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Erholung in weiter Natur

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Erholung in weiter Natur

04.12.2007, 16:26 Uhr | srt, t-online.de

Der Zug von Warschau nach Norden durchschneidet sattes Weideland. Am Fenster huschen verstreute Bauernhäuser vorbei, Eichenalleen, Dörfer, wie sie an der deutschen Grenze vor fünfzig Jahren ausgesehen haben mögen. Um die Mittagszeit erreicht der Zug Olsztyn (Allenstein). Am Bahnsteig erwartet mich Anna. Sie bewirt­schaftet in Barczewo (Wartenburg) gemeinsam mit ihrer Familie einen Bauernhof und vermietet ein paar Zimmer. Das Geschäft geht gut, seit die deutschen Touristen wieder ins ehemalige Ostpreußen kommen. Die Schlaglöcher am Asphalt beuteln den alten Ford, der uns nach Barczewo bringt.
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Natur pur erleben
Der Hof liegt einsam auf einer Anhöhe. Keine Siedlung weit und breit. Ein sandiger Weg führt zum Feld hinaus, lockt zu einem Spaziergang. Hinter der Hügelkuppe versteckt sich der erste See. Die spiegelglatte Wasserfläche ist von dürren Schilfgräsern umgeben. Schwäne und Enten paddeln vorbei. Das Wasser ist sauber und lädt zum Baden ein. Ab und zu höre ich das schrille Kreischen der Möwen, die über dem nächsten See kreisen. Einmal begegnet mir ein Fuchs, der durch die hohen Gräser streift, dann wieder ein Storch, der sich auf der Wiese einen Landeplatz sucht. Es ist Abend geworden. Die Seen erwachen zu wirklichem Leben. Das laute Klappern der Störche, das Quaken der Frösche und das aufgeregte Vogelgeschrei dringen überall aus dem Schilf. Auch ein Heer von Stechmücken macht sich über mich her. Das nächste Mal werde ich eine Flasche Autan einstecken.

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Schiffsfahrt mit der "weißen Flotte"
Am Morgen geht die Reise mit dem Bus ins östlich gelegene Gizycko (Lötzen), von dort will ich das Schiff nach Mikolajki (Nikolaiken) nehmen. Die Schiffsfahrt mit der so genannten "weißen Flotte" gehört zu den Attraktionen der Region. Gizycko ist eine kleine, touristisch geprägte Stadt am Löwentin-See, mit 27 Quadratkilometern dem drittgrößten See im Masurengebiet. Am Seeufer füttern Touristen die Schwäne, die Möwen begleiten kreischend das Schiff, als es den Hafen verlässt. Wegen seiner seichten Ufer wirkt der See größer, als er ist. Ein kühler Wind weht übers Deck und verwandelt das Wasser im Nu in ein Seglerparadies. Boote schaukeln wie weiße Hütchen auf dem Blau, das sich in der Ferne im Dunst verliert.

Störche auf ihren Liegeplätzen beobachten

Die Fahrt nach Mikolajki dauert drei Stunden. Wir durchqueren den Jagodiner See. Kanäle verbinden die kleinen und großen Gewässer des Masurengebietes. Sie wurden bereits im 18. Jahrhundert errichtet, um Holz und Ziegel zu transportieren. Heute bilden die engen Kanäle in der ruhigen Landschaft die Basis für den Schiffstourismus. Beinahe streift das Schiff das nahe Ufer. Mit einem Fernglas kann man seltene Seevögel und die Störche auf ihren Liegeplätzen beobachten. Am späten Nachmittag legen wir am Hafen von Mikolajki an. Aus den Bäumen ragt der spitze Kirchturm in den Himmel. Ich sehe nach einmal herüber zu den weißen Segelbooten, die im Hafen vor Anker liegen. Über die Eisenbahnbrücke schaukelt gemütlich der Personenzug, der mich in wenig mehr als einer Stunde zurück nach Olsztyn bringt - zu Anna und ihrem Bauernhof.

 

Weitere Informationen
Polnisches Fremdenverkehrsamt, Kurfürstendamm 71, 10709 Berlin, Tel. 030/210092-0, Fax 030/210092-14, E-Mail: info@polen-info.de. Das polnische Fremdenverkehrsamt vermittelt Adressen von örtlichen Anbietern, die Unterkünfte in Hotels, Pensionen, Ferienhäusern, Bauernhöfen und Förstereien offerieren.

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