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Kreuzfahrt-Veranstalter halten trotz Piraterie im Golf von Aden an Routen fest

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Sicherheit im Golf von Aden  

Kreuzfahrt-Veranstalter halten an Routen fest

05.12.2008, 17:18 Uhr | dpa-tmn, dpa

Die "Astor" bekam Geleitschutz von einer Bundeswehr-Fregatte (Archivbild: dpa)Die "Astor" bekam Geleitschutz von einer Bundeswehr-Fregatte (Archivbild: dpa) Trotz der Piratenüberfälle auf Schiffe im Golf von Aden in jüngster Zeit werden mehrere Kreuzfahrtreedereien auch künftig keinen Bogen um dieses Fahrtgebiet machen. In den Planungen für den Winter 2009/10 seien Passagen durch dieses Gewässer weiterhin vorgesehen, sagten Vertreter der Anbieter Phoenix Reisen, Transocean Tours und Costa Kreuzfahrten am Freitag.

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"Astor": Geleitschutz von Bundeswehr

Am Tag zuvor hatte das Einsatzführungskommando der Bundeswehr einen Bericht von "Spiegel online" bestätigt, wonach im Golf von Aden in einiger Entfernung zum Transocean-Schiff "Astor" zwei verdächtige Boote gesehen wurden. Eine Fregatte der Bundesmarine habe sich daraufhin zwischen die "Astor" und diese Boote manövriert. Es sei aber unklar, ob es sich um Fischer- oder Piratenboote gehandelt hat, teilte Transocean in Bremen mit. Die "Astor" war auf dem Weg von der Sinai-Halbinsel nach Dubai. Auch im Winter 2009/10 seien Fahrten durch dieses Seegebiet bei Transocean geplant, sagte Unternehmenssprecher John Will. Die Fahrt durch den international überwachten Seekorridor im Golf von Aden werde von dem Anbieter weiterhin als sicher eingestuft.

Veranstalter Phoenix: Keine Routenänderungen

Änderungen an geplanten Reiserouten seien derzeit weder kurz- noch langfristig ein Thema, erklärte auch Phoenix-Geschäftsführer Benjamin Krumpen in Bonn. Das Unternehmen habe sein Programm bereits bis zur Saison 2010/11 fertig, und auch in den beiden kommenden Wintern seien Fahrten durch Suezkanal, Rotes Meer und Golf von Aden vorgesehen. Als nächste Phoenix-Schiffe sollen die "Albatros" im Januar und die "Amadea" im März 2009 dort unterwegs sein. Man hoffe allerdings, dass sich die Lage in der Region bis dahin beruhige, sagte Krumpen.

Auch Costa Kreuzfahrten hält an Aden fest

In den vergangenen Wochen war es wiederholt zu Piratenüberfällen auf Schiffe im Golf von Aden und vor der Küste Somalias gekommen. In der Region hielten sich auch am Freitag Kreuzfahrtschiffe auf. Nach Angaben eines Sprechers von Costa Kreuzfahrten in Alsbach (Hessen) war die "Costa Victoria" in Aden zu Gast, die "Costa Classica" soll dort am 12. Dezember anlegen. Beide Schiffe sind ebenfalls auf dem Weg nach Dubai. Dieses beliebte Kreuzfahrtziel im Persischen Golf werde es bei Costa auch im Winter 2009/10 sicherlich geben.

Aida Cruises zurückhaltend

Zurückhaltend äußerte sich Aida Cruises, der Seereisen-Marktführer in Deutschland. "Wir unternehmen alles Erdenkliche, um die Sicherheit von Gästen, Crew und unseren Schiffen zu gewährleisten", sagte Aida-Sprecher Hansjörg Kunze in Rostock. Ob dies auch Überlegungen zu Routenänderungen in der Zukunft einschließt, ließ er dabei offen.

Alternative: Komplette Umrundung Afrikas

Als Alternative zum Suezkanal und zum Golf von Aden komme für die Kreuzfahrtschiffe auf dem Weg zwischen dem Mittelmeer und asiatischen Gewässern nur eine komplette Umrundung Afrikas infrage. Eine solche Route um das Kap der Guten Hoffnung würde allerdings rund 30 Tage länger dauern als die Abkürzung durch das Rote Meer, sagte Krumpen.

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