Startseite
Sie sind hier: Home > Reisen > Reiseziele >

Kroatische Inseln suchen neue Besitzer

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Traumeilande für Millionäre  

Kroatische Inseln suchen neue Besitzer

25.04.2008, 17:48 Uhr | Z. Tomsic, t-online.de

Kornaten-Inseln (Foto: FVA Kroatien/Ivo Pervan)Kornaten-Inseln (Foto: FVA Kroatien/Ivo Pervan)

Unberührte Natur soweit das Auge reicht und keine Nachbarn weit und breit: Wie wäre es mit einem privaten Eiland mitten im Herzen Europas? Vielleicht reicht aber auch schon die Hälfte der kroatischen Adria-Insel Piskera des Kornat-Archipels aus, die nun zum Verkauf angeboten wurde. Laut der in der Adria-Stadt Split erscheinenden Zeitung "Slobodna Dalmacija" verlange der Privatbesitzer zehn Millionen Euro für die 586.000 Quadratmeter Land mit zwei Wohnhäusern von insgesamt 220 Quadratmetern. In Kroatien sorgte die Meldung für eine wahre Sensation auf dem Immobilienmarkt und dabei sickerte durch: Das genannte Kornaten-Juwel ist kein Einzelfall. Insgesamt warten 20 Inseln auf neue Ganz- oder Teilbesitzer. Wer über einen dick gepolsterten Geldbeutel verfügt, kann sich freuen. Doch wie sieht es mit den Pauschaltouristen aus? Könnte der Abverkauf eingeschränktes Badevergnügen bedeuten?

Foto-Serie Kroatien-Highlights

Die Inseln sind und bleiben Allgemeingut

Kroatien, das Land der tausend Inseln ist insbesondere bei Seglern beliebt. Es gibt nichts Schöneres als die einzelnen Eilande anzusteuern und dort anzulegen, wo es einem gefällt. Mit dem Verkauf ändert sich daran nichts. Nach kroatischem Recht bleiben die Eilande Allgemeingut, selbst wenn die Immobilienmakler den Kunden "unantastbare Paradiese für Einzelne" versprechen. So gesehen werden Touristen dort weiterhin picknicken und sonnenbaden können - wie bisher auch.

Ist der Kauf überhaupt rentabel?

Auch wenn das Angebot auf den ersten Blick mehr als rentabel erscheint, bleibt offen, ob sich überhaut Interessenten finden werden. Die Insel Piskera befindet sich beispielsweise im Naturschutzpark-Gebiet und dort ist jede Bautätigkeit verboten. Auch auf der Insel Kornat wird eine Fläche von 130.000 Quadratmetern für 1,56 Millionen Euro angeboten. Ebenfalls zu haben ist die Hälfte einer unbewohnten Insel für 320.000 Euro, die laut Annonce ideal für Olivenzucht und "Tourismus wie Robinson Crusoe" sei. Die meisten Immobilien befinden sich jedoch auf der Insel Zuta, dem größten Kornaten-Eiland, das allerdings außerhalb des Nationalparks liegt. Wegen ungesicherter Wasserversorgung sei noch keine Insel verkauft worden, hieß es im Zeitungsbericht.

Erste Verkaufsansätze in 2002

Vom Ausverkauf betroffen sind nicht nur die Kornaten. Das Immobilienbüro "Broker" aus Split bietet noch weitere einsame Badeparadiese an. Erste Ansätze, die kroatischen Eilande zu verkaufen, gab es bereits 2002, als die Londoner Zeitschrift "Weekend FT - how to spend it" damit auf dem britischen Markt warb. Schließlich ist Kroatien quasi um die Ecke - erspart einem so endlose Flüge in die Karibik & Co. In dem kleinen Land für große Ferien löste die Meldung schon damals Entsetzen aus. Vor allem der "Nedjeljni vjesnik" kritisierte das Vorhaben. Dabei wurden auch die Kornaten erwähnt, die an niemanden anderen verkauft werden dürfen als an den Nationalpark selbst. Laut Gesetz hat der kroatische Staat Vorrang beim Kauf. Im jetzigen Fall sei die Regierung allerdings wegen leerer Kassen nicht interessiert, schreibt "Slobodna Dalmacija". Von den Besitzern gab es weder ein Kommentar zu den Beweggründen noch welche Inseln oder Positionen angeboten werden - sie schweigen sich lieber aus.

Kroatiens Vorzeigeparadiese - die Kornaten-Inseln

Zwischen den Inseln Zirje und Dugi Otok erstrecken sich die zirka 140 Kornaten-Inseln, von denen die Hälfte zum Kornati-Nationalpark gehört und daher unter besonderem Schutz steht. Die kargen Eilande bestehen aus Karbonatfelsen, meistens aus Kalkstein, und sind daher selten bewachsen. Eine besonders eindrucksvolle Kulisse bilden die steil ins Meer hinab fallenden Felsklippen. Die Buchten bieten ungestörtes Badevergnügen und an einigen Stellen ist das Abtauchen zur vielfältigen Unterwasserwelt möglich. Besucher übernachten für gewöhnlich auf Schiffen. Stressgeplagte Großstädter können aber auch einmal im Leben Robinson Crusoe spielen und eine abgeschiedene Steinhütte mieten, ohne Strom und Telefon. Nur nicht ganz so extrem, schließlich gibt es das Überlebenspaket dazu.

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Wir bitten um Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.

Kommentare

(0)
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Die besten Videos des Jahres 2016 
Passant entlarvt angeblichen Beinamputierten

Misstrauisch werden die vermeintlichen Beinstümpfe befühlt. Video

Anzeige


Anzeige
shopping-portal