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Zimmer 105

11.04.2009, 13:11 Uhr | Top Hotel, Anonymer Tester

Das Ritz London hat 135 Zimmer und Suiten; mein Refugium der Kategorie "Superior King" ist 24 Quadratmeter groß und macht auf den ersten Blick einen pompösen Eindruck: Der Marmorkamin mit dem großen Wandspiegel ist imposant. Doch die vielen güldenen Reliefs können nicht über die Schattenseiten des Zimmers hinwegtäuschen, das insgesamt stark vernachlässigt wirkt und außerdem besser gelüftet hätte übergeben werden müssen. Unter dem Bett erwartet mich ein Gruselkabinett an Unrat: Nicht nur Staubflocken und Bettfedern en masse liegen hier, sondern auch ein fieser Socken und ein Kaubonbon. Da hat schon sehr lange niemand mehr nachgesehen – eine nicht zu entschuldigende Schlamperei. Ebenfalls schon länger nicht mehr gereinigt wurden die TV-Rückseite und die beiden Telefone, von denen das auf dem Nachtisch besonders schmuddelig ist. Andere Gegenstände sind sehr speckig, beispielsweise die Serviceschildchen "Do not disturb" und "Please makeup the room" sowie die Notizblockhalterungen. Der Satin der Übergardinen hat blamable Flecken. Als stillos einzustufen sind ferner: der stumpfe Bleistift, die schief angebrachten Bilder inklusive gerahmtem Fluchtweg, die Wandleuchten in Schräglage und die unschönen Telefone. Der kleine Schreibtischstuhl wackelt gehörig und droht zusammenzubrechen. Die Kopfkissen sind seitlich offen, sodass die Inletts unschön herausquellen. Das erleichtert zwar den Wechsel der Bezüge, passt aber nicht zu einem Nobelhotel. Grundsätzlich fehlt es im ganzen Zimmer an Stauraum und Ablagemöglichkeiten. Der Kleiderschrank ist viel zu klein und hat keine Schubladen. Bestückt wurde er mit ausreichend Holz- und wattierten Bügeln – allerdings sind die Hosenbügel so ausgeleiert, dass sie die Kleidungsstücke nicht mehr zu halten vermögen. Ärgerlich ist auch der extrem niedrig installierte Minisafe: Er steht auf dem Schrankboden und ist so gerade für ältere und gebrechliche Menschen eine Zumutung. Der kleine dunkle Schreibtisch wirkt in dem von hellen Möbeln dominierten Zimmer wie ein Fremdkörper. Außerdem haben auf ihm kaum mehr Platz als das Telefon und ein Notebook. Die beiden Sessel und der dazugehörige Tisch stehen in einem schlechten ergonomischen Verhältnis zu einander und dienen wohl nur zur Dekoration. Das Fenster lässt sich weder öffnen noch kippen – was für die Frischluftzufuhr gerade in diesem leicht stickigen Zimmer wichtig wäre. Eine Programmzeitschrift liegt nicht aus. Der Knauf am Schränkchen mit dem DVD-Spieler sitzt so locker, dass ihn der Mitarbeiter vom Concierge-Desk bei der Zimmereinweisung sogleich in der Hand hält. Der zum Reparieren versprochene Haustechniker kommt jedoch nicht. Verbrauchte Artikel der gut bestückten Minibar werden regelmäßig ersetzt.

Wertung: ungenügend

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