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Krakau: Weichsel-Schönheit mit südländischem Flair

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Krakau  

Weichsel-Schönheit mit südländischem Flair

28.04.2005, 12:58 Uhr | srt (28.04.2005)

Voller Hingabe greift ein älterer Herr in seine Geigensaiten. Einige Schritte weiter klingen schräge Jazztöne aus einer Kellerbar. Anmutige Schönheiten sind auf der Suche nach dem neuesten Designer-Outfit. Ein Hauch von k.u.k.-Monarchie weht durch die Jugendstilcafés. Rotwangige Blumenfrauen zaubern liebliche Sträuße für zärtliche Pärchen, die mit den unzähligen Tauben auf dem Hauptmarkt um die Wette turteln. Sonne, Tauben, Geigenmusik: Der Rynek Glòwny hat etwas vom Markusplatz in Venedig. Auch Wiener Charme meint man zu spüren auf dem 200 mal 200 Meter großen Platz im Herzen Krakaus (polnisch Krakow). Hier flaniert die ganze Stadt, lässt sich von Straßenmusikern unterhalten oder startet eine Kutschenfahrt. Hier beginnen alle Geschichten - und angeblich auch alle wahren Lieben der Krakauer.

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Rynek Glòwny ist ein historischer Platz mit vielen Geschichten
Die historischen Gebäude um den Platz herum kennen viele dieser Geschichten. Was hat der Rathausturm aus dem 15. Jahrhundert wohl alles miterlebt? Und was erst wurde in den verzierten Arkadengängen und unter den Erkern der Tuchhallen alles getuschelt? Die funkelnden Kronleuchter in den alten Kramerläden voller Kunsthandwerk haben schon unzählige Kauf- und Schaulustige beleuchtet. Und was könnte das Jugendstil-Café Noworolski erst für Geschichten erzählen? Ein Trompetensignal schreckt den Cafébesucher aus seinen Gedanken: Zu jeder vollen Stunde bläst aus dem Turmzimmer der Marienkirche ein Trompeter zur Erinnerung an den Einmarsch der Tataren im 13. Jahrhundert. Das Signal bricht jäh ab, wie einst, als der damalige Wächter von einem Pfeil tödlich getroffen wurde.

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Von imposanten Baudenkmälern bis zu Adelspalästen
Der Gang durch die Altstadt ist ein Gang durch die Kunstgeschichte: Hier beeindrucken imposante Baudenkmäler, dort malerische Hinterhöfe mit Arkadengängen, da aufwändige Details an den Fassaden ehemaliger Patrizierhäuser und Adelspaläste. Eine der schönsten Gassen führt direkt vom Rynek zum Florianstor, vorbei am berühmten Café Jana Michalika. Anfang des 20. Jahrhunderts trafen sich da die Intellektuellen. Und heute? Nun versammeln sich dort alle, die gerne Kaffee, Apfelkuchen und Sahne genießen, während sie in einem Buch oder in einer Zeitung schmökern.

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Tour bis zum Wawelberg
Unter Schatten spendenden Kastanien zu flanieren, scheint neben Kaffeehausbesuchen die zweite Lieblingsbeschäftigung der Krakauer zu sein. Wann immer es die Zeit zulässt, spazieren sie mit den Touristen aus aller Welt den so genannten Planty entlang. Der vier Kilometer lange Grüngürtel umgibt die Altstadt. Er entstand, als die Stadtmauern geschleift wurden. Höhepunkt und ganzer Stolz dieser Tour ist der Wawelberg: Dort oben thront oberhalb einer Weichselschleife die bedeutendste Schlossanlage des Landes. Um alle Schönheiten des Schlosses mit seinen Gemächern, der Kathedrale mit ihren 19 Kapellen, den Türmen und Gräbern, Schatzkammern zu sehen, muss man schon mindestens einen Tag einplanen. Dann fällt noch ein letzter Blick auf die goldene Kuppel der Sigismundkapelle, bevor man unterhalb des Wawel in eines der Ausflugsboote auf der Weichsel steigt.

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Im alten jüdischen Viertel unterwegs
Aber am schönsten ist doch ein Bummel zu Fuß - zum Beispiel durch Kazimierz, das alte jüdische Viertel. Schon am frühen Morgen treffen sich am Plac Nowy die Ersten auf einen Kaffee und sehen dem geschäftigen Treiben auf dem Markt zu: Obst- und Gemüsestände werden aufgebaut, alte Frauen verkaufen Blumen. Eine Hand voll Juden lebt hier heute wieder. Für die Krakauer Jugend ist Kazimierz Ort der fröhlichen Begegnung: Sobald es dunkel wird, ist hier "Klabing" angesagt: Man trifft sich in einer der Kneipen, zieht von Club zu Club, nimmt zwischendurch einen Imbiss im "Namaxa" an der Markthalle. Und genießt das Leben. Nicht anders als das junge Volk in Venedig oder in Wien. 

Weitere Informationen
* Polnisches Fremdenverkehrsamt, Kurfürstendamm 71, Tel. 030/210092-0.

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