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Bei Regen Geld zurück

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Bei Regen Geld zurück

26.01.2009, 14:48 Uhr | dpa


Eine Reiserücktrittsversicherung - die haben schon viele Reisende abgeschlossen. Und auch Gepäckversicherungen sind gefragt. Doch um Urlauber zu locken, lassen sich die Reiseveranstalter immer wieder neue, kreative Versicherungen einfallen. Von Schneegarantie über Sonnengarantie bis zur Preisgarantie - alles ist möglich.


Es ist Wintersportzeit und der Horror eines jeden Winterurlauber ist es, wenn der teure Skiurlaub wegen Schneemangels ausfällt. Um die Reisenden doch zu locken, bieten einige Wintersportlern in ihren Reisekatalogen in diesem Winter eine so genannte Schneegarantie an: Liegt im gebuchten Skigebiet nicht genug Schnee, kann der Gast seinen Urlaub kostenlos umbuchen. Was ist von solchen Angeboten zu halten? Wir sprachen mit Beate Wagner, Juristin für Reiserecht bei der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen.

Frage: TUI, Snow Trex und RUF Jugendreisen garantieren Wintersportlern neuerdings den Schnee im Skiurlaub. Sind weniger als 75 Prozent der Lifte in Betrieb, so können zum Beispiel TUI-Kunden kostenlos auf einen anderen Ort umbuchen oder ihre Reise verschieben. Sind solche Angebote zu empfehlen?

Wagner: Aus Verbrauchersicht spricht grundsätzlich nichts gegen Garantie-Versprechen dieser Art. Allerdings muss sich der Kunde vor der Buchung ganz genau fragen, was er will: Möchte ich meinen Skiurlaub im Zweifelsfall wirklich an einem anderen Ort verbringen? Nehme ich es in Kauf, auch zu einem anderen Zeitpunkt zu reisen? Das ist die Entscheidung jedes Einzelnen.

Frage: Kann ich eine Skireise nicht auch so kostenlos stornieren, wenn nicht genügend Lifte in Betrieb sind?

Wagner: Nein, das geht nicht. Schneemangel gehört zum allgemeinen Lebensrisiko, und das trägt nun mal der Kunde und nicht der Veranstalter. Anders ist das bei höherer Gewalt, also zum Beispiel, wenn der Reisebus wegen verschneiter Straßen nicht ins Skigebiet kommt. Das wäre für den Kunden ein Grund, den Reisevertrag zu kündigen, ohne dass Stornogebühren anfallen.

Frage: Was ist, wenn ich eigentlich ein Fünf-Sterne-Hotel gebucht habe, aber im neuen Ort nur in einem Drei-Sterne-Hotel untergebracht werde?

Wagner: Natürlich kommt es immer darauf an, was genau im Reisevertrag steht. Aber grundsätzlich kann ich in einem solchen Fall einen Teil des Reisepreises zurückfordern, da ich ja nicht die gebuchte Leistung erhalte. Zu beachten ist dabei allerdings, dass die Hotel-Sterne nicht immer den Ausschlag geben. Entscheidend für die Bemessung ist die Ausstattung der Unterkunft, also der Unterschied von dem, was ich bezahlt habe, zu dem, was ich bekommen habe.

Frage: Und was ist, wenn ich ein Drei-Sterne-Hotel gebucht habe und in ein Fünf-Sterne-Hotel verlegt werde. Muss ich dann draufzahlen?

Wagner: Nein, natürlich nicht. Bietet der Veranstalter am neuen Ort kein gleichwertiges Hotel an, sondern nur ein besseres, dann muss er selbst die Kosten dafür tragen.

Frage: Einige Anbieter wie zum Beispiel RUF Jugendreisen werben damit, bei Schneemangel "Transferfahrten und Skipässe für andere Skigebiete beziehungsweise naheliegende Gletscher zu organisieren". Was ist davon zu halten?

Wagner: Auf den ersten Blick könnte man meinen, dass der Veranstalter die Kosten für Transfers und Skipass übernimmt. Aber sicher sein kann man sich da natürlich nicht. Grundsätzlich sollte man bei jeder Buchung immer das Kleingedruckte lesen und im Zweifelsfall beim Veranstalter nachfragen, was wirklich im Preis inbegriffen ist und was nicht. Das gilt natürlich auch für Transfers und Skipässe.


Foto-Serie So schön ist Südafrika


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