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Überführung: "Quantum of the Seas" quetscht sich durch die Ems

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Größtes Schiff aus Deutschland  

"Quantum of the Seas" passiert letztes Nadelöhr

23.09.2014, 13:33 Uhr | mro, aja, dpa, t-online.de

Überführung: "Quantum of the Seas" quetscht sich durch die Ems. Die "Quantum of the Seas" auf der Ems. Starke Winde verzögerten die Überführung (Quelle: dpa)

Die "Quantum of the Seas" auf der Ems. Starke Winde verzögerten die Überführung (Quelle: dpa)

Es ist geschafft: Die "Quantum of the Seas" passiert mit dem Ems-Sperrwerk das letzte Nadelöhr auf dem Weg zur Nordsee. Damit schließt das größte je in Deutschland gebaute Kreuzfahrtschiff seine Reise von der Papenburger Meyer Werft ins Meer mit etwa zwölf Stunden Verspätung fast ab. Bilder der "Quantum of the Seas" und ihrer Emsüberführung sehen Sie auch in unserer Foto-Show.

Für die Passage durch die enge Ems zogen zwei Schlepper das Schiff rückwärts durch den Fluss. Das Schiff wird nun vor Emden gedreht und fährt weiter ins niederländische Eemshaven. Noch vor 14.00 Uhr solle das 348 Meter lange Schiff die Nordsee erreichen, sagte Peter Hackmann, der Sprecher der Meyer-Werft in Papenburg. Dort macht sie nach weiteren Tests am Mittwochmorgen fest.

In der Nacht hatte sich die Weiterfahrt verzögert, weil vor dem Sperrwerk in der engen Ems auf die nächste Flut gewartet werden musste. "Wir mussten extrem exakt manövrieren. Das wird durch die Größe des Schiffes natürlich nicht leichter", sagte der Sprecher.

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Reise beginnt mit Verspätungen

Die erste Reise des neuen Kreuzfahrtschiffes der Reederei Royal Caribbean begann bereits gegen 16.20 Uhr am Montagnachmittag. Die 348 Meter lange und 41 Meter breite "Quantum of the Seas" passierte die Werft-Schleuse zum Dockhafen und machte sich mit der Hilfe zweier Schlepper auf die Fahrt über die Ems in Richtung Nordsee. Starker Wind verzögerte die Überfahrt jedoch.

Schon das erste Nadelöhr wurde später als geplant genommen. Erst gegen kurz vor halb fünf am Nachmittag passierte das Schiff die Dockschleuse der Meyer Werft in Papenburg. Auch die weitere Strecke wurde deutlich langsamer als veranschlagt zurück gelegt. Die Friesenbrücke bei Weener passierte das Schiff erst gegen halb zehn, statt wie geplant um Viertel nach sechs.

Auch die Jann-Berghaus-Brücke bei Leer passierte das Schiff nach Mitternacht mit etwa vierstündiger Verspätung. Den mehreren tausend Schaulustigen, die der Emsüberführung beiwohnten, bescherte die langsame Fahrt allerdings besonders gute Blicke auf das Schiff und das Manöver. Laut NDR harrten viele bis spät in die Nacht aus.

Erst Dienstagmittag durch das Sperrwerk

Bis zum späten Abend des Montags hätte die schwimmende Kleinstadt, auf der künftig bis zu 4100 Passagiere reisen können, das Emssperrwerk im rund 30 Kilometer flussabwärts gelegenen Gandersum kurz vor Emden ursprünglich erreichen sollen, um es dann mit dem Hochwasser gegen Mitternacht zu passieren.

Wie der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) mitteilte, kam das Schiff aber langsamer voran als geplant. Eine NLWKN-Sprecherin sprach von einem "ehrgeizigen Zeitplan". Ein Sprecher der Meyer Werft sagte, das Schiff werde behutsam überführt, man wolle kein Risiko eingehen.

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Rückwärts über die schmale Ems

Über die schmale Ems musste der 348 Meter lange und 41 Meter breite Luxusliner im Schritttempo gut 30 Kilometer zurücklegen. Die Schlepper, die das Kreuzfahrtschiff zogen und bis zu 9000 PS stark sind, müssen gerade an den engen Stellen des Flusses Präzisionsarbeit leisten. Damit das Kreuzfahrtschiff besser manövriert werden konnte, zogen die Schlepper es rückwärts über die Ems. Das Kommando hat das Team der Lotsenbrüderschaft Emden, die das Manöver zuvor im Computersimulator im niederländischen Wageningen geübt hatte.

Damit Schiffe wie die knapp 168.000 Bruttoregistertonnen große "Quantum of the Seas" die schmale Ems befahren können, muss mit Hilfe des Emssperrwerks die Flut "eingefangen" werden. Gegebenenfalls muss sogar Wasser nachgepumpt werden. Nur dann kann das Schiff mit acht Metern Tiefgang sicher den Fluss passieren.

"Quantum of the Seas" 
Größtes Schiff Deutschlands macht sich auf den Weg

Mit einem guten Tag Verspätung hat die erste Reise des Kreuzfahrtschiffes begonnen. Video

Der ursprüngliche Überführungsplan

Klicken Sie auf das Bild, um den Plan zu vergrößern (Quelle: Meyer Werft)Klicken Sie auf das Bild, um den Plan zu vergrößern (Quelle: Meyer Werft)

Größtes in Deutschland gebautes Kreuzfahrtschiff

Die "Quantum of the Seas" ist nach Angaben der Meyer Werft das drittgrößte Kreuzfahrtschiff der Welt, sowie das größte, das je in Deutschland gebaut wurde. Als Volumen gibt die Reederei eine Bruttoraumzahl von 167.800 an.

Zu den Besonderheiten an Bord gehören unter anderem Teleskoparm montierte Aussichtsgondel sowie ein Fallschirmsprungsimulator. Außerdem soll es an Bord eine Bar geben, an der Roboter die Cocktails mixen. Die "Quantum of the Seas" wurde Mitte August in der Meyer-Werft ausgedockt.

New York wird das neue Zuhause des Megaliners

Die "Quantum of the Seas" ist das erste Schiff und Namensgeber einer neuen Schiffs-Kategorie bei RCI. Schiffe der sogenannten Quantum-Klasse haben 18 Decks und fassen maximal 4188 Gäste in 2094 Kabinen. Im Frühjahr 2015 soll das Schwesterschiff "Anthem of the Seas" fertig gestellt werden, das ebenfalls in der Meyer Werft gebaut wird. Auch das dritte Schiff der Klasse entsteht dort. Es wird den Namen "Ovation of the Seas" tragen und soll im Herbst 2016 fertig gestellt werden.

Der Heimathafen der "Quantum of the Seas" wird New York sein, von dort aus wird das Schiff auf Kreuzfahrten zu den Bahamas, den Bermudas und in die Karibik in See stechen. Die Reederei ist die amerikanische Royal Caribbean International.

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