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Kuba: Traumziel in der Karibik

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Karibik  

Urlaubsparadies Kuba: Hier steht die Zeit still

22.02.2008, 15:52 Uhr | dpa

Urlaubsparadies Kuba lockt mit weißen Karibikstränden  (Foto: Kubanisches Fremdenverkehrsamt)Urlaubsparadies Kuba lockt mit weißen Karibikstränden (Foto: Kubanisches Fremdenverkehrsamt)

Weiße Karibikstrände, viele Spitzenhotels und ein umfangreiches Kulturangebot: Kuba ist seit Jahren für viele Deutsche ein Traumziel. Mit dem Rückzug von Fidel Castro und einer Öffnung des Landes könnte das Urlaubsparadies neuen Aufwind erhalten. Doch derzeit erwarten viele Reiseveranstalter in Deutschland keine große Änderungen - schließlich spielt die Politik für viele Urlauber keine Rolle und Kuba gilt als sicheres Land. Erst wenn die USA ihren Kuba-Boykott aufgeben würden, könnte das den Kuba-Tourismus deutlich verändern.


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Zeitreise in Kuba

Europas zweitgrößter Tourismuskonzern Thomas Cook geht davon aus, dass sich durch den Rückzug Castros zunächst nichts ändert. "Auf Kuba ist ja schon seit mehr als einem Jahr das Tagesgeschäft ohne ihn gelaufen", sagt Sprecher Matthias Brandes. "Es hat sich vor Ort überhaupt nichts geändert." Die politische Lage würden Touristen nur an heruntergekommenen Zuständen im Landesinneren oder auch in Havanna spüren. "Das ist wie eine Zeitreise. In den Touristengebieten ist dagegen alles 1A", sagt Brandes, der selbst vor einigen Jahren im Urlaub auf Kuba war. Thomas Cook hat jedes Jahr mehr als 30.000 deutsche Gäste auf der Karibikinsel.

Sicheres Urlaubsland

Marktführer TUI, der jedes Jahr mehr als 50.000 Gäste aus Deutschland nach Kuba bringt, sieht keine Verbindung zwischen der politischen und touristischen Entwicklung. Die Zusammenarbeit mit den kubanischen Partnern sei sehr gut, sagt Sprecherin Alexa Hüner. TUI hat über Partner auch selbst Hotels auf Kuba. "Ich habe noch nie eine Anfrage zu politischen Fragen bekommen", berichtet die Produktleiterin von Maier's Weltreisen, Martina Beeken. Kuba-Reisende wüssten bereits, was sie erwartet. Außerdem sei Kuba mit seiner geringen Kriminalitätsrate ein sehr sicheres Land. In den vergangenen Jahren sei die Nachfrage stetig gestiegen. Mehr als 10.000 Gäste zählt Maier's Weltreisen jedes Jahr für Kuba, rund 40 Prozent der Urlauber würden neben dem Strandurlaub eine Rundreise buchen.

Freiheit Schritt für Schritt

"Die Weichen in Kuba wurde organisatorisch schon vor eineinhalb Jahren neu gestellt", meint auch der Gebietsleiter für Kuba des kleinen Studienreiseanbieters Studiosus, Ulrich Rosenbaum. Auswirkungen auf die Nachfrage habe das aber nicht. "Wenn sich mal was ändern würde in Richtung Öffnung oder größere Freiheit, dann eher wie in China Schritt für Schritt." Studiosus zählt im Jahr etwa 600 Touristen, die in Kuba vor allem durchs Land reisen. Die Zahl der deutschen Touristen auf Kuba war in den vergangenen Jahren von großen Schwankungen geprägt. Zählte das Statistische Bundesamt 1997 noch knapp 80.000 Fluggäste von Deutschland nach Kuba, waren es vergangenes Jahr mehr als 100.000. Allerdings liegt das noch weit unter dem Tourismus-Boomjahr 2000, als rund 190.000 Passagiere gezählt wurden.

Tourismus für den Wohlstand

Die Reisewirtschaft ist zuversichtlich, dass der Tourismus auch bei der Entwicklung eines Landes helfen kann. "Der Tourismus bringt in solchen Ländern mehr Wohlstand und Arbeitsplätze", sagt Brandes. Und der Kontakt zu Ausländern führe auch zu einer gewissen Öffnung. "Wenn man in solche Länder nicht mehr reist, bestraft man die normale Bevölkerung, die dann noch mehr leidet", sagt auch der Sprecher des Deutschen ReiseVerbandes, Torsten Schäfer. Das Regime werde dagegen kaum getroffen. Langfristig könnte eine Öffnung Kubas den Tourismus auf der Karibikinsel allerdings doch noch deutlich verändern - sofern die USA ihre Boykotthaltung aufgeben und viele US-Firmen oder Exil-Kubaner dann auf der Insel investieren. "Viele US-Hotelketten stehen schon in den Startlöchern", sagt ein Tourismus-Experte, der namentlich nicht genannt werden will. Für US-Amerikaner könnte Kuba dann wieder ein wichtiges Urlaubsziel werden. Allerdings: "Das Land würde aber wohl auch seinen maroden Charme verlieren."

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