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Wassertrüdingen: Riesen-Jesus bringt Ärger ins Frankenland

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Franken  

Ärger um den Riesen-Jesus

27.02.2009, 11:55 Uhr

Die Fotomontage zeigt die Landschaft bei Wassertrüdingen wie sie mit der 55 Meter hohen Christusstatue aussehen würde (Foto: dpa)Die Fotomontage zeigt die Landschaft bei Wassertrüdingen mit der 55 Meter hohen Christusstatue (Foto: dpa)

Die größte Jesus-Statue der Welt will ein Unternehmer in der Nähe des mittelfränkischen Örtchens Wassertrüdingen bauen. Nachdem der Stadtrat und Bürgermeister dem Projekt schon zugestimmt hatten, gibt es jetzt Ärger um den Bau der 55 Meter hohen Statue. Nach anhaltender Kritik werden die Pläne noch einmal überdacht, eine neue Entscheidung fällt wohl im April.

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Kirchen sollen Projekt mitbetreuen

Noch in der vergangenen Woche hatte Wassertrüdingens Bürgermeister Günther Babel von dem turmhohen Bau geschwärmt, der die Christus-Staue in Rio de Janeiro um 17 Meter überragen würde. Das Christusmonument mit angeschlossenem Hotel mit 185 Zimmern sollte wirtschaftlichen Aufschwung in die strukturschwache Region bringen. Deshalb hatte Wassertrüdingen sich auch selbst für das Projekt beworben, nachdem der erste Anlauf der Investoren in Bad Reichenhall im Herbst 2008 gescheitert war. Hier hatte sich der Stadtrat gegen den begehbaren Christus mit Übernachtungsmöglichkeit entschieden. Auch auf Wassertrüdingen prasselte tagelang Kritik: Die Götterstatue sei kitschig, hinter dem Projekt könnte eine Sekte stehen, und außerdem passten Holzkreuze besser in die bayerische Landschaft. Nun will Babel erst noch einmal mit den Kirchen sprechen und die Bürger informieren. "Wenn wir das Projekt machen, dann sollen es die Kirchen mitbetreuen", sagt Babel. Vermutlich im April werde neu entschieden.

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Stadtrat: "Haben voreilig gehandelt"

"Wir haben etwas voreilig gehandelt, es gab zu wenig Informationen", sagt der CSU-Stadtrat Philipp Gutmann. Mittlerweile sei für jeden erkennbar, dass "mit Christus unter dem Zeichen des christlichen Glaubens" Profit gemacht werden solle, schreibt er in einem Offenen Brief an Bürgermeister Günther Babel. Bereits nach der Veröffentlichung der Pläne kritisierte die Grünen-Landtagsabgeordneten Renate Ackermann das Projekt: Nach ihren Worten "passt die Statue in die Landschaft wie die Faust aufs Auge".

Unternehmer versteht Aufregung nicht

Verwirklichen möchte das 20-Millionen-Projekt der Unternehmer Harry Vossberg. "Warum sollen wir nicht mal zeigen, dass wir noch da sind, wir Christen?", sagte er. Vossberg und der Künstler "Angerer der Ältere", der die Statue entworfen hat, sehen bereits Pilgerstürme ähnlich denen zum französischen Wallfahrtsort Lourdes nach Wassertrüdingen ziehen. Den plötzlichen Trubel versteht Vossberg nicht. "Die Stadt hat sich bei uns beworben. Wir sind dort sehr freundlich aufgenommen worden." Auch von den Kirchen habe es zunächst keine Einwände gegeben. Sollte sich die Stadt wie bereits Bad Reichenhall doch gegen das Bauwerk entscheiden, gebe es genug andere Orte, die Interesse gezeigt hätten. Deutschland werde die weltgrößte Christusstatue in jedem Fall bekommen, das denke auch Herr Angerer - unter anderem preisgekrönt für seine Arbeit am Film "Die unendliche Geschichte". Vossberg: "Sowohl Herr Angerer als auch ich werden dieses Projekt in jedem Fall verwirklichen. Es ist traurig, dass man sich rechtfertigen muss, wenn man anderen Leuten etwas Gutes tun will.

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