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Hotel-Umfrage: Italiener vergessen Unterwäsche - Deutsche rauchen heimlich

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Umfrage  

Wie verhalten sich europäische Gäste in Hotels?

19.03.2009, 18:50 Uhr | t-online.de

Italiener vergessen gerne mal ihre Unterwäsche im Hotelzimmer (Symbolbild: Imago)Italiener vergessen gerne mal ihre Unterwäsche im Hotelzimmer (Symbolbild: Imago)

Wie gut benehmen sich Reisende aus Europa in fremden Betten? Und was passiert tatsächlich hinter den Hotelzimmertüren? Die Reisecommunity TripAdvisor hat bei mehr als 3000 Reisenden nachgefragt und so manches Geheimnis hinterm Schlüsselloch gelüftet. Dabei kam heraus, dass Briten viel kaputt machen oder Italiener gerne mal ihre Unterwäsche liegen lassen. Auch die Deutschen benehmen sich nicht immer vorbildlich. Sie führen die Listen der heimlichen Raucher und Toilettenversopfer an.

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Kofferchaos war gestern - sorgfältiges Auspacken ist heute

Im Hotel angekommen, steht zunächst das Auspacken an. Hier beweisen 79 Prozent der Briten ihre feine englische Art und räumen den Inhalt der Koffer ordentlich in Schränke und Schubladen aus. Bei den Spaniern und Franzosen sind es immerhin jeweils 64 Prozent, die wie Musterreisende auspacken. Die Deutschen liegen mit ordnungsliebenden 59 Prozent der Befragten immerhin noch vor den Italienern, bei denen nur 50 Prozent auspacken. Schließlich sparen 47 Prozent der Italiener die Auspackzeit lieber für andere Dinge und lassen ihre Reisegarderobe einfach im Koffer. Nur chaotische drei Prozent der deutschen und italienischen Gäste sowie ein Prozent der Briten und Franzosen verstreuen ihre Garderobe wild auf dem Boden des Hotelzimmers.

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Keine Durchhänger beim Aufhängen

Auch im Badezimmer schlägt das Benimm-Barometer positiv aus. Handtücher auf dem Fußboden? Das widerspricht vor allem der französischen Hotel-Etikette: 67 Prozent der französischen Hotelgäste geben an, ihr Handtuch immer aufzuhängen. Darauf folgen die Briten mit 61 Prozent und die Spanier mit 58 Prozent, die sich als fleißige Handtuchaufhänger an zweiter und dritter Stelle positionieren. Die Italiener liegen mit 50 Prozent noch vor den Deutschen, die mit 48 Prozent den letzten Platz belegen.

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Generation: Hotelbettenmacher

Wie weit der Trend zur Ordnung unter den europäischen Hotelgästen geht, beweist das Thema Bettenmachen: 44 Prozent der Briten können sich im Hotel nicht von ihren Morgenroutinen lösen und machen immer oder zumindest gelegentlich das Hotelbett. Hier liegen auch die Deutschen weit vorne und platzieren sich mit 41 Prozent der Befragten an zweiter Stelle der Bettenmacher. Immerhin verspüren auch 21 Prozent der Franzosen, 19 Prozent der Italiener und zwölf Prozent der Spanier den Drang, die Hotellaken zur Freude des Hotelpersonals zu ordnen. Insgesamt ist die Mehrheit der Reisenden bemüht, das Hotelzimmer nicht unordentlich zu hinterlassen: Für 88 Prozent der Briten und Franzosen, 87 Prozent der Spanier und 81 Prozent der Deutschen kommt es nicht in Frage, ein Chaos zurückzulassen. Nur bei den Italienern ist es mit 57 Prozent der Mehrheit der Befragten egal, wie es im Hotelzimmer aussieht, wenn sie die Tür hinter sich schließen. Da sind die wilden Zeiten wohl vorbei, oder? Wie sieht es eigentlich mit dem schlechten Benehmen der Hotelgäste aus?

Enttarnt: Die heimlichen Raucher

Hier fallen die Deutschen unangenehm auf, denn für sie zählt das Rauchverbot im Hotelzimmer am wenigsten. 40 Prozent geben zu, schon heimlich in Nichtraucher-Hotelzimmern gequalmt zu haben. Damit liegen die Deutschen deutlich vor den spanischen Rauchern, die mit 20 Prozent Platz zwei belegen. Die Franzosen folgen mit 14 Prozent, während bei den Italienern und Briten nur zwölf Prozent die Glimmstängel auch im Hotelzimmer glühen lassen.

Waschlappen oder Wecker? Diebesgut deutscher Hotelgäste

Doch dies ist nicht das einzige Vergehen europäischer Gäste in den Hotelzimmern der Welt. Wie die aktuelle TripAdvisor-Umfrage beweist, tritt so mancher Gegenstand aus dem Hotelzimmer mit dem Gast gemeinsam die Rückreise an. Während anständige 49 Prozent der Deutschen angeben, noch nie etwas aus einem Hotelzimmer gestohlen zu haben, geben sich 51 Prozent als Hoteldiebe zu erkennen. Besonders beliebt sind bei den Deutschen die Slipper (22 Prozent), gefolgt von Handtüchern (15 Prozent) und Waschlappen (sechs Prozent). Die anderen Prozente verteilen sich auf Bademäntel, Geschirr, Besteck, Gläser und sogar Radiowecker, die sich bereits in den einen oder anderen Koffer verirrt haben. Die längsten Finger machen in Hotels die Italiener, von denen 59 Prozent Diebstahl gestehen, gefolgt von den Spaniern mit geständigen 54 Prozent.

Was in Hotelzimmern so läuft - und liegenbleibt

Neben dem Nervenkitzel beim Diebstahl sorgt in vielen Hotelzimmern noch so manch anderes für Spannung: Immerhin 22 Prozent der Deutschen vergnügen sich auf dem Hotelzimmer gerne mal mit Erwachsenenunterhaltung im TV. Damit liegen sie im europäischen Vergleich vorn, gefolgt von den Briten mit immerhin 20 Prozent, den Franzosen mit 19 Prozent, den Spaniern mit 17 Prozent und den Italienern mit unschuldigen 14 Prozent. Zudem scheint es häufiger Umstände zu geben, die dazu führen, dass immerhin 26 Prozent der Italiener, 22 Prozent der Spanier und 21 Prozent der Briten ihre Unterwäsche schon mal im Hotelzimmer vergessen haben. Bei den Franzosen und Deutschen haben dagegen nur 15 Prozent und 14 Prozent der Befragten "Höschen-Verluste" zu berichten.

 

Handfeste Probleme: So viele Gäste verstopfen die Toilette

In Hotels können Gästen noch viele weitere kleinere und größere Pannen passieren. Auf die pikante Frage beispielsweise, ob sie schon mal den Toilettenabfluss in einem Hotelzimmer verstopft haben, antworten immerhin neuen Prozent der deutschen Befragten mit ja. Damit führen sie gemeinsam mit den Briten die Rangliste an, gefolgt von den Spaniern mit sechs Prozent und den Franzosen mit fünf Prozent. Derartige Probleme treten bei den italienischen Gästen weniger häufig auf, hier haben nur zwei Prozent der Befragten jemals eine verstopfte Toilette hinterlassen.

 

Zerstörpotenziale: Plumpe Briten und randalierende Spanier

Auch wenn die Briten offensichtlich um gutes Benehmen bemüht sind, klappt es leider nicht immer: 17 Prozent der Briten geben zu, schon den einen oder anderen Schaden in Hotelzimmern angerichtet zu haben, und erreichen damit den europäischen Spitzenwert. Auch 15 Prozent der Deutschen haben ihr Hotelzimmer nicht immer heil hinterlassen, während sich die Italiener und Franzosen mit jeweils neun Prozent den dritten Platz teilen. Als am wenigsten gefährlich für die Inneneinrichtung des Zimmers dürften die Spanier gelten: Hier haben nur sieben Prozent schon mal etwas zerstört. Interessant ist jedoch, dass drei Prozent der Spanier als einzige unter den Nationen absichtlich etwas kaputtgemacht haben. Vorsicht ist allerdings auch bei italienischen Gästen geboten, von denen immerhin schon 34 Prozent versucht haben, unbemerkt an der Zahlung eines Schadens vorbeizukommen und diesen verschwiegen haben.

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