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Norwegen ist ein Geheimtipp für Motorradfahrer

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Norwegen für Biker: Kurven mit Fjordblick

10.06.2013, 10:03 Uhr | srt/Thomas Krämer

Norwegen ist ein Geheimtipp für Motorradfahrer. Kurven ohne Ende in Norwegen. (Quelle: Thomas Krämer/srt)

Kurven ohne Ende in Norwegen. (Quelle: Thomas Krämer/srt)

Norwegen ist für viele Motorradfahrer ein exotisches Ziel. Wer sich vom Vorurteil, dass es hier immer regnen würde und es kalt sei, nicht abschrecken lässt, der findet auf einsamen Straßen Kurven ohne Ende in einer grandiosen Fjord- und Fjelllandschaft. Schauen Sie sich die Landschaft auch in unserer Foto-Show an.

Eine unendliche Ebene

Es regnet, es stürmt. Aus den kleinen Lautsprechern des Motorradhelms knallen die Doors auf die Ohren. "Riders on the Storm." Es gibt kein Lied, das besser passen würde an diesem fürchterlichen, fürchterlich schönen Tag in der nordnorwegischen Finnmark. Über eine sich schier unendlich erstreckende, baumfreie Ebene ist das Asphaltband ausgerollt. Dutzende von Rentieren klappern auf ihren Hufen über das spiegelnasse Asphaltband, sie genießen Vorfahrt vor den wenigen Autos und Wohnmobilen, die an diesem Tag auf Nordkurs sind.

Keine Ruhe in Sicht

Nordkurs heißt in diesem Fall bei den meisten: Nordkap. Jener magische Punkt, der früher nur mit dem Boot zugänglich war und der heute auf einer guten Straße entlang des Porsangerfjords sogar ohne Fähre zu erreichen ist. Auch die Maut für den Nordkaptunnel wurde im Sommer 2012 aufgehoben. Wer hier auf nordische Einsamkeit hofft, wird jedoch enttäuscht - in den späten Abendstunden steppt in der Nordkaphalle gewissermaßen das Rentier. Gut ein Dutzend Busse entlässt seine Passagiere in Richtung Globus, dem Markenzeichen des fast nördlichsten Punktes des europäischen Festlands. Wohnmobile suchen einen Stellplatz, Pkws holpern über den Schotter. Sogar ein Traktorfahrer aus Bruchsal ist am Ziel seiner mehrmonatigen Reise.

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Warten auf die Mitternachtssonne

Alle hoffen auf die Mitternachtssonne, verlieren aber dieses Glücksspiel. Immerhin: Es bleibt trocken. Am frühen Morgen bricht dann sogar die Sonne durch die Wolken, scheint von einem strahlend blauen Himmel. Und straft damit all diejenigen Lügen, die sagen: "In Norwegen regnet es immer." Klar, mit großer Wahrscheinlichkeit wird man irgendwann einmal bei einer Nordlandtour in Regenkombi oder Gore-Klamotten schlüpfen, sich über gute Motorradreifen freuen, die auch auf nassem Asphalt kleben. Doch das nächste Wolkenloch ist meist nicht weit. Und dann strahlt die Sonne von einem tiefblauen Himmel, beleuchtet Straßen, die sich um Berge, die Fjells, herumwinden und Fjorde umarmen.

Kurve um Kurve

Dabei muss man gar nicht bis zum Nordkap fahren. Eher im Gegenteil. Rund um Tromsø in Nordnorwegen kann man sich tagelang festfahren, reiht auf der Insel Senja Kurve an Kurve, lässt sich von den aus dem Fjord aufragenden steilen Wänden der Lyngsalpen faszinieren. Kurvt am Fuß steingewordener Wellen bei Narvik durch eine Landschaft, die kein Bildhauer aus der Erde schöner hätte herausmeißeln können als die Gletscher der Eiszeit. Oder weiter im Süden auf dem Kystriksveien, der mit Meeresblick Mittel- mit Nordnorwegen verbindet und auf dem man bei jedem Warten auf die Fähre mit anderen Zweirad-Piloten ins Benzingespräch kommt. "Kennst du die Atlantikstraße? Klasse, nicht?" Klar, genauso wie die unzähligen Straßen, die - rechts der Fels, links das Meer - durch Westnorwegen führen. Manchmal auch hinauf ins Fjell, wo bis in den Sommer hinein Schneewände Spalier stehen.

In die Mitternachtssonne reiten

Die Alpen? Auch eine tolle Gegend zum Biken. Aber während man dort am frühen Abend sein Stiefelbier trinkt, reitet man in Norwegen in die Mitternachtssonne hinein. Schließlich braucht man hier viel Zeit, was nicht nur am geflissentlich einzuhaltenden Tempolimit liegt (wobei das Wort "Tempo" in Norwegen eine völlig neue Bedeutung bekommt). Schlafen kann man im Winter, wenn das Motorrad eingemummelt in der Garage steht.

Weitere Informationen:
Infos zu Norwegen: www.visitnorway.de
Beste Reisezeit: Juni bis Mitte September
Essen & Trinken: An praktisch jeder Tankstelle findet man eine Imbissbude. Ein abendlicher Besuch im Restaurant strapaziert die Reisekasse, günstiger ist der Mittagstisch.
Motorradfahren in Norwegen: Wasserdichte Bekleidung ist unbedingt nötig (auch wenn das Wetter meist viel besser ist als landläufig behauptet). Auch Kettenspray und Ersatzhandschuhe einpacken. Motorrad-Werkstätten sind dünn gesät, die Norweger im Zweifelsfall aber Improvisationskünstler. Kleine Straßen sind zu bevorzugen (gute Karte!). Im Norden Achtung vor Rentieren auf der Fahrbahn! Geschwindigkeitsbeschränkungen sollten peinlichst beachtet werden, schon geringfügige Überschreitungen können teuer werden!
Literatur: Alpentourer-Spezialausgabe Skandinavien, erschienen bei MoTourMedia (www.motourmedia.de), 7,50 Euro.


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