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Neuseeland: Land der Geysire und Vulkane

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Neuseeland  

Unterwegs am "Höllentor"

10.10.2008, 15:49 Uhr | dpa-tmn

Rauchfahne über aktivem Inselvulkan der White Islands (Foto: Tourism New Zealand/dpa/tmn)Rauchfahne über aktivem Inselvulkan der White Islands (Foto: Tourism New Zealand/dpa/tmn)

Neuseeland ist in jeder Beziehung jung und dynamisch, nicht nur, weil es als letztes Land der Welt entdeckt wurde - auch im geologischen Sinne überstürzt sich die Entwicklung. Vor allem die Nordinsel ist ein tektonischer Hexenkessel. Erleben Sie das Land der spuckenden und brennenden Erde auch in unserer Foto-Serie.

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Foto-Serie So schön ist Neuseeland
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Neuseelands "Hot Spots"

Unter Neuseeland kocht der Erdmantel: Hier taucht die Pazifische Erdplatte ab und schiebt sich unter die Australische Platte. Das führt immer wieder zu Erdbeben und Vulkanausbrüchen. Zwischen Rotorua, Taupo und Tongariro sieht man aber nicht nur Vulkankegel, sondern auch viele "Hot Spots" mit Geysiren, Fumarolen, kochenden Schlammlöchern oder heißen Quellen. Es sind beeindruckende Naturschauspiele, die Geologen nüchtern als "postvulkanische Erscheinungen" bezeichnen.

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Schwefelgeruch und Rauchschwaden

Die Straße, die diese Orte verbindet, heißt treffend "Thermal Explorer Highway" - man könnte sie aber auch "Highway zur Hölle" nennen, denn zwölf Kilometer nordöstlich von Rotorua liegt Hell's Gate ("Höllentor"), mit vier Hektar Fläche eines der größten Thermalgebiete der Region. Auch das Städtchen Taupo am gleichnamigen See ist im wahrsten Sinne des Wortes atemberaubend: Schwefelgestank liegt in der Luft, Rauchschwaden vernebeln den Blick, dampfspeiende Fumarolen zischen direkt neben der Hauptstraße aus dem Boden. Zu den schönsten Thermalgebieten auf der Nordinsel zählt Orakei Korako im "Hidden Valley", einem Tal rund 70 Kilometer südlich der Stadt Rotorua. Man erreicht es auf einer Nebenstraße, die bei der Ortschaft Golden Springs von der Landeshauptstraße 5, dem "Thermal Explorer Highway", nach Westen abzweigt. Diese Nebenstraße endet an einem Café am Ufer des Ohakuri-Sees. Ein Boot bringt die Besucher in fünf Minuten über den See ins Thermalgebiet.

Natürliche Wellness-Center

"Orakei" bedeutet in der Maori-Sprache "Ort des Schmückens": Die farbenprächtigen, mineralhaltigen Pools dienten einst den Maori-Häuptlingen als Wellness-Center und Schminkstube. Auf einer zweistündigen Wanderung über gut ausgebaute Stege und Wege kommen Urlauber aus dem Staunen nicht mehr heraus: Schlammlöcher blubbern und schmatzen, Kieselerde-Ablagerungen schillern in allen Farben des Regenbogens. Daneben gibt es perlende "Champagner-Pools" und strahlend weiße Sinterterrassen zu sehen - und das alles eingebettet in ein üppig-grünes Tal mit riesigen Silber-Baumfarnen, den sogenannten Pongas, die zu den Wahrzeichen Neuseelands gehören. Für die Maori symbolisieren die Baumfarne den Beginn des Lebens. Selbst das Leitwerk jedes Flugzeugs von Air New Zealand zeigt das Motiv.

Geysir-Fontänen im Minutentakt

Besucher in Orakei Korako dürfen sich ohne Führer bewegen. Sie sollten aber unbedingt auf den vorgeschriebenen Wegen bleiben und die Warnschilder ernst nehmen. Das kochend heiße Thermalwasser ist überall, und Leichtsinn wird mit Verbrühungen bestraft. Der "Diamant-Geysir" gleich am Anfang des Rundweges spritzt sein kochendes Wasser bis zu acht Meter hoch in die Luft, manchmal im Minuten-Rhythmus, manchmal im Abstand von mehreren Stunden. Das Wasser zerstiebt im Sonnenlicht zu winzigen Tröpfchen, die wie Diamanten glitzern.

Tanz auf dem aktiven Vulkan

Wer als Tourist auf einem aktiven Vulkan tanzen möchte, dem sei White Island empfohlen. Das Eiland, 50 Kilometer nordöstlich vor Whakatane in der Bay of Plenty gelegen, ist Neuseelands einziger aktiver Inselvulkan. Dort dürften sich Besucher wie auf einen anderen Planeten versetzt fühlen: Eine Insel ohne Vegetation, dafür mit brodelnden Schlammtümpeln, gelben Schwefelbergen und einem schillernden Krater, in dem giftig-grünes Wasser kocht. Eine düstere und abweisende Insel, die zum Himmel stinkt - aber zugleich ein faszinierender Ort, der einen Einblick in die Urzeiten der Erdgeschichte gewährt. Jederzeit kann der Vulkan Asche, Bimsstein oder Lava ausspucken, ständig liegt eine weithin sichtbare Rauchfahne über der Insel. Täglich werden Hunderte von Erdbeben registriert, die meisten sind aber glücklicherweise so schwach, dass nur die Seismographen sie bemerken. Trotzdem ist White Island nicht nur für Vulkanologen und andere Wissenschaftler zugänglich, sondern auch für Touristen, die im Hafenstädtchen Whakatane bei einigen Veranstaltern Tagesausflüge mit Booten buchen können. Bevor sie auf die Insel dürfen, müssen sie allerdings einen Schutzhelm aufsetzen und bekommen eine Atemschutzmaske in die Hand gedrückt. Zwar liegt der letzte große Ausbruch schon sieben Jahre zurück - aber man kann ja nie wissen.

Weitere Informationen

Anreise und Formalitäten: Deutsche benötigen zur Einreise einen Reisepass. Ein Visum ist nur erforderlich, wenn sie länger als drei Monate im Land bleiben möchten. Flüge von Europa nach Auckland dauern mit Umsteigen mehr als 24 Stunden. Air New Zealand fliegt zweimal täglich mit Zubringern von deutschen Flughäfen von London-Heathrow nach Auckland: Einmal westwärts mit Stopp in Los Angeles, einmal ostwärts mit Stopp in Hongkong. Andere Fluggesellschaften legen Umsteigestopps zum Beispiel in Singapur, Dubai oder Bangkok ein. Innerhalb Neuseelands reisen Urlauber am besten mit einem Leihwagen.

Klima: Mildes Meeresklima mit warmen Sommern auf der Nordinsel. Der Frühling beginnt im September.

Reisezeit: Oktober bis März. Mitte Dezember bis Ende Januar sind manche Hotels ausgebucht, weil dann viele Neuseeländer Sommerferien haben.

Währung: Ein Euro ist rund 2,28 Neuseeland-Dollar wert (Stand: Oktober 2008).

Zeitunterschied: Neuseeland ist Mitteleuropa je nach Jahreszeit um zehn bis zwölf Stunden voraus.

Informationen: Tourism New Zealand, 80 Haymarket, London SW1Y 4 TQ, Großbritannien (Tel. von Deutschland: 0044/720/79 30 16 62), www.newzealand.com.
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