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Das ist das weltweit größte E-Bike-Gebiet

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Kitzbüheler Alpen  

Das ist das weltweit größte E-Bike-Gebiet

15.06.2015, 12:43 Uhr | Brigitte von Imhof/srt

Das ist das weltweit größte E-Bike-Gebiet. Mit dem E-Bike durch die wunderschöne Natur. (Quelle: von Felbert)

Mit dem E-Bike durch die wunderschöne Natur. (Quelle: von Felbert)

Im weltweit größten E-Bike-Gebiet in der Region Kitzbüheler Alpen können auch Leute auf große Entdeckertour gehen, denen Radfahren bisher zu anstrengend war. Wer’s einmal probiert, will kein anderes Rad mehr besteigen, wetten? Schauen Sie sich Impressionen entlang der Routen auch in unserer Foto-Show an.

Immer mehr Menschen satteln vom herkömmlichen Drahtesel auf das "Rad mit Rückenwind" um, beziehungsweise trauen sich nach Jahren erstmals wieder aufs Rad, für das sie sich zu alt oder nicht fit genug gefühlt haben. Nun lassen sich die schönsten Regionen, die man zuvor im Auto abgefahren ist, mit dem motorunterstützten E-Bike sportlich erobern. Lange Etappen, Gegenwind und Steigungen verlieren ihren Schrecken. Man ist flott in Bewegung und kann sich durchaus auspowern. Doch wenn die Puste ausgeht und die Beine müde werden, bedarf es eines Klicks auf die Schaltung und der kleine, aber bärenstarke Elektromotor kommt beim Pedaltreten zu Hilfe. 

Acht Regionen im Zusammenschluss

Diese kleinen Helfer sind in den Bergen besonders willkommen. In Tirol haben sich acht Urlaubsregionen zum weltweit größten E-Bike-Netz zusammengeschlossen. Das Ergebnis ist ein Streckennetz mit 1000 Kilometern bestens ausgestatteter Radwege abseits der stark befahrenen Hauptstraßen auf einer Fläche von 1600 Quadratkilometern. Die so genannte E-Bike-Welt reicht von der Ferienregion Kufstein im Westen vorbei am Kaisergebirge/Kitzbüheler Alpen bis zur Region Pillersee/Fieberbrunn im Osten an der Landesgrenze zu Salzburg. Das Gebiet wird von 41 Ferienorten und deren hervorragender Infrastruktur erschlossen. In über 80 Verleihstationen stehen über 300 Top-Räder zur Verfügung.

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Die meisten Räder kommen vom Hersteller Movelo, mittlerweile sind auch E-Mountainbikes im Sortiment. In sieben Radfachgeschäften finden Radfahrer eine große Auswahl an Rädern und hochwertigem Zubehör vor. Rund 60 Ausflugsziele mit Akku-Wechselstationen sind aufgelistet. Mittlerweile sind auch E-Bike-Modelle im Angebot, die keinen Akku-Wechsel erforderlich machen, sondern mittels eines mitgeführten Ladegeräts an jeder Steckdose aufgeladen werden können. Bei Top-Modellen reicht eine Akku-Ladung, je nach Beanspruchung des E-Motos, bis zu 100 Kilometer.

Das Tiroler Unterland kann mit einer beeindruckenden Dichte an Gasthäusern, Bergrestaurants und - hütten aufwarten, so dass man sich genussvoll von einem Rastplatz zum nächsten hangeln kann.

Das sind die Tiroler Urlaubsregionen, die zur größten E-Bike-Region der Welt gehören:

• Das Brixental (mit den Orten Brixen im Thale, Kirchberg und Westendorf) liegt auf einem Sonnenplateau eingebettet zwischen der Hohen Salve und dem Kitzbüheler Horn. Zahlreiche Rad- und Mountainbike-Wege durchziehen die Region, ob gemächliche Talwege, knackige Bergstrecken oder Singletrails - nichts ist unmöglich, dank des eingebauten Rückenwinds. Eine mittelschwere Tour führt 54 Kilometer rund um die Hohe Salve. Bei Kitzbühel kann man einen Abstecher zum Schwarzsee machen, einen der idyllischsten und meistfotografierten Badesee in den Kitzbüheler Alpen.

• Die Ferienregion Hohe Salve (mit den Orten Hopfgarten, Itter, Kelchsau, Wörgl, Angath, Angerberg, Mariastein, Kirchbichl) hat sich im Sommer einen Namen als Familien-Urlaubsregion gemacht. Steter Blickfang ist der markante Aussichtsberg, die Hohe Salve (825 Meter). Eine familiengeeignete 16,3 Kilometer lange E-Bike-Radtour führt ab Hopfgarten nach Kelchsau und retour. Auf der Strecke liegen wunderschöne alte Bauernhöfe, ein Badesee und ein Pferdegestüt.

• Der Kaiserwinkl (mit den Orten Kössen, Schwendt und Walchsee und Rettenschöss) ist ein Stück Tirol, wie es schöner nicht sein kann. Er breitet sich an der Nordseite des Massivs Wilder Kaiser aus. Der weite, offene Talkessel lässt viel Raum für sportliche Aktivitäten, entsprechend großzügig ist das Radwegenetz angelegt. Eine besonders schöne Tour führt von Kössen nach Walchsee. Beim Umrunden des Sees zu Füßen des Zahmen Kaisers kommt man an vielen Badestränden vorbei. Zurück nach Kössen geht es über Bichlach, vorbei am Golfplatz. Die Runde enthält etliche knackige Steigungen, die dem E-Biker freilich nichts anhaben können.

• Die Region Kitzbühel (mit den Orten Kitzbühel, Aurach, Reith und Jochberg) zeigt nicht nur im Winter sein Niveau als Urlaubsdestination von Weltklasse. Unzählige Sportmöglichkeiten und internationale Top-Events locken eine Gästeschar aus aller Welt in den berühmten Alpenort. Die 9,5 Kilometer lange Panoramastraße aufs Kitzbüheler Horn zählt zu den steilsten und beliebtesten Radbergen Österreichs mit einer durchschnittlichen Steigung von 12,5 Prozent. Der letzte Streckenabschnitt ist mit 22,3 Prozent der steilste. Am Alpenhaus wird man mit einem sensationellen Panoramablick bis weit auf die Gletscher der Hohen Tauern hinein belohnt. Auch für E-Biker ist diese Tour eine Herausforderung, die nur geübte Radfahrer wagen sollten. Der Akku reicht für die 920 Höhenmeter ab Stadtzentrum Kitzbühel.

• Die Ferienregion Kufstein (mit dem Orten Bad Häring, Ebbs, Erl, Kufstein, Langkampfen, Niederndorf, Niederndorferberg und Thiersee) ist eingebettet zwischen dem Naturschutzgebiet Kaisergebirge, einer idyllischen Seenlandschaft und dem Inn. Die Festungsstadt Kufstein, die viel besungene "Perle am grünen Inn", ist Ausgangspunkt zu einer Radrunde mit wahlweise 24 oder 39 Kilometern, die ein Stück auf dem Innradweg bis "zum Passionsspielort mit drei Buchstaben", Erl geführt wird. Empfehlenswerter Rastplatz ist der Gasthof Wildbichl mit seinem Wildpark.

• Das Pillerseetal schwiegt sich zwischen Steinplatte und den imposanten Felsformationen der Leoganger und Loferer Steinberge. Der smaragdgrüne See ist ein Juwel. Eine kleine Familientour mit Start in Waidring führt zum Alpengasthof Oberweißenbach, wo sich die Radfahrer deftige Tiroler Schmankerl schmecken lassen. Für die Kinder gibt es einen Indianerspielplatz und ein Streichelzoo.

• Die Region St. Johann (mit den Orten St. Johann, Oberndorf, Kirchdorf und Erpfendorf) breitet sich zwischen Kitzbüheler Horn und Kaisergebirge aus und hält eine Bandbreite an E-Bike-Strecken bereit, in beliebigen Längen und Schwierigkeitsgraden. Genießer werden an der Hinterkaiserrunde (zehn Kilometer)  ihre Freude haben, bei der sich der Wilde Kaiser besonders majestätisch gebärdet. Im Gasthof Römerhof kann man sich stärken und den Akku wechseln.

• Die Region Wilder Kaiser (mit den Orten Ellmau, Scheffau, Going und Söll) ist das geografische Herzstück der E-Bike-Welt. Man kann den Blick nicht abwenden von den bizarren Steilwänden und zackigen Gipfeln, die sich hinter den malerischen Ferienorten auftürmen. TV-Serienfans kennen die Gegend bestens aus dem "Bergdoktor", der hier gedreht wird. Groß ist die Nachfrage nach der geführten "Bergdoktor-Tour" für E-Biker, die zu den vertrauten Drehorten führen - zur Praxis, zum Filmgasthof und zur Schule von Tochter Lilli in St. Johann, Anekdoten vom Filmset inklusive.

E-Bike-Fahrer radeln mehr

Immer wieder melden sich Rad-Puristen zu Wort, die dem E-Bike-Trend ablehnend gegenüberstehen. Gerne wird als Argument angeführt, dass ein konventionelles Fahrrad doch viel fitter halte. Das mag auf den ersten Blick stimmen. Doch belegt eine Studie, dass E-Bike-Benutzer dreimal so viel Rad fahren wie herkömmliche Radfahrer. Zwar nimmt der Motor dem Fahrer einige Arbeit ab, doch durch den hohen Spaßfaktor wird öfter gefahren und die Benutzer bleiben regelmäßig in Bewegung. Das E-Bike ist ein idealer Fitnesstrainer, der Puls, Herz-Kreislauf, Muskeln und Gelenke immer im optimalen Bereich trainiert.

Auch die weniger Fitten trauen sich gemeinsame Touren mit dem Partner oder Freunden wieder zu. Keine Angst, sich als ewiges Schlusslicht zu blamieren und total auszupowern. Dass immer mehr Menschen für ihre Ausflüge das Auto stehen lassen, darf als kleiner Beitrag für die Umwelt auch ins Feld geführt werden. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass der E-Biker schon während seines Urlaubs beschließt, künftig kein anderes Fahrrad mehr besteigen zu wollen. Liebe auf den ersten Blick mit großen Chancen auf eine Dauerbeziehung!

Weitere Informationen

Kitzbüheler Alpen, Tel. ++43/ 57 507, www.kitzbueheler-alpen.com

Wilder Kaiser www.wilderkaiser.info

E-BikeWelt, www.e-bikeWelt.com, mit allen Kontaktdaten der acht beteiligten Tourismusregionen, Preis: ca. 22 € pro Tag E-Bike-Leihgebühr, ca. 25 € für ein E-Mountainbike

Von blau (leicht) bis schwarz (schwierig)

Ähnlich wie bei den Skipisten gibt es auch bei den offiziellen Radwander- und Mountainbikestrecken eine Unterteilung in Schwierigkeitsgrade in die Kategorien blau=leicht, rot=mittel, schwarz=schwer. Auch E-Bike-Fahrer sollten bei der Wahl ihrer Radstrecken ihr Können realistisch einschätzen. Denn schwierige Routen zeichnen sich nicht nur durch große Steilheit aus, sondern durch weitere Gefahrenmomente, die Erfahrung und Geschicklichkeit erfordern. Die kann selbst der leistungsstärkste Elektromotor nicht ausgleichen.

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