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Größte Eishöhle der Welt bei Werfen: Ein Eispalast unter Tage

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Österreich  

Ein Eispalast unter Tage

24.05.2011, 11:28 Uhr

Größte Eishöhle der Welt bei Werfen: Ein Eispalast unter Tage . Die größte Eishöhle der Welt (Foto: www.eisriesenwelt.at)

Die größte Eishöhle der Welt in Werfen bei Salzburg. (Foto: www.eisriesenwelt.at)

Bis zu acht Stockwerke hoch türmen sich Wälle und Mauern aus Eis, Gebilde aus gefrorenem Wasser überziehen die Wände, von der Natur geschaffene Eisskulpturen stehen in den Felshallen: In der Eisriesenwelt bei Werfen im Salzburger Land herrscht das ganze Jahr über Väterchen Frost. Seit Anfang Mai können Besucher die größte Eishöhle der Welt wieder besuchen und für kurze Zeit besondere Eisformationen bestaunen. Wir zeigen Ihnen faszinierende Einblicke in die eisige Winterwelt in unserer Foto-Show.

Ein Tor im Höhlenportal verschließt den Eingang

Schon der Weg zur Eishöhle ist ein Erlebnis. Kühn schwebt Österreichs steilste Seilbahn hinauf zur Westwand des Hochkogels. Und beim Marsch zum Eingang auf 1641 Metern Höhe sieht man das Höhlenportal schon von weitem: 20 Meter breit und 18 Meter hoch klafft es im Fels. Gleich hinter dem Eingang bläst ein eisiger Sturm die Gaslampen der Besuchern aus - er währt aber nur Sekunden. Dann schließt sich das Tor, und im Schein der wieder entfachten Lampen funkeln bereits die natürlichen Eisskulpturen an den Wänden.

Der Eispalast liegt einen Kilometer im Berginnern

Als Erstes erreicht man die 150 Meter lange und 40 Meter breite Posselthalle (benannt nach ihrem Entdecker Anton von Posselt-Czorich), die mit sechs Meter dickem Eis gefüllt ist. Einer der Höhepunkte der Tour durch die frostige Zauberwelt ist die Hymirhalle, die fast völlig vom Eis ausgefüllt wird. Sie ist benannt nach dem Reifriesen Hymir ("der Finstere") in der nordischen Mythologie. In der Mitte der Halle erhebt sich die Hymirburg, ein Eisgebilde mit einem Umfang von fast 40 Metern. In ihr können die Besucher eine Vielzahl an Eiszapfen bewundern, die mit ein Bisschen Fantasie aussehen wie eine Orgel. Letzte Station ist der Eispalast. Hier wird so manchem Besucher mulmig zumute: Die Höhle liegt nämlich etwa einen Kilometer tief im Berginnern und rund 400 Meter unter der Erdoberfläche. An dieser Stelle macht die Führung dann kehrt. Nach zirka einer Stunde unter Tage gelangt die Gruppe wieder ans Tageslicht.

Warm einpacken lautet die Devise

Das gesamte Höhlensystem erstreckt sich über eine Gesamtlänge von rund 42 Kilometern. Doch nur ein Kilometer ist mit Eis bedeckt und für Besucher begehbar - ein Bruchteil der kompletten Höhle. Da im Inneren die Temperatur meist unter null Grad Celsius liegt, sollten die Besucher sich für die einstündige Führung warme Kleidung und festes Schuhwerk anziehen. Zudem sollten sie körperlich fit sein. Insgesamt 134 Höhenmeter sind zu überwinden, was einem Fußmarsch durch das Treppenhaus eines Hochhauses entspricht.

Momentan schmücken Eisformationen und Raureif die Höhle

Zur Zeit schmücken Eisformationen das Innere der Höhle. Sie entstehen, indem das eindringende Schmelzwasser in der unterkühlten Höhle sofort zu Eis erstarrt. An manchen Stellen überzieht ein weißer, wenige Zentimeter dicker Pelz die Decke der Höhle. Der Belag ist aus Raureif, der sich gebildet hat und der üblicherweise bis Juni bestehen bleibt.

Per Gondel oder zu Fuß bis zur Höhle

Entdeckt wurde die Höhle erst Anfang des vergangenen Jahrhunderts. Davor war sie lediglich ein paar Jägern bekannt. Während die ersten Besucher noch einen strapaziösen Aufstieg in Kauf nehmen mussten, gelangt man heute ganz bequem nach oben - natürlich per Seilbahn. Nach Anfahrt zum Parkplatz und 20 Minuten Fußmarsch erreicht man die Talstation. Während der Fahrt mit der Seilbahn gibt es atemberaubende Ausblicke auf die Bergwelt der Hohen Tauern zu sehen. Den steilsten Teil des Weges, von 1076 auf 1586 Meter, bewältigt die Gondel in wenigen Minuten. Wer die sportliche Variante bevorzugt, kann die 500 Höhenmeter zwischen Tal- und Bergstation zu Fuß überwinden. Für den Aufstieg müssen zirka anderthalb Stunden eingeplant werden.

Abkühlung im Sommer

Der Betreiber der Eishöhlen-Führungen rät, den Eisriesen besonders an schönen und heißen Tagen zu besuchen. Dann können die Gäste sich nicht nur abkühlen - denn gerade bei schönem Wetter sei der Panoramablick vom Eingang der Höhle weit über das Salzachtal hinaus und der Wechsel zwischen Licht und Finsternis besonders reizvoll.

Weitere Informationen:

Höhlen- und Seilbahnbetrieb: Täglich von 1. Mai bis 26. Oktober. Öffnungszeiten: Neun bis 15:30 Uhr (letzte Führung) oder 16:30 Uhr (letzte Führung im Juli und August). Preise: Für den Höhlenbesuch inklusive Seilbahn zahlen Erwachsene 19 Euro; Kinder bis zu 14 Jahren 9,50 Euro. Die Höhlenführung allein liegt bei 8,50 Euro für Erwachsene und 4,50 Euro für Kinder. Dauer der Führung: zirka eine Stunde und 15 Minuten. Für den Besuch sollten insgesamt drei bis vier Stunden einkalkuliert werden.

Eisriesenwelt GmbH, Getreidegasse 21, A-5020 Salzburg, Tel.: ++43/(0)662/842690-14, Fax ++43/(0)662/842690-8, E-Mail: info@eisriesenwelt.at, Internet: www.eisriesenwelt.at


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