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Reisetipp: Madeira - Die wilde Schönheit entdecken

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Portugal  

Ewiger Frühling auf Madeira

18.01.2008, 14:12 Uhr | srt

Auf Madeira gibt es viele schöne Wanderstrecken (Foto: srt)Auf Madeira gibt es viele schöne Wanderstrecken (Foto: srt)

Eine milde Meeresbrise und der Duft von fangfrischem Fisch, süßen Früchten und tausenden exotischen Blumen wehen den Besuchern schon direkt nach der Ankunft auf dem Flughafen Funchal entgegen. Madeira verspricht den ewigen Frühling und hält mit ganzjährig 18 bis 25 Grad, was es verspricht. Auf der so genannten Blumeninsel vor der afrikanischen Küste blüht und grünt es an vielen Stellen rund ums Jahr. Wer es im Winter lieber warm hat, ohne sich in einen dicken Anorak zu mummeln, der findet auf dem portugiesischen Eiland einen erholsamen Flecken Erde.


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Paradies für Aktivurlauber

Badestrände findet man hier kaum, aber mit seinen zahlreichen blumigen Oasen, immergrünen Lorbeerwäldern, steilen Felsklippen, verwunschenen Tälern und rutschigen Bergpfaden ist das Kleinod im Atlantik ein wahres Paradies für Aktivurlauber, Wanderfreunde und Naturliebhaber. Bereits in der Inselhauptstadt lässt sich in den hügeligen Straßen ein auf- und abwandern kaum vermeiden. Ein Bummel über den Mercado dos Lavradores verschafft Einblicke in heimische Gärten und Kochtöpfe. Ein Meer aus Blüten von Strelitzie, Weihnachtsstern, Calla, Azalee und Orchideen brandet an Ost- und Gemüsestände, die nicht minder exotische Ware zu bieten haben. In geflochtenen Körben behutsam gebettet duften Oregano und Lorbeer, liegen verführerisch süße Mangos, werden Granatäpfel, Mini-Bananen und Passionsfrüchte feilgeboten.

Köstlichkeiten auf Madeira

Fangfrische Tintenfische, Barsche, Brassen und der Degenfisch (Espada), der traditionell jede Speisekarte Madeiras ziert, fehlen ebenfalls nicht. Das Kosten ist erlaubt und ausdrücklich erwünscht! Wer die Reizflut im Kleinen überstanden hat, kann sich bei einer Inselrundfahrt einen größeren Überblick über das Eiland von der Größe Hamburgs verschaffen. Auf einer der schönsten Straßen Europas, der Antiga E.R. 101, schlängelt sich die teilweise holprige Strecke einmal um die Insel und ihre Gipfel, die vom Meeresboden aus gemessen bis zu 8000 Meter erreichen. Kleine Wasserfälle plätschern schon mal über die Straße, auf der anderen Seite geht es steil abwärts - dort lockt ein grandioser Ausblick auf den tosenden Atlantik.

Fantastische Sicht

Eine Fahrt zum Pico do Arieiro am Morgen verspricht einen strahlenden Sonnenaufgang. Der zweithöchste Berg der Insel ist auch Ausgangspunkt für eine kleine Wanderung zum höchsten Gipfel, dem Pico Ruivo. Nur wer früh aufsteht, bekommt hier eine fantastische Sicht geboten. Denn in den Tälern legen sich in den Mittagsstunden die Wolken mit Nieselregen und Kühle über den subtropischen Wald. Der berühmte Lorbeerwald steht seit 1999 auf der Liste des UNESCO-Weltnaturerbes. Die knorrigen Bäume trotzen seit Jahrhunderten Wind und Wetter, lassen sich geduldig von Moosen überwuchern. Urzeitliche Farne, wilde Orchideen und die hohe Madeira-Heidelbeere machen aus dem Laurazeenwald einen Märchenwald und laden nicht nur Botaniker zu Erkundungstouren ein. Gewandert wird auf Madeira übrigens nur selten auf Wanderwegen.

Schwindelfrei und trittfest

Täler und Gipfel erschließen sich auf einem Netz aus insgesamt 2000 Kilometer langen Bewässerungskanälen, die Sklaven im 15. Jahrhundert in den Fels kerbten und durch die Bergwelt schabten. Noch heute dienen die Levadas als Kanäle, die aus dem niederschlagsreichen Norden Wasser auf die regenarmen Terrassenfelder der Südinsel leiten. Und ganz nebenbei spazieren die Touristen in und neben den Kanälen bergauf und bergab durch einsame Eukalyptushaine, uralte Lorbeerwälder und mannshohes Heidekraut. Lavatunnel und abbruchfällige Steilkanten erfordern jedoch einige Geschicklichkeit, Trittfestigkeit und Schwindelfreiheit. Schwindelfrei sollte man auch sein, wenn man sich für eine Fahrt in der Seilbahn zwischen dem Örtchen Monte und Funchal begibt.

Das "Fencheltal"

In nur zehn Minuten schweben die verglasten Gondeln über das "Fencheltal" mit seinen strahlend weißen Häusern zur Station der Inselhauptstadt oder des berühmten Bergdorfes, den selbst der letzte Habsburger Kaiser Karl I so schön fand, dass er sich hier seine letzte Ruhestätte richten ließ. Vom tragisch schönen Ort geht es aber auch ganz anders ins touristische Treiben zurück: per Korbschlitten. Einst wurden Sklaven in diesen Körben an den Felswänden auf- und abgefahren, um die Levadas in den Stein zu kerben. Heute lenken ganz in Weiß gekleidete Steuerleute die geflochtenen Schlitten auf Holzkufen talabwärts - ein Muss für Madeira-Urlauber, genauso wie ein Besuch in einem der vielen Botanischen Gärten der Insel. Schließlich erholt man sich auf der "Blume des Ozeans".

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