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Urlauberin strandet in Puerto Rico statt Costa Rica

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Urlauberin strandet in Puerto Rico statt Costa Rica

13.02.2009, 16:00 Uhr | t-online.de

Ein Fehler eines Thomas-Cook-Angestellten machte den Urlaub zur Odyssee. (Foto: dpa)Ein Fehler eines Thomas-Cook-Angestellten machte den Urlaub zur Odyssee. (Foto: dpa) San Juan statt San José, Odysee statt Traumurlaub. Die Britin Samantha L. buchte einen dreiwöchigen Aufenthalt auf Costa Rica und strandete im 2000 Kilometer entfernten Puerto Rico. Der Grund war wahrscheinlich ein falscher Flughafencode, den ein Mitarbeiter des Reiseveranstalters Thomas Cook verwechselte. Die taffe Touristin kämpfte sich schließlich auf eigene Faust an ihr Ziel, berichtet die englische Zeitung "The Daily Telegraph".

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Erst nach der Landung Fehler bemerkt

Die 33-jährige Samantha L. aus Bristol merkte erst nach der Landung, dass sie sich im falschen Land befindet. Die Medizinerin bestieg am Flughafen ein Taxi und nannte die Adresse ihres Hotels. Erst, als der Taxifahrer in Gelächter ausbrach und ihr erklärte, sie sei in Puerto Rico und nicht in Costa Rica, dämmerte Samantha, dass etwas nicht stimmte. „Ich glaubte dem Taxifahrer zuerst nicht und war geschockt. Dann sah ich mich um, sah überall Poster von Puerto Rico und dachte: Was mache ich jetzt? Wo liegt Puerto Rico? Wo bin ich?“, erzählte die Frau dem "Telegraph". Nachdem ihr der Irrtum bewusst wurde, kümmerte sich Samantha in Eigenregie darum, an ihr eigentliches Ziel zu gelangen. Dabei verlor sie vier Urlaubstage und 800 Pfund (etwa 880 Euro) für drei Zusatzflüge.

Offenbar Flughafencode verwechselt

Grund für die Misere war höchstwahrscheinlich ein falscher Buchungscode. Ein Mitarbeiter eines Thomas-Cook-Reisebüros buchte den 500 Pfund (550 Euro) teuren Hin- und Rückflug nach San Juan, der Hauptstadt Puerto Ricos anstelle von San Jose, der Hauptstadt Costa Ricas. Die beiden Flughafencodes sind sich sehr ähnlich: SJO steht für San Jose, SJU für San Juan.

Thomas Cook entschädigt frustrierte Kundin

An die Öffentlichkeit ging Samantha L., weil sie sich "noch nie in solch erschreckender Weise behandelt gefühlt hat". Thomas Cook reagierte auf die Beschwerde. Ein Sprecher kündigte an, dass sich das Unternehmen "um eine schnelle Aufklärung" bemühe. Der Sprecher ergänzte, dass auch wenn die Passagiere verpflichtet sind, die Flugdetails selbst noch einmal zu kontrollieren, werden wir die Beschwerde von Frau Lazzaris so schnell wie möglich prüfen.“ Später bestätigte das Unternehmen, dass es sich bei Frau Lazzaris entschuldigt habe. Ihr werde zudem das Geld für die zusätzlichen Tickets sowie die zwei nicht wahrgenommenen Hotelnächte in Costa Rica zurückerstattet. Außerdem erhält Samantha L. einen Betrag in unbekannter Höhe, laut Thomas Cook als "Zeichen des guten Willens".

San José wurde 2007 Dummbucher zum Verhängnis

Der Fall erinnert an eine ähnliche Begebenheit im Jahr 2007. Damals wollte ein deutscher Familienvater mit seinen Liebsten nach San Jose in Kalifornien. Weil er sich bei der Buchung im Internet verklickt hatte, war seine Familie auf San José in Costa Rica gebucht. Zwar bemerkte die Familie den Fehler noch am Check-In, doch der Kauf neuer Tickets kostete rund 9000 Euro. Vor Gericht forderte der Mann Schadensersatz, weil das Reisebüro ihn nicht auf den Fehler hingewiesen habe. Doch im Gegensatz zu Samantha L. blieb ihm eine Entschädigung verwehrt. Das Landgericht München entschied in einem Grundsatzurteil, dass bei einer fehlerhaften Internetbuchung der Kunde das Risiko trage.

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