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Piraterie vor Somalia: Reiseveranstalter fordern Militärschutz für Kreuzfahrtschiffe

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Kreuzfahrten  

Militäreskorte für Kreuzfahrtschiffe

10.12.2008, 14:59 Uhr | dpa-tmn, AFP

"MS Columbus": Das Hapag-Lloyd-Schiff wird ohne Passagiere den Golf von Aden passieren (Foto: dpa)"MS Columbus": Das Hapag-Lloyd-Schiff wird ohne Passagiere den Golf von Aden passieren (Foto: dpa) Um sicher den Golf von Aden zu passieren, verlangt der Verband der deutschen Reiseveranstalter eine Militäreskorte für die neun Schiffe, die bis März 2009 auf dieser Route unterwegs sind. Sollte eine Kreuzfahrt in ein Seegebiet mit Reisewarnung, wie beispielsweise dem Golf von Aden, führen, können Urlauber kostenlos stornieren.

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Jedes Schiff soll begleitet werden

Die deutschen Reiseveranstalter haben militärischen Schutz vor Piraten auch für Kreuzfahrtschiffe gefordert. "Wir möchten, dass jedes Kreuzfahrtschiff begleitet wird", sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Reiseverbands (DRV), Hans-Gustav Koch in Berlin. Seinen Angaben zufolge werden bis Ende März neun der Schiffe von deutschen Veranstaltern den Golf von Aden passieren. Schwierige Eine Annullierung der Kreuzfahrten sei für die Organisatoren mit hohen Kosten verbunden. Die Buchungen seien langfristig gemacht worden, teils vor anderthalb Jahren, sagte Koch. Auch sei es nicht verkraftbar, wenn die Schiffe eine andere Route nähmen, weil dann rund ein Monat an Zeit verloren gehe, teilte Koch weiter mit. Das sei vor allem bei Schiffen nicht möglich, auf denen die Passagiere eine Weltumrundung gebucht hätten. Auch sei es nicht vorstellbar, auf den Schiffen direkt Militär oder private Sicherheitsfirmen mitreisen zu lassen.

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Bis jetzt sind keine Eskorten vorgesehen

Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Ernst Hinsken (CSU), sagte, Ziel müsse es sein, den Kreuzfahrtschiffen im Rahmen der EU-Anti-Piraten-Mission "Atalanta" den gleichen Status wie Handelsschiffen zu geben. Hier müsse sich Deutschland noch durchsetzen. Bisher sei das Mandat so gestaltet, dass unter Zivilschifffahrt in erster Linie Handelsschiffe gesehen würden, sagte Hinsken. Im Rahmen der EU sind aber auch für Handelsschiffe keine Eskorten vorgesehen.


Columbus-Passagiere wurden ausgeflogen

Hinsken sagte, ein vorübergehendes Von-Bord-Gehen der Passagiere sei eine "gute Lösung". Die Reiseveranstalter müssten sich angesichts der Piraten-Gefahr ihrer Verantwortung bewusst sein. Ob diese Lösung auch für größere Kreuzfahrtschiffe denkbar wäre, die bis zu 1000 Passagiere transportieren können, ist unklar. Erst am 9. Dezember hatte der deutsche Reiseveranstalter Hapag-Lloyd mitgeteilt, dass 246 Passagiere einer Kreuzfahrt das Schiff "Columbus" verlassen müssten und per Flugzeug nach Dubai fliegen sollten. Der Kapitän sollte sich anschließend allein auf den Weg durch die von Piraten heimgesuchten Gewässer machen.

Seegebiet mit Reisewarnung

Kreuzfahrtgäste dürfen kostenlos stornieren, wenn ihre gebuchte Tour durch ein Seegebiet mit Reisewarnung führt. Hat das Auswärtige Amt in Berlin eine solche Warnung ausgesprochen, liegt ein Fall von höherer Gewalt vor, über den der Veranstalter seine Passagiere auch informieren muss. "Dann kann der Gast den Vertrag kostenlos kündigen", erklärte der Reiserechtler Holger Hopperdietzel aus Wiesbaden. Aktuell stellt sich die Frage nach dem Stornieren von Seereisen bei Fahrten durch den Golf von Aden, für den schon seit einiger Zeit eine Reisewarnung gilt. Darin heißt es unter anderem, in dem Gewässer zwischen Somalia und dem Jemen bestehe ein "sehr großes Risiko von Piratenangriffen und Entführungen".


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