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Bangkok komplett vom Luftverkehr abgeschnitten

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Thailand-Unruhen  

Bangkok komplett vom Luftverkehr abgeschnitten

27.11.2008, 13:46 Uhr | dapd, AFP, dpa

Viele Touristen sitzen am Bangkoker Flughafen fest (Foto: Reuters)Viele Touristen sitzen am Bangkoker Flughafen fest (Foto: Reuters) Die thailändische Hauptstadt ist seit Donnerstag komplett vom Luftverkehr abgeschnitten: Nach dem internationalen Flughafen Suvarnabhumi besetzten Regierungsgegner auch den für Inlandsflüge genutzten zweiten Bangkoker Flughafen Don Muang. Wegen der anhaltenden Unruhen streichen deutsche Reiseveranstalter und Fluglinien ihre Flüge nach Bangkok. Die Deutsche Botschaft rät Deutschen in Bangkok wegen der Krise zur Registrierung. Wer eine Reise nach Thailand geplant hat, kann sich hier über Tipps für Stornierungen informieren, wichtige Telefonnummern finden Sie am Ende des Artikels.

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Urlaubsreisen nach Thailand Tipps für Stornierungen
Video Reisende sitzen am Flughafen Bangkok fest
Unruhen in Thailand Regierungsgegner kontrollieren Flughafen
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Touristen werden auf Militärstützpunkten untergebracht

Die thailändische Regierung bringt tausende Touristen auf Militärstützpunkten unter. Tourismusminister Weerasak Kohsurat erklärte, Touristen mit "dringenden Bedürfnissen" sollten zum Luftwaffenstützpunkt U-Tapao, rund 140 Kilometer südöstlich von Bangkok, und möglicherweise zum Stützpunkt in Kamphaeng Saen nördlich der Hauptstadt geflogen werden. Die Fluggesellschaft Thai Airways werde die Maschinen zur Verfügung stellen. Der Minister erklärte weiter, außerdem werde erwogen, Touristen mit Bussen und Bahnen zu anderen Flughäfen des Landes zu bringen, zum Beispiel in Phuket und Chiang Mai.

Registrierung aller Deutschen in "Krisenvorsorgeliste"

Angesichts der eskalierenden Demonstrationen in Bangkok hat die deutsche Botschaft den Deutschen im Land empfohlen, sich in eine "Krisenvorsorgeliste" eintragen zu lassen. "Die Botschaft rät, von dieser Möglichkeit Gebrauch zu machen, damit sie - falls erforderlich - in Krisen- und sonstigen Ausnahmesituationen mit Deutschen schnell Verbindung aufnehmen kann", teilte die Botschaft am Donnerstag mit. Sie sprach damit ausdrücklich auch Deutsche an, die sich nur vorübergehend in Bangkok aufhalten.

Flüge nach Bangkok abgesagt

Wegen der politischen Krise in Thailand haben die Fernreisespezialisten Meier's Weltreisen und Dertour ihre Flüge über oder nach Bangkok bis einschließlich 1. Dezember gestrichen. Bei Dertour und Meier's sind nach Angaben einer Sprecherin in Frankfurt etwa 1100 Gäste betroffen, teilten die Unternehmen in Frankfurt mit. Nicht betroffen seien andere Ziele in Thailand wie zum Beispiel Phuket. Die derzeit rund 2000 Touristen, die sich in dem südostasiatischen Land aufhielten, seien alle wohlauf, berichteten die Reiseveranstalter. Die Lufthansa leitete am Mittwoch ihren täglichen Flug in die thailändische Hauptstadt nach Kuala Lumpur in Malaysia um. Von dort aus werde die weitere Entwicklung genau beobachtet, hieß es. Ein weiterer Hin- und Rückflug nach Bangkok mit rund 600 Fluggästen wurde abgesagt.

TUI streicht alle Flüge bis zum 1. Dezember

Auch der Reiseveranstalter TUI strich bereits alle Reisen bis zum 1. Dezember nach Bangkok. Am Mittwoch seien zudem noch 140 Urlauber in Bangkok gewesen, von denen am Donnerstag 30 per Bus nach Phuket weiterreisen sollten. Für die anderen Gäste werde in Zusammenarbeit mit anderen Fluggesellschaften geprüft, wie sie nach Hause gebracht werden könnten. Die übrigen Reiseziele in Thailand wie die Touristenhochburg Phuket waren nicht betroffen. Thomas Cook kündigte wegen höherer Gewalt alle Reiseverträge mit Abflug bis einschließlich 30. November. Alle diese Anbieter haben auch Thailand-Gäste, deren Rückflug nach Deutschland zunächst abgesagt wurde. Die Urlauber würden in Hotels in Bangkok jetzt von der örtlichen Reiseleitung betreut, so eine TUI-Sprecherin. Thomas Cook bemühe sich um eine Ausreise über andere Flughäfen. Genaue Angaben, wie viele deutsche Urlauber genau betroffen sind, gab es nicht. In der Regel flögen jeweils 200 bis 300 Pauschalurlauber pro Tag nach Bangkok oder reisten von dort zurück, sagte eine Sprecherin des Deutschen Reiseverbandes (DRV). Dabei seien aber Individualreisende nicht berücksichtigt.

500 Air Berlin-Kunden warten auf Ausreise

In Thailand warten derzeit noch rund 500 Air-Berlin-Kunden auf die Ausreise aus Thailand, wie eine Sprecherin der Fluggesellschaft sagte. 240 Fluggäste säßen in der Hauptstadt Bangkok fest, weitere 260 warteten in Phuket in einem Hotel auf die Weiterreise. Ebenso strich Air Berlin für Donnerstag geplante Flüge ab Düsseldorf und München mit insgesamt mehr als 500 Passagieren, wie die Unternehmenssprecherin in Berlin mitteilte.

Wenn der Flug ausfällt: Ticketkosten müssen erstattet werden

Auch bei Flügen, die wegen "Höherer Gewalt" ausfallen, gibt es einen Anspruch auf Ersatz der Ticketkosten. Kann ein Flug nicht stattfinden, weil der Zielflughafen zum Beispiel wegen politischer Unruhen gesperrt ist, bleibe der Kunde nicht auf seinen Kosten sitzen, sagte Birgit Zandke-Schaffhäuser von der Schlichtungsstelle Mobilität in Berlin. Nach EU-Recht gebe es in solchen Fällen die Möglichkeit, kostenlos umzubuchen oder sich die Ticketkosten erstatten zu lassen.

Auswärtiges Amt: Thailandreisen verschieben

In einem am Donnerstag aktualisierten Sicherheitshinweis rät das Auswärtige Amt in Berlin, aufgrund der unklaren Situation nicht zu einem der besetzten Flughäfen zu fahren. Das Amt verweist zudem auf die Hotline des Internationalen Flughafens Suvarnabhumi (Telefonnummern: +66 (0)2-132-1882 und +66(0)2-132-1888) und auf Hotlines der Airlines (siehe unten). Zudem rät das Amt, Thailandreisen "bis auf weiteres" zu verschieben, da die anderen Flughäfen des Landes überlastet seien, insbesondere Chiang Mai und Phuket. Allgemein müsse auch in den kommenden Wochen mit Demonstrationen in Bangkok gerechnet werden. Menschenansammlungen und Demonstrationen sollten daher gemieden werden, auch "um sich nicht dem Risiko eventueller Sprengstoffanschläge auszusetzen", heißt es auf der Website des Amts. Auch das Regierungsviertel sollten Urlauber derzeit meiden. Zudem wird aufgrund eines schwelenden Konflikts abgeraten, in die Region an der thailändisch-kambodschanischen Grenze bei Preah Vihear zu reisen.

"Wir zerschlagen unser eigenes Porzellan"

Flughafendirektor Serirat Prasutanont sagte, man verhandele mit den Demonstranten, um einigen Reisenden den Abflug zu ermöglichen. Der Vorfall habe das Ansehen Thailands beschädigt. Auf dem Internationalen Flughafen von Bangkok werden pro Tag durchschnittlich 700 Flüge abgefertigt. Im vergangenen Jahr starteten und landeten dort mehr als 40 Millionen Reisende. "Wir zerschlagen unser eigenes Porzellan", sagte der Direktor des thailändischen Tourismusverbandes, Wichit Na-Ranong. Wenn in der beginnenden Hauptsaison nur die Hälfte der Touristen kämen, verlöre das Land mehr als zwei Milliarden Euro.

Tausende Demonstranten blockieren Flughafen

Als eine der letzten konnte die Lufthansa-Maschine nach Frankfurt den Flughafen am Dienstagabend noch verlassen. Bei Explosionen auf den Parkplätzen vor dem Flughafen wurden am Mittwochmorgen mindestens vier Menschen verletzt, berichtete der Rundfunk. Die Polizei griff nicht ein. Tausende von Demonstranten waren am Dienstagabend auf das Flughafengelände eingedrungen. Sie wollen mit der Blockade des internationalen Flughafens die für Mittwoch geplante Rückkehr des umstrittenen Ministerpräsidenten Somchai Wongsawat verhindern, der vom APEC-Gipfel in Peru in Thailand zurückerwartet wurde. Somchai konnte nicht wie geplant in Bangkok landen, sondern musste nach Chiang Mai ausweichen.

Weitere Informationen
Internet: www.auswaertiges-amt.de, Unter der Telefonnummer 030-5000600601 hält das Auswärtige Amt stets aktualisierte Informationen für Reisende zu den Unruhen in Thailand bereit.

Hotline der Flughafenbehörden Bangkok: 02-132-1882 und 02-132-1888 (Aus Deutschland: 0066 vorwählen und die erste Null der Nummer weglassen)

Hotlines der Fluggesellschaften (Thailändische Nummern, Landesvorwahl Thailand ist 0066):

Austrian Airlines: 02-267-0873-5
Emirates: 02-664-1040
Etihad Arways: 02-253-0099
Lufthansa: 02-134-2210
LTU: 02-267-1202
Quantas: 02-627-1717
SAS: 02-645-8200
Thai Arways: 02-356-1111
Turkish Airlines: 02-231-0300-7 

Die Deutsche Botschaft in Bangkok ist laut Auswärtigem Amt rund um die Uhr unter der Nummer 081-8456224 sowie 083-8018472 erreichbar. (Aus Deutschland: 0066 vorwählen und die erste Null der Nummer weglassen)

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