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Weltreise auf See: So gelingt die XXL-Kreuzfahrt

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Weltreise auf See  

So gelingt die XXL-Kreuzfahrt

21.01.2014, 17:38 Uhr | dpa

Weltreise auf See: So gelingt die XXL-Kreuzfahrt. Der Hafen von Sydney ist eines der Pflichtziele auf jeder Kreuzfahrt um die Welt. (Quelle: dpa)

Der Hafen von Sydney ist eines der Pflichtziele auf jeder Kreuzfahrt um die Welt. (Quelle: dpa)

Sie gilt den Kreuzfahrern als die "Königsdisziplin" - die Reise mit dem Schiff rund um die Welt. Und in der Zwischenzeit ist eine solche Fahrt zwar immer noch nicht billig, aber bei vielen Anbietern durchaus bezahlbar. Doch eins sollte man zwingend mitbringen: Viel Zeit. Und ein bisschen Vorbereitung gehört auch dazu. Sehen Sie Eindrücke von Reisen um die Welt mit dem Schiff auch in unserer Foto-Show.

Von Discounter bis Luxus: "Weltreisen" sehr unterschiedlich

Weltreisen stehen bei vielen Reedereien im Katalog. Inzwischen lassen sie sich auch im Discounter oder bei einem bekannten Kaffeeröster buchen. Was genau "Weltreise" bedeutet, ist allerdings unterschiedlich. Manchmal fährt das Schiff tatsächlich rund um den Globus. Bei der Zahl der Häfen kann es allerdings große Unterschiede geben, von den exakten Routen einmal ganz abgesehen.

Joachim Frère und seine Frau sind inzwischen echte Fans der großen Touren: "Unsere erste Weltreise war 2008", erzählt der 72-Jährige. "Langweilig ist es nie und ein Riesenaufwand muss der XXL-Törn nicht sein, ein bisschen Vorbereitung ist aber sinnvoll. Man muss den Nachbarn bitten, Schnee zu schieben und die Post rauszunehmen", sagt Frère. Und natürlich muss man einiges einpacken. "Wir haben aber gelernt, aus zwei Koffern zu leben. Es geht tagsüber in Jeans, für abends hat man den dunklen Anzug. An Bord gibt es ja Waschmaschine und Trockner."

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Typischen Kreuzfahrtreisen gibt es nicht

Auch Klaus Kremer hat eine Menge Erfahrungen, was Weltreisen angeht: In seinen 26 Jahren bei der britischen Traditionsreederei Cunard hat er schon 16 mitgemacht und dabei einiges erlebt: "Sydney ist immer wieder imposant, wenn man in die Stadt reinfährt", sagt er. "Und als ich das erste Mal mit der 'Queen Mary 2' in San Francisco unter der Golden Gate Bridge durchgefahren bin, das war atemberaubend."

Den typischen Kreuzfahrtweltreisenden gibt es aber nicht: Die einen reisen allein, die anderen immer wieder mit den gleichen Bekannten. "Es gibt Ehepaare, die jedes Jahr eine Weltreise machen", sagt Gabi Haupt, bei Hapag-Lloyd Kreuzfahrten verantwortlich für das Kreuzfahrtprogramm der "Europa". "Und es gibt die einen, die an Bord Action haben wollen und andere, denen es nicht ruhig genug sein kann."

Hohe Quote an Wiederholungstätern

Der größere Teil hat aber schon Kreuzfahrterfahrung, bestätigt Michael Schulze von Phoenix Reisen. Und die Wiederholerquote ist hoch. "Wir haben ein Ehepaar, das immer die gleiche Suite bucht - schon länger, als ich im Unternehmen bin", erzählt Gabi Haupt. "40 Prozent unserer Passagiere machen jedes Jahr eine", berichtet Haupt, "und nochmal bis zu 30 Prozent alle zwei bis drei Jahre." Wer an Bord geht, trifft oft auf Bekannte. "Einige verabreden sich für die gemeinsame Weltreise."

Reedereien planen zwei Jahre im Voraus

Für die Reedereien sind solche Touren eine Herausforderung, die langen Atem erfordert. Gabi Haupt arbeitet längst an den Details für die Weltreise 2016. "Zweieinhalb Jahre vorher muss man das angehen." Aber auch die Passagiere sind nicht kurzentschlossen: "Gut ein Jahr vor dem Start laufen die Buchungen an." Meist macht nur ein Teil der Gäste an Bord die komplette Reise mit. Bei Phoenix Reisen kommen drei Schiffe für Weltreisen zum Einsatz. "Auf der 'Amadea' sind aktuell von den 600 Passagieren rund 100 von Anfang bis Ende dabei", erklärt Schulze. "Man kann natürlich auch einzelne Abschnitte buchen".

Sydneys Hafen als Pflichtziel bei Weltreisen

"Sydney ist bei Weltreisen ein Must", sagt auch Gabi Haupt. "Wir haben das einmal nicht gemacht - und dann haben sich gleich viele Passagiere beklagt." Es gehe aber nicht darum, die großen Häfen abzuhaken. "Wir wollen jedes Jahr andere Schwerpunkte setzen", sagt Haupt. Im vergangenen Jahr kreuzte die "Europa" erstmals in der philippinischen Inselwelt. Die hat Michael Schulze für die nächste 2015 beginnende Weltreise auch schon eingeplant - genau wie Taiwan, Japan oder die Molukken-Inseln. Ziele wie die Seychellen, Mauritius oder Neuseeland kommen ebenfalls immer gut an. Die Crew hat beim Fahrplan eine gewisse Flexibilität, was die Details angeht. Die wichtigsten Stationen aber stehen von vorneherein fest.

Die Kosten für einen XXL-Törn hängen stark vom jeweiligen Anbieter ab: Bei Discountern wie Penny sind schon "Weltreisen" für unter 4400 Euro zu buchen - mit der "Radiance of the Seas" ab Sydney und bis Vancouver in Kanada. Bei Phoenix Reisen beginnen die Preise knapp unter 15.000 Euro. Bei Hapag-Lloyd Kreuzfahrten kostet die aktuelle 137-tägige Weltreise ab 55.000 Euro - in der Penthouse-Suite sind es 131.000. Aber der Tagespreis liegt bei Weltreisen oft spürbar unter dem von kürzeren Strecken.

Zielgruppe für Weltreisen älter als Kreuzfahrer allgemein

Beim Alter der Weltreisenden gibt es eine große Spannbreite, hat Gabi Haupt beobachtet: "Die Jüngsten sind um 45, wir hatten vor kurzem aber auch einen Herren, der 98 war. Und der will auch seinen 100. bei uns an Bord feiern." Die Zielgruppe für Weltreisen ist etwas älter - schon wegen der langen Dauer, die für die meisten Berufstätigen eine echte Hürde sein dürfte.

Dass Gäste eine Weltreise nicht zu Ende machen, ist trotz der langen Dauer selten: "Und dass jemand abgebrochen hätte, weil es ihm nicht gefallen hat, hatten wir noch nie", betont Gabi Haupt. Trotzdem rät Michael Schulze, nicht gleich mit dem ganz großen Törn anzufangen: "Ich bin selbst zwölf Jahre zur See gefahren und hatte ganz zu Anfang auch meine Probleme mit dem Seegang." Vernünftiger sei, mit einer kürzeren Kreuzfahrt anzufangen und die eigene Seetauglichkeit zu testen. Wer dann auf den Geschmack gekommen ist, kann den XXL-Törn buchen - oder schon einmal anfangen zu sparen, falls das nötige Kleingeld noch fehlt.

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