyer Werft gebaut wurde. Die "Norwegian Breakaway" ist 324 Meter lang, 39,7 Meter breit und bietet Platz für bis zu 3969 Passagiere.

Eigener Kapitän für Überführung

Damit solche Passagen möglich sind, müssen Wind und Wetter mitspielen: Die Flut muss hoch genug sein. Dann wird das Sperrwerk bei Gandersum kurz vor Emden geschlossen - der Fluss hat damit den richtigen Wasserstand für die Überführung. "Die Flut wird eingefangen", sagt Herma Heyken vom zuständigen Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz. Eng ist es für die riesigen Schiffe trotzdem jedes Mal. Seit dem Jahr 2000 ist Thomas Teitge Werftkapitän. Zusammen mit seinen Kollegen von der Lotsenbrüderschaft Emden ist er verantwortlich für die Überführung. "Das wird schon Wochen vorher in einem Simulator im holländischen Wageningen geübt", sagt der 53-Jährige. Bevor er Lotse für die Häfen Emden, Leer und Papenburg wurde, hat er Containerschiffe über die Weltmeere geführt. "Ich war oft sieben Monate am Stück unterwegs." Seine Zeit an Bord der "Norwegian Breakaway" ist nicht ganz so lang. Aber einige Wochen wird er schon auf dem Kreuzfahrtschiff verbringen.

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Crew und Inventar kommen nach und nach

An die Überführung schließen sich Testfahrten auf der Nordsee an. Das Schiff ist auch noch nicht fertig. Letzte Innenausbauten müssen bis zur Übergabe im April noch gemacht werden. Die Crew kommt nach und nach an Bord, ebenso das Inventar - von Tassen und Tellern bis hin zur Bettwäsche. Der künftige reguläre Kapitän der "Breakaway", Havard Ramsoy, ist bereits an Bord. Er kenne das Schiff schon seit der Konstruktions- und Bauphase, erzählt der 40-Jährige, der für die Reederei Norwegian Cruise Line arbeitet. "Das Aufregendste ist für mich, dass ich auf einem brandneuen Schiff bin. Es ist eine neue Klasse, ein Prototyp. So etwas in Dienst zu nehmen, ist eine große und interessante Herausforderung."

Ein schwimmendes Kunstwerk für New York

Für die "Norwegian Breakaway" überließ die Reederei die Gestaltung des Rumpfes dem Pop-Art-Künstler Peter Max. Sein Motiv für die "Norwegian Breakaway" beschreibt der New Yorker Künstler als "eine Mischung aus New York City und kosmischer Symbolik dar - die Freiheitsstatue, die Skyline von Manhattan, ein großer Sonnenball, Planeten, Sterne und Noten". Mit ihrer Einführung im April 2013 wird die "Norwegian Breakaway" das bis dato größte Schiff sein, das ganzjährig ab New York kreuzt.

Aquapark und Hochseilgarten

Attraktionen auf dem neuen Schiff sind ein neu gestalteter Aquapark auf dem Pooldeck, der unter anderem zwei Freefall-Rutschen hat. Außerdem gibt es an Deck einen Hochseilpark für Schwindelfreie. Für Entspannung sorgen soll ein kombiniertes Wellness- und Fitness-Areal auf mehr als 2130 Quadratmetern. Im Wellness-Bereich findet sich als Neuheit eine künstliche Salzgrotte mit entsprechenden Anwendungen aus der Salztherapie. Laut Reederei ist das bislang einzigartig auf einem Kreuzfahrtschiff. Zum Angebot an Bord gehören zudem Akupunktur, Zahnaufhellung sowie "kosmetisch-medizinische Behandlungen", die laut Norwegian Cruise Line von einem zugelassen Arzt durchgeführt werden.

Umweltschützer sind die Schiffe Dorn im Auge

So faszinierend die Kreuzfahrtschiffe der Meyer Werft auch sein mögen, Umweltschützern waren sie von Anfang an ein Dorn im Auge. Das Aufstauen der Ems sorgt für viele ökologische Probleme - von der Störung dort brütender Vögel über die Versalzung der angrenzenden Wiesen bis zu Sauerstoffproblemen für Fische, wenn die Schiffe im Sommerhalbjahr ausgeliefert werden. Ein ständiges Ärgernis sei aber auch das Ausbaggern des Flusses, für das Millionenbeträge aufgewandt werden, sagt Birgit Rutenberg von der Bürgerinitiative "Rettet die Ems". Der Konflikt zwischen den Arbeitsplätzen auf der Werft und dem Umweltschutz bestimme seit Jahren die Region, berichtet Rutenberg. Und ergänzt: "Es gibt auch Leute, die auf der Werft arbeiten und auf unserer Seite sind."

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