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Kreuzfahrt-Kapitän kritisiert "deutsches" Verhalten

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Streit um Sonnenliegen  

Kreuzfahrt-Kapitän kritisiert "deutsches" Verhalten

11.03.2008, 11:20 Uhr | Spiegel Online

Reservierte Liegen im Urlaub sorgen für Stress (Foto: Imago)Reservierte Liegen im Urlaub sorgen für Stress (Foto: Imago) Der britische Kreuzfahrt-Kapitän Christopher Wells hatte es satt - und schimpfte über das "deutsche Verhalten" von Passagieren, die mit allen Mitteln um die Sonnenliegen streiten. Nun bekommt Wells es mit Menschenrechtlern zu tun.


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Handtuchkrieg auf Kreuzfahrtschiff

Erst waren es nur Handtücher, später Bücher und Taschen - und am Ende krachte es richtig: Auf dem Sonnendeck der "Oceana" in der Karibik eskalierte bei einer 15-tägigen Reise der Streit um die Sonnenliegen. Dem Kapitän platzte der Kragen: "So ein deutsches Benehmen wollen wir hier nicht", schimpfte er per Lautsprecher einem Bericht des "Daily Telegraph" zufolge. Wenig später habe der Schiffsführer, dessen Frau Deutsche ist, seine Äußerung bedauert und sich bei den deutschen Gästen entschuldigt.

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Beschwerde bei Menschenrechtsorganisation

Doch das nützte nichts: Ein Passagier reichte den Fall an eine Menschenrechtsorganisation weiter. "Es hat sich jemand bei unserer Hotline gemeldet und die Beschwerde eingereicht", bestätigte eine Sprecherin der Equality and Human Rights Commission Spiegel Online. "Wir haben kein formelles Untersuchungsverfahren eingeleitet, schließlich hat sich der Kapitän ja offenbar entschuldigt. Aber wir gehen jeder Beschwerde nach", sagte sie.

Schlichtung fehlgeschlagen

Im Bericht des "Telegraph" zeigte eine Passagierin Verständnis für den Kapitän. "Die Crew-Mitglieder haben ihr Bestes gegeben und haben die Handtücher, die zu P&O gehören, wieder von den Sonnenliegen entfernt", sagte die Frau, die nicht namentlich genannt werden wollte. Als die Urlauber die Liegen mit Büchern, Taschen und eigenen Wertsachen reservierten, habe Wells den Streit mit einer neuen Regelung zu schlichten versucht: Eine Liege, die für 20 Minuten nicht benutzt wurde, galt als frei. Von nun an postierten sich Reisende mit Stoppuhren an den heiß begehrten Plätzen. "Das führte dann zu heftigen Streitereien und Beschwerden - und einige hätten sich beinahe geprügelt", sagte die Passagierin. Ein Sprecher von P&O sagte der Zeitung: "Kapitän Wells entschuldigt sich in aller Form für jegliche Beleidigung, die verursacht wurde."

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