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Costa Rica steckt voller Überraschungen

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Das pure Leben genießen  

Costa Rica steckt voller Überraschungen

01.12.2016, 11:13 Uhr | S. v. Kamptz

Costa Rica steckt voller Überraschungen. Ein Dreizehen-Faultier klettert ein Zipline-Seil entlang. (Quelle: S. v. Kamptz )

Ein Dreizehen-Faultier klettert ein Zipline-Seil entlang. (Quelle: S. v. Kamptz )

In dem mittelamerikanischen Land lassen sich die Natur und das "pure Leben" in vollen Zügen genießen - manchmal hängt sogar ein Faultier an der Zipline. Schauen Sie sich Impressionen auch in unserer Foto-Show an.

Die Zipline stoppt plötzlich. Mitten im Blätterdach des Urwalds, 20 Meter über dem Boden, hängt ein ausgewachsenes Faultier am Seil. Es dauert geraume Zeit, bis sich der graue Geselle gemächlich zur nächsten Plattform gehangelt hat und in einer Baumkrone verschwindet. "Unglaublich! Normalerweise nutzen Faultiere und Affen die Seile höchstens in der Nacht als eine Art Dschungel-Autobahn", strahlt Moises Mesen Sandoral. Der 20-Jährige Guide verfügt nun über eine ganze Selfie-Galerie mit Faultier. 

Das "pure Leben"

Pura vida, das heißt so viel wie "pures Leben" und ist die gängige Begrüßungsformel in Costa Rica. Damit drücken die Einheimischen, "Ticos" genannt, ihre aufrichtige Freude darüber aus, gerade in diesem Moment an diesem Fleckchen Erde zu leben. Tatsächlich fühlen sie sich ein Stück weit gesegnet. Zu Recht: Zwischen den langen Stränden an Karibik und Pazifik erheben sich Vulkane und Bergregenwälder. Die Tier- und Pflanzenwelt in den zahlreichen Nationalparks, die ein Viertel des Staatsgebiets umfassen, ist unglaublich: Allein im Nationalpark Corcovado im Südwesten des mittelamerikanischen Landes sind 2,5 Prozent der weltweiten Biodiversität anzutreffen. 

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Am besten erforschen Urlauber die vielfältigen Ökosysteme mit einem sachkundiger Führer, der mit geschultem Blick in Baumwipfeln dösende Affen entdeckt und bizarre Pflanzen erklärt. Mit spitzen Stacheln ist etwa der Stamm des Sandbüchsenbaums übersät, der sich so vor ungebetenen Besuchern schützt. Die Würgefeige umschlingt andere Bäume und erdrosselt sie - ein Mord in Zeitlupe, der bis zu 100 Jahre dauern kann. Deutlich niedlicher anzusehen ist das Schlüpfen kleiner Schildkröten. Mehrere Arten - darunter die bis zu 140 Zentimeter große und 185 Kilo schwere Grüne Meeresschildkröte - vergraben ihre Eier an den sandigen Küsten Costa Ricas. 

Perspektivwechsel gefällig?

Hängebrücken- und Canopy-Anlagen, Zip-Lines von Baumkrone zu Baumkrone, ermöglichen es, einen Blick in die ansonsten unerreichbaren obersten Etagen der riesigen Urwaldbäume, die ein eigenes Ökosystem darstellen, zu werfen: Wie ein in allen erdenklichen Grüntönen wogendes Meer präsentiert sich der Regenwald von oben. Kajaks sind das perfekte Transportmittel, um das Wurzelwirrwarr der Mangroven entlang der Flussmündungen zu erkunden. Nahezu lautlos kann man sich auf diese Weise in der geheimnisvollen Welt, die dem täglichen Rhythmus von Ebbe und Flut unterliegt, Reihern und Ibissen bis auf wenige Meter nähern. Auch der geschützte Golfo Dulce - einer von vier tropischen Fjorden weltweit - ist ein beliebtes Kajakrevier. Mit etwas Glück lassen sich dort Delfine und zwischen Juli und Oktober sowie Dezember und April Buckelwale mit ihren Jungen beobachten. 

Der Tico-Gruß "pura vida" bezieht sich nicht nur auf den Reichtum der Natur. "Gerade im ursprünglichen Süden Costa Ricas sind die Menschen wirklich entspannt und zufrieden", hat Julieta Chan Blanco festgestellt. Sie kam vor zehn Jahren aus der Hauptstadt San José und managt das Projekt "Caminas de Osa", das sich nachhaltigem und sozial verträglichem Tourismus auf der Halbinsel Osa verschrieben hat. Urlauber lernen auf verschiedenen Routen Kultur und Lebensweise der Bewohner kennen. Egal ob Juan, der seine Gäste zum Goldwaschen in den Urwald mitnimmt, oder Mariano, der von den Mythen seines indigenen Volkes erzählt: Sie alle sind erkennbar stolz auf ihr Leben und Tun und öffnen ihren Gästen aus dem fernen Europa bereitwillig ihre Türen. Türen, die es in dem Sinn gar nicht gibt. 

Denn das Leben in Costa Rica findet zumeist draußen statt: Restaurants, Hotellobbys und die Wohnzimmer der Einheimischen befinden sich quasi im Freien. Die offene Bauweise sorgt für Schatten, Schutz vor Regenschauern und einen natürlichen Luftzug. In manchen Urwald-Lodges sind sogar Schlafzimmer und Bäder fast ohne massive Wände konstruiert. Beim Zähneputzen im Freiluftbad fliegt dann schon mal ein Tukan vorbei. 

Dabei beginnen die Tage mitten im Regenwald meist früh

Schon in der Stunde vor Sonnenaufgang um 5:30 Uhr verständigen sich die Brüllaffen lautstark über ihre Routen zum nächsten Frühstücksbaum. Nicht ungewöhnlich, wenn einem um diese Zeit schon fröhlich dreinschauende Menschen auf dem Weg zur Urwaldtour begegnen, denn morgens sind Affen, Vögel und Co. am aktivsten und deswegen am besten zu beobachten. So nah am Äquator sinkt die Sonne allerdings auch schon früh wieder hinter den Horizont. Ab 18 Uhr ist die Dunkelheit mit dem vielstimmigen Zirpen der Insekten erfüllt. Nur feine Moskitonetze trennen die Urlauber dann von den nächtlichen Geräuschen und der Natur - freier Blick vom Bett auf den Sternenhimmel inklusive. Auch das ist pura vida! 

Weitere Informationen: 

  • Costa Rica Tourism Board, Tel. 00506/22995800, www.visitcostarica.com, www.botschaft-costarica.de, Infos zu den Nationalparks unter www.sinac.go.cr 
  • Anreise: Condor fliegt dreimal wöchentlich ab Frankfurt und einmal wöchentlich ab München direkt nach San José, Preise ab 380 Euro für die einfache Strecke (www.condor.de). 
  • Beste Reisezeit: Während der Trockenzeit zwischen Mitte November und April heiß, während der "green season" von Mai bis November regelmäßige Regenschauer. Die Monate Juli, August und September gelten als angenehme Zwischensaison, im September und Oktober ist mit andauernden Regenfällen zu rechnen. 

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